Anonyme Urnenbestattung: Wie kann man die Urne wiederfinden - geht das, darf man den Ort erfahren?

5 Antworten

Unter "Anonymer Bestattung" versteht man die Beisetzung eines Verstorbenen ohne ein individuelles Grabzeichen. Dabei findet meist eine Urne mit den sterblichen Überresten in einer Urnen-Gemeinschafts-Anlage ihren letzten Platz, wobei den exakten Beisetzungsort nur die Friedhofsverwaltung kennt.

Oftmals wird den Hinterbliebenen erst nachträglich schmerzlich bewusst, dass durch diese namenslose Bestattungsform auf eine wichtige Möglichkeit zur Trauerbewältigung verzichtet wurde, denn die "Anonyme Bestattung" kann nicht rückgängig gemacht werden. Bitte bedenken Sie diesen Aspekt bei Ihrer Entscheidung . http://www.bestattung-meisezahl.de/anonyme-feuerbestattung.php

Im Grunde richtig, jedoch manchmal auch möglich es rückgängig zu machen, kommt auf den Friedhof bzw. die Gemeinde etc. an.

Mache diverse Dinge möglich und zwar schon seit über 6 Jahren!

Ingrid - http://www.weg4u.de

Wir führen regelmäßig Urnenbefreiungen durch und erfahrungsgemäß kann ich Deine Anfrage wie folgt beantworten:
Unter anonymer Beisetzung werden regional verschieden Beisetzungsarten verstanden. Wenn es sich um eine Urnenbeisetzung in einem Urnen-Sammelgrab handelt, ist die Rückholung schon aus tatsächlichen Gründen nicht mehr möglich.
Wenn die Beisetzungsstelle und die Urne bekannt sind, spricht aus rechtlichen Gründen nichts dagegen, die Urne zurückzuholen. Sofern eben die tatsächliche Möglichkeit besteht und die Friedhofordnung nichts Gegenteiliges bestimmt, kann die Urne natürlich zurückgeholt werden. Fallweise fallen dafür Friedhofsgebühren an (eh klar).

Anonyme Bestattung bedeutet, daß die Stadt die Kosten trägt und deshalb alles billigst macht - kein Hinweis wie Platte oder Holzkreuz, wo die Urne verbuddelt wurde.
Allerdings hat so jeder Friedhof einen Bereich, in dem die anonymen Gräber liegen, da kann man sich erkundigen.
Dann weißt du zumindest, daß die Urne ungefähr dort liegt und kannst dort deine Blumen hinlegen.

"....Anonyme Bestattung bedeutet, daß die Stadt die Kosten trägt ..." ist nicht ganz richtig, denn auch die Hinterbliebenen können eine anonyme Bestattung veranlassen und müssen dann dafür zahlen wie für andere Bestattungen auch.

@jotde01

Hast recht, ich hatte jetzt 2 Fälle im Sinn, die keine Angehörigen hatten.

Hallo und guten Morgen,

ich erfahre fast überall wo jemand liegt im Zuge einer Umbettung.

Man sollte sich das mit dem "anonymen Beisetzen" wirklich gut überlegen, denn es gibt Friedhöfe, da ist jegliche Umbettung ausgeschlossen.

Oft sind Menschen mit dem Tod so überfordert, dass sie gar nicht wissen, was sie unterschreiben. Ist wie bei dem Kleingedruckten von Verträgen.

Hier noch mal ein paar Stichpunkte:

  1. Eine Beisetzung die anonym als Urnenbeisetzung erfolgt ist, ist jederzeit zu recherchieren, jedoch wird im Regelfall den Angehörigen nicht gesagt wo die Urne steht, denn dann wäre sie ja nicht mehr anonym.

  2. Man kann, wenn die Beisetzung im Beisein erfolgt versuchen, sich eine Stelle zu merken. Schlägt aber meistens fehl.

  3. Anonyme Beisetzung hat nichts mit Geld zu tun!

  4. In Deutschland sind anonyme Beisetzungen auch nicht immer preiswert. Von Friedhof zu Friedhof unterschiedlich.

  5. Wer Asche zu Hause haben möchte und/oder Kosten sparen möchte, der geht über die Niederlande. 150 € und viele Möglichkeiten bleiben offen!

Hoffe, ich konnte mit diesen Informationen helfen!

Ingrid = www.weg4u.de

Also da ich auch selber betroffen bin hat mich diese Diskussion angeregt mich zu beteiligen. Hoffe das es möglich ist auch anonyme Gräber (auch im Ausland)umzubetten. Habe vor acht Jahren mein Kind unter Umständen im Ausland beerdigen müssen. Jetzt nach der langen Zeit würde ich ihn gerne bei mir haben ,was ich natürlich die ganze Zeit wollte.Nur die Kraft dafür war nie da.

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