antrag auf kur zeitraum

3 Antworten

Es ist von Krankenkasse zu Krankenkasse verschieden, aber in der Regel kann man 1 Jahr nach Ende einer Kur einen neuen Antrag stellen !!!

Du musst erst einmal unterscheiden zwischen der medizinischen Reha (Kur über die rentenversicherung) und der Kur auf Kassenkosten. Das deutsche Gesundheitssystem sieht Kuren unter zwei Bedingungen vor: entweder zur Erholung nach einer Krankheit (Rehabilitation, oft auch kurz „Reha“ genannt) oder zur Vorsorge (Prävention). Reha läuft über die Rentenversicherung, Prävention über die Kasse.

Reha Antrag - Voraussetzungen für die Genehmigung einer medizinischen Rehabilitation

• Die Rehabilitation ist aus medizinischen Gründen erforderlich

• Sie sind rehabilitationsfähig und körperlich in der Lage, die Reha durchführen zu können

• Bei Ihnen besteht eine positive Rehabilitationsprognose

• Die Ziele der Rehabilitation können in einem realistischen Zeitrahmen erreicht werden

Für den Reha Antrag auf eine Leistung durch die Gesetzliche Rentenversicherung müssen die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen erfüllt sein (z.B. müssen in den letzten zwei Jahren vor Antragsstellung sechs Kalendermonate die Pflichtbeiträge zur Rentenversicherung geleistet worden sein). Die Rentenversicherung erbringt ihre Leistungen nach dem Grundsatz „Rehabilitation vor Rente“. Ein häufiger Fall ist die so genannte „Anschlussrehabilitation“: sie soll dem Patienten helfen, nach einer Behandlung im Krankenhaus wieder schnell gesund zu werden und sein Leben selbstständig weiter zu führen. Deshalb werden zum Beispiel nach Herzinfarkten oder ähnlich schweren Erkrankung häufig Kuren verschrieben und komplett –also einschließlich der Unterkunft und der Verfplegung- bezahlt.

Eine erneute Reha ist erst wieder möglich, wenn alle Voraussetzugnen erneut gegeben sind...also FRÜHESTENS nach 2 jahren.

Die Kassenkur ist etwas anders. Eine Kur kann auch dann genehmigt werden, wenn es vorher keinen Krankenhausaufenthalt gab. Denn Kuren sollen dabei helfen, Krankheitszustände besser zu beherrschen oder eine Verschlimmerung zu vermeiden. Wenn der Arzt belegt, dass eine Kur diesen Zielen dient, so wird die Krankenkasse den Antrag wahrscheinlich genehmigen. Allerdings hat sie das Recht, den Einzelfall zu prüfen und zu schauen, welche Leistung tatächlich medizinisch nötig ist. Gerade bei der Kostenübernahme von Unterkunft und Verpflegung verhalten sich die meisten Kassen eher streng. Denn in erster Linie soll die Rehabiliation ambulant erfolgen – zum Beispiel in einem Reha-Zentrum in der Nähe des Wohnorts.

Dabei trägt die Krankenkasse aber nur in wenigen -medizinisch begründeten- Fällen die Kosten für Unterkunft und Verpflegung. Etwas besser haben es Eltern. Seit April 2007 zahlt ihnen die Krankenkasse eine stationäre Mutter-Kind oder Vater-Kind-Kur. Auch dafür gilt allerdings: die Kur muss medizinisch notwendig sein.

Eine "Kassen-Kur" kann idR alle 4 Jahre beantragt werden, nur in medizinisch indizierten Fällen werden Ausnahmen gemacht.

Es gibt eine Reha und eine Vorsorgekur. Beiden Modellen gilt, ein Anrecht bei Medizinischer Notwendigkeit hat man alle 4 Jahre!!! Bei der Reha ist der Kostenträger die RV ODER die KK!!! Das liegt daran, wer für einem zuständig ist und welche Vorraussetzungen man hat. Eine Reha ist dafür da, wenn man schon Krankheiten hat, also um diese zu verbessern und eine Vorsorgekur um Vorzusorgen, um nicht richtig krank zu werden. Halten die Ärzte es für sinnvoll, kann man auch einen vorzeitigen Kurantrag oder Rehaantrag stellen, dann wird vom MDK geprüft ob das berechtigt ist, oder nicht. Wenn man Glück hat, kann man also auh schon eher zur Kur fahren. Auch brauch das nicht erst nach 2 Jahren sein, es kann auch schon eher sein. Aber einen Anspruch hat man in beiden Fällen nur alle 4 Jahre!

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