Anonyme Urnenbestattung: Wie kann man die Urne wiederfinden - geht das, darf man den Ort erfahren?

5 Antworten

Du kannst die Urne nur wiederfinden, wenn Du Dir während der Beerdigung die Stelle gut gemerkt hast. Deshalb will eine anonyme Beerdigung gut überlegt sein. Die Grabpflege kann man sich ja sparen.

Wir führen regelmäßig Urnenbefreiungen durch und erfahrungsgemäß kann ich Deine Anfrage wie folgt beantworten:
Unter anonymer Beisetzung werden regional verschieden Beisetzungsarten verstanden. Wenn es sich um eine Urnenbeisetzung in einem Urnen-Sammelgrab handelt, ist die Rückholung schon aus tatsächlichen Gründen nicht mehr möglich.
Wenn die Beisetzungsstelle und die Urne bekannt sind, spricht aus rechtlichen Gründen nichts dagegen, die Urne zurückzuholen. Sofern eben die tatsächliche Möglichkeit besteht und die Friedhofordnung nichts Gegenteiliges bestimmt, kann die Urne natürlich zurückgeholt werden. Fallweise fallen dafür Friedhofsgebühren an (eh klar).

Also da ich auch selber betroffen bin hat mich diese Diskussion angeregt mich zu beteiligen. Hoffe das es möglich ist auch anonyme Gräber (auch im Ausland)umzubetten. Habe vor acht Jahren mein Kind unter Umständen im Ausland beerdigen müssen. Jetzt nach der langen Zeit würde ich ihn gerne bei mir haben ,was ich natürlich die ganze Zeit wollte.Nur die Kraft dafür war nie da.

Anonyme Bestattung bedeutet, daß die Stadt die Kosten trägt und deshalb alles billigst macht - kein Hinweis wie Platte oder Holzkreuz, wo die Urne verbuddelt wurde.
Allerdings hat so jeder Friedhof einen Bereich, in dem die anonymen Gräber liegen, da kann man sich erkundigen.
Dann weißt du zumindest, daß die Urne ungefähr dort liegt und kannst dort deine Blumen hinlegen.

"....Anonyme Bestattung bedeutet, daß die Stadt die Kosten trägt ..." ist nicht ganz richtig, denn auch die Hinterbliebenen können eine anonyme Bestattung veranlassen und müssen dann dafür zahlen wie für andere Bestattungen auch.

@jotde01

Hast recht, ich hatte jetzt 2 Fälle im Sinn, die keine Angehörigen hatten.

eine umbettung käme für mich nur in frage wenn ich den wohnort wechseln würde und ich mehr als 100 km zu meinem hinzerbliebenen hätte.aber diese frage ist relativ.

Auch bei bekannten bzw. zugeordneten Grabstellen sind Umbettungen nicht einfach so möglich.

Die Wahrung der Totenruhe zählt vor allen anderen Belangen und darf nur in Ausnahmefällen gestört werden. Gerichte haben da schon recht unterschiedlich geurteilt.

Auskunft erteilt das zuständige Friedhofsamt.

@kuntzkids

ja,mit recht.was ist aber wenn der vater zu seiner tochter ziehen will und deshalb eine umbettung wünscht.

@KerstinLisa

Evtl. machbar, muss man recherchieren!

Ingrid - http://www.weg4u.de

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