Anteiliges Weihnachtsgeld bei Ausscheiden, geringfügig Beschäftigte

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Wenn es keine arbeitsvertraglich vereinbarte Rückzahlungsklausel oder eine sonstige einschränkende Klausel zu einem vertraglich vereinbarten oder sonstwie verpflichteten Weihnachtsgeld gibt, steht dem Arbeitnehmer das Weihnachtsgeld zu, auch wenn er vor der Fälligkeit (z.B. mit dem Novembergehalt) des Weihnachtsgeld ausscheidet.

Grundsätzlich aber ist eine Zahlung von Weihnachtsgeld nur dann verpflichtend, wenn sie arbeitsvertraglich (oder über einen anzuwendenden Tarifvertrag) vereinbart wurde oder sich eine Verpflichtung aus betrieblicher Übung (Zahlung in 3 aufeinander folgenden Jahren ohne Verweis auf jederzeitige Widerrufbarkeit oder auf Rechtsunverbindlichkeit) ergibt.

Hat es in diesem Fall nur einmal eine Zahlung auf freiwilliger Basis gegeben, besteht kein Anspruch der Arbeitnehmerin auf ganzes oder auch nur anteiliges Weihnachtsgeld.

Ergänzung:

Ob Weihnachtsgeld auch bei Ausscheiden vor Fälligkeit zustehen kann - etwa anteilig -, hängt auch vom "Charakter" des Weihnachtsgeld ab: ob es nur eine reine Gratifikation ist oder als z.B. 13. Monatsgehalt mit reinem Entgeltcharakter anzusehen ist.

Sie hat kein Anspruch auf Weihnachtsgeld. Sie hätte so oder so keinen Anspruch auch wenn sie noch angestellt wäre, da Weihnachtsgeld nur einmal freiwillig gezahlt wurde.

Kann mir auch nicht vorstellen das sie diese Auskunft von einem Anwalt bekommen hat.

Nein,wer im Oktober ausscheidet,noch dazu geringfügig beschäftigt war,bekommt kein weihnachtsgeld....

noch dazu geringfügig beschäftigt war

Damit hat das nun wirklich überhaupt nichts zu tun!!!

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