Antrag auf Erwerbsminderungsrente, aber seit Jahren ein Nebengewerbe angemeldet, welches Ehepartner ausführt, geht das? Wie erkläre ich das im Rentenantrag?

7 Antworten

Hallo susischmidt68,

Sie schreiben unter anderem:

Antrag auf Erwerbsminderungsrente, aber seit Jahren ein Nebengewerbe angemeldet, welches Ehepartner ausführt, geht das? Wie erkläre ich das im Rentenantrag?

Antwort:

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/232616/publicationFile/49858/erwerbsminderungsrente_das_netz_fuer_alle_faelle.pdf

Wenn Sie ganz auf Nummer sicher gehen wollen, sollten Sie sich in der nächstgelegenen DRV-Beratungsstelle gründlichst beraten lassen, damit Sie kene Fehlentscheidungen treffen!

Betreffs der Krankenversicherung ist selbstverständlich Ihre Krankenkasse für Beratung zuständig!

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Navigation/5_Services/01_kontakt_und_beratung/KontaktUndBeratung_node.html

Nun wird ihm geraten, Erwerbsminderungrente zu beantragen.

Antwort:

Antrag auf Erwerbsminderungsrente heißt im Klartext:

Grundvoraussetzung für die Bewilligung einer Erwerbsminderungsrente ist die Erfüllung der versicherungsrechtlichen Voraussetzungen!

Auf Ihrem DRV Rentenkonto müßen mindestens
60 Beitragsmonate (5 Jahre)-
davon in den letzten 5 Jahren
mindestens 36 Beitragsmonate (3 Jahre)
nachgewiesen werden!
Fehlt da auch nur ein Monats - Beitrag,
besteht in der Regel keine Chance auf Erwerbsminderungsrente!

Im nächsten Schritt geht es
um den Nachweis der medizinischen Voraussetzungen!

Wer nach dem 1.1.1961 geboren ist,
hat in der DRV keinen Vertrauensschutz wegen Berufsunfähigkeit!

Für die Bewilligung einer vollen Erwerbsminderungsrente
muß an Hand der eigenen Krankenakte glasklar
und sehr detailliert nachgewiesen werden,
daß die Leistungsfähigkeit auch für leichte Tätigkeiten
am allgemeinen Arbeitsmarkt
dauerhaft auf unter 3 Stunden pro Arbeitstag,
auch für leichte Tätigkeiten am allgemeinen Arbeitsmarkt,
abgesunken ist!
(Leichte Tätigkeiten
= zum Beispiel Pförtner, Museumswärter, Nachtportier, usw.) 

==

Eigene Krankenakte aktualisieren und optimieren, denn die Entscheidungen, Begutachtungen usw. werden in der Regel überwiegend nach Aktenlage entschieden!

https://erwerbsminderungsrente.biz/ihre-hausaufgaben/fruehrente-beantragen-und-der-rote-faden/

== 

https://www.youtube.com/user/hubkon

https://youtube.com/watch?v=lT893J4l_Co

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Hallo, du schmeißt hier einige Begriffe gewaltig durch einander:

Zum einen gibt es kein Kleingewerbe. Das kennt das Gewerberedcht nicht.

Es gibt Gewerbe und fertig.

Was du wohl meinst:

dein Mann hat eine Gewerbe angemeldert und nutzt die Kleinunternehmerreglung nach § 19 Ustg.

Und die Kleinunternehmerreglung  ist eine steuerliche Angelegenheit.

Und sein Gewerbe betreibt er im Nebenerwerb.

Und seine Umsätze haben mit eueren Abschreibungen nichts zu tun.

Denn Umsatz ist das was er von seinen Kunden einnimmt.

Und euere Abschreibungen verringen dadurch sein Einkommen aber nicht den Umsatz.

Nur mal so viel zur Begriffsbestimmung.

Er bleibt aber der Gewerbetreibende.

Du bist bei ihm als MInijober eingestellt, somit ist er dein Arbeitgeber.

Ich hoffe doch, dass du zumindest die RV Beiträge von deinem Minijob bezahlst.

Und was dein mann noch zusätzlich zu seiner Rente dazu verdienen kann, ist hier so pauschal nicht zu beantworten. Zuvile Faktoren spielen hier mit ein. Und der Betrag von 450€ den du genannt hast, könnte eine der varianten sein.

Du kannst deine 450€ weiter verdienen und könntest auch bei deinem Mann familienversichert bleiben.

Was seine Rente anbelangt, so soll er sich von einem Rentenberater, die gibt es in fast jeder Stadt oder von der Rentenberatungsstelle der DRV beraten lassen.

Alles was hier gesagt würde könnte auf ihn nicht zutreffen.

Die Frage ist, auf wen das Gewerbe lt. Einkommensteuerbescheid läuft. 

Ist hier dein Mann eingetragen, dann ist dein Mann selbständig. Wer die Arbeiten tatsächlich ausübt, ist der DRV egal!! 

Es übt derjenige die Selbständigkeit aus, der im Steuerbescheid steht!

Im Fragebogen der Rentenversicherung wird gefragt, ob er noch eine selbständige Tätigkeit ausführt, müssen wir das mit Nein beantworten,

Sorry - aber du schreibst doch selbst, dass er ein Gewerbe angemeldet hat, also ist er selbständig. Und somit muss die Frage mit JA beantwortet werden.

Die Frage ist aber doch, ob er sie "ausübt", das tut er ja nicht selbst, da ich das mache.

@susischmidt68

Da liegst du völlig daneben.

Dein Ehemann ist der Gewerbetreibende und nicht du.  Also ist er selbständig und du bist bei ihm angestellt.

Wer die Tätigkeit verrichtet, spielt keine Rolle.

Alternativ könnte man das Gewerbe ja auf dich ummelden.

Wobei man aber auch prüfen müsste, um welche Tätigkeit es sich handelt und für welche Tätigkeit eine Erwerbsminderungsrente gezahlt wird.

@susischmidt68

wenn das Gewerbe auf deinen Mann läuft, dann übt dein Mann die Selbständigkeit aus!!! 

Ob du hier mitarbeitest ist völlig egal. Dann müsst ihr das Gewerbe eben ummelden. 

@Apolon

Genau, kurze klare Antwort!

Um keine teuren Fehler zu machen von einem unabhängigen Rentenberater beraten lassen. Auch wenn der etwas Geld kostet. Bei der Verbraucherberatung nach Adressen erkundigen. Die Rentenberater der Rentenversicherung sind bei euch ungeeignet.

Warum sind die Berater der RV ungeeignet? Worauf stützt sich diese Aussage??

@turnmami

Eigene Erfahrung, wenn es kein Standartfall ist. Deren Beratung hat mit 7 Jahre/Prozesse gegen die Rentenversicherung eingebracht.

@diroda

Und mit einer Beratung willst du alle Mitarbeiter der Auskunft-u Beratungsstellen als inkompetent hinstellen? Dreiste Behauptung

@diroda

Dann lag das nicht an dem Berater, sondern dass er, entsprechend den gesetzlichen Regelungen, Zweifel an deinen Aussagen hatte. Die konnten demnach erst nach 7 Jahren beseitigt werden, dann lag es aber an dir. Je klarer alle Details auf den tisch kommen, um so weniger gibt es Zweifel. Sie Optimierung der Akte von Konrad.

Der Berater hat seinen Job gemacht, das ist nicht Leistung verhindern, sondern begründet annehmen. So sehe ich das.

Beste Grüße

Dickie59

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