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Caritas, Diakonie, AWO.

Werden verschiedene Renten(arten) untereinander angerechnet + Wird Pflegegeld aus privater Zusatzversicherung auf Grundsicherung angerechnet?

Guten Abend,

es geht um eine Freundin, die mich bezüglich ihrer Einkommens- und späteren Rentenkonstellation gefragt hatte... Leider bin ich trotz privatem Interesse an juristischen Themen auch kein „Allwissend“ und würde mich um Beantwortung der komplexen Fragestellung sehr freuen…

Folgende Situation:

  • Sie arbeitet derzeit in einer WfbM und hätte nach 20 Jahren ihrer WfbM-Arbeit „Zwangs-Anspruch“ auf die gesetzliche Erwerbsminderungsrente; sie würde da glaub‘ ich ca. 600 € (netto oder brutto?) bekommen… (Sie will zwar über die 20-Jahresgrenze hinaus arbeiten, weiß aber, dass dies nicht „zulässig“ ist…)

  • Ihre damalige Betreuerin hatte „glücklicherweise“ noch vor Eintritt in die WfbM, also noch bevor sie erwerbsunfähig wurde, eine private EU-Versicherung abgeschlossen, bei der sie im Falle einer EU eine monatliche Rente in Höhe von glaub‘ ich 1500 € erhalten würde… (eine Absicherung in Höhe ihres letzten Einkommens von - ich meine das waren - 3500 € netto konnte sie wg. Vorerkrankungen nicht abschließen…)

  • Sie hat (ich meine das ist derzeit bei ihr) Pflegestufe I wofür sie aus der gesetzlichen Pflegeversicherung (derzeit) insg. 316 € zustehen (sie wird wechselnd durch Nachbarn, Bekannte und „mehr oder weniger“ Freunde gepflegt / betreut)

  • Ihre damalige Betreuerin hatte für sie damals auch noch eine Pflegetagegeld-Versicherung abgeschlossen, für die sie aus der privaten Pflegezusatzversicherung auf ein monatliches Pflegegeld von ca. 2500 € käme

  • Sie hat einen Schwerbehinderungsgrad von 80 (der voraussichtlich auch in der Höhe bestehen bleibt)

  • Da sie die Voraussetzungen für Leistungen aus dem OEG erfüllt, wurde ihr nebst Leistungen zur medizinischen Rehabilitation kürzlich auch noch die Grundrentenleistung (bei ihrem GdB entspräche dies einer Höhe von 515 €) empfohlen, die sie nach Abwägung („gerät sie dadurch in Gefahr, wenn der Täter davon erfährt, etc.) evtl. geltend machen wird…

  • Ihr Lebensunterhalt selbst wird derzeit noch von der Grundsicherung für Erwerbsgeminderte sowie dem monatlichen WfbM-Taschengeld in Höhe von 150 € bestritten, da sie bisher noch nicht von ihrer privaten EU-Versicherung (Warte- und Karenzzeit) Gebrauch machen kann!

  • Sie hat sich auch noch nicht um die private Pflegezusatzversicherung gekümmert, da sie befürchtet, dass sie dann seitens Sozialamt verpflichtet würde, von den Pflegegeldern leben zu müssen, obwohl sie diese zweckentsprechend dann aber für ihre privat engagierten Pflegekräfte (Freunde, Nachbarn, etc.) bezahlen wolle… (sie kennt von sich aus selbst die „Mucken“ der Ämter und das mit dem Pflegetagegeld weiß sie von anderen Pflegebedürftigen)

  • Sie will trotz intensiven Betreuungsbedarfs (u.a. starke Selbstgefährdungstendenzen) auf jeden Fall in ihrer eigenen Wohnung bleiben und was körperliche Einschränkungen anbelangt auf ambulante Pflegedienste wegen schlechter Erfahrungen verzichten

(Fortsetzung folgt...)

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