Anrechnung des Erstberufes beim TVÖD?

3 Antworten

Als 1. Beispiel soll jemand dienen der im vorherigen Beruf Klemptner war und nun aber einen Kaufmann gelernt hat und als dieser auch ohne Anleitung selbständig arbeitet.

Wenn er als Kaufmann eingestellt wurde, spielt der Klempner keine Rolle, Eingruppierung bei Einstellung vermutlich E5/E6. Erfahrungsstufe wird verhandelt.

Beispiel die Frage, wer käme in welche EG: eine Mitarbeiterin, die keinen Kaufmann gelernt hat, aber eigenverantwortlich seid Jahren als dieser handelt, bei der Arbeit.

Kommt drauf an, was der Vorgesetzte sagt, eigenverantwortlich ist seeeehr dehnbar. Alles von E5 bis E9k ( bei Gemeinde glaube ich c)

Und im Gegensatz dazu, jemand der den Kaufmann gelernt hat und aber unter Anleitung seid Jahren Aufgaben des Bereiches ohne Eigenverantwortung abhandelt.

Kommt auch drauf an, aber ohne selbstständige Leistung kein Hochkommen. Ich tippe der bleibt in der E6.

Aber ein guter Ansprechpartner sollte hier der Personalrat sein. Evtl kann auch die Einsicht in die Personalakte helfen..Vielleicht gibt es auch eine Stellenbewertung, dann stellt sich die Frage nicht.

Danke für die tolle Antwort.

Das heißt die selbständige Arbeit wird schon angerechnet, auch wenn er nur ein ausgebildeter Kaufmann ist!! Was wäre z.B. wenn er tatsächlich autark arbeitet und der Chef ihm das nicht zugesteht.

kann man sich hier eigentlich auch private nachrichten schreiben?

@walterlanglang

Gerne, die PN stoße ich dann einfach mal an. :-) Geht hier nur auf dem Weg.

Die Erfahrungsstufe hängt von einschlägiger Berufserfahrung ab. Was jeweils einschlägig ist, entscheidet Dein Dienstherr.

Und für welche Tätigkeit im öffentlichen Dienst wird dein Sohn eingestellt?

Erst wenn dies bekannt ist, kann man raten in welche Entgeltgruppe er kommen könnte.

Höhergruppirung im TVÖD möglich? Besoldung ungerecht.

Guten Tag zusammen,

ich bin neu hier und habe direkt eine Frage:

Angenommen Person X hat ihr Studium mit einem sehr guten Diplom (Soziologie) abgeschlossen und bewirbt sich initiativ bei einem Ministerium des Landes. Man reagiert positiv und ist gewillt eine neue Stelle einzurichten. X ist arbeitssuchend gemeldet und kann durch einen Fördertopf des Landes bezuschusst werden, sodass für das Ministerium keine oder keine nennenswerten Gehaltskosten entstehen (die AA bezuschusst ja ebenfalls).

Bei einem "Kennenlerngespräch" wird dann signalisiert, dass die EG nur 9 sein kann und man ansonsten die Stelle öffentlich ausschreiben würde, da bisher nur der Stelle intern zugestimmt wurde, Person X aber "austauschbar" ist. Demnach hat X die Stelle angenommen, da es nicht schlecht ist als Berufsanfänger direkt in einem Ministerium anzufangen. X wird also als Sachbearbeiterin in EG9, auf 3 Jahre befristet nach TVÖD.

Nach der Probezeit zeichnet sich ab, dass die Vorgesetzten sehr zufrieden sind mit der Arbeit von X und eine Beendigung der Beschäftigung nicht zur Debatte steht. X bemerkt jedoch in Gesprächen und vor allem auch an Stellenausschreibungen im Hause, dass Sachbearbeiter insgesamt eine Eingruppierung auf Stufe 11 erhalten. Das gilt sogar für Stellenausschreibungen für Arbeitnehmer mit Bachelor Abschluss, der ja unter einem Diplom anzusiedeln ist. X würde also gerne - zumindest auf Stufe 11 gleichgesetzt werden.

X ist derzeit ziemlich frustriert und sieht ihre Arbeit zu wenig gewürdigt. Sie bekommt zwar verantwortungsvolle Aufgaben bzw. diese sind geplant aber das spiegelt sich im Gehalt nicht wieder. Derzeit stehen "Umbauarbeiten" innerhalb des Ministeriums an, sodass die Geschäftsverteilungspläne neu geschrieben werden. Sie fragt sich jetzt, ob es sinnvoll ist, jetzt aktiv zu werden und wenn ja wie? Ist hier der Betriebsrat die richtige Anlaufstelle? Ist es sinnvoll den Geschäftsverteilungplan zu "beeinflussen" um bessere Chancen auf eine Hochgruppierung zu bekommen? Wenn ja wie und gibt es überhaupt Chancen auf einen finanziellen Aufstieg innerhalb dieser drei Jahre? Macht es vielleicht Sinn dass sich X anderweitig bewirbt und dem Ministerium sozusagen die Pistole auf die Brust setzt und sagt "entweder mehr Geld oder ich gehe"? Es würde ja immerhin eine für das Ministerium extrem günstige Arbeitskraft gehen und die Arbeit in dem Referat ist inzwischen stark angewachsen, sodass die Arbeit nach alter Besetzung wohl kaum zu schaffen wäre.

Zum Schluss noch einen Hinweis: Das "sie" bezieht sich auf Person. X muss nicht weiblich sein. Es wäre schön das geschlechtsneutral zu diskutieren.

Ich würde mich sehr über einige Hinweise für Person X freuen.

Viele Grüße Tinkerbelle

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