Annahmeverweigerung Zeugnis

7 Antworten

Kein AG muss einem AN ein gutes Zeugnis ausstellen, wenn es nicht der Wahrheit entspricht. Das Zeugnis soll wohlwollend formuliert sein, darf aber die Grenze des Wahren nicht überschreiten (BAG 5.8.1976, AP Nr. 10 zu § 630 BGB).

Wenn ein AN mit dem Zeugnis nicht zufrieden ist, weil es nicht der Wahrheit entspricht oder fehlerhaft ist, kann er eine Zeugnisberichtigung verlangen (§ 109 Gewerbeordnung). Sollte der AG kein neues Zeugnis ausstellen wollen, kann man die Berichtigung des Zeugnisses vor dem Arbeitsgericht klären lassen.

Hallo, das Arbeitszeugnis muss der Wahrheit entsprechen. Wenn du gut warst und der Arbeitgeber aus einer Laune heraus dich schlecht beurteilt, bleibt dir nur der Weg zum Arbeitsgericht und eine Feststellungsklage gemäß Paragr. 256 ZPO gegen deinen Arbeitgeber innerhalb von 3 Wochen zu eröFfnen. Das zuständige Arbeitsgericht ist dort, wo der Arbeitgeber seinen Sitz hat oder eine eigene Niederlassung. Anwalt brauchst du dafür nicht, musst du selbst bezahlen und kostet mit Erstberatung runde 1000€. Formuliere es selbst und schicke es einfach an das Arbeitsgericht. Wenn du natürlich Fehlzeiten unentschuldigt USW. Hast, lohnt sich der Aufwand nicht. Dann verzichte auf das Zeugnis!

Hallo Sheila,

die Annahme deines Zeugnisses kannst du gar nicht verweigern, schließlich befindest du dich als ausscheidender Mitarbeiter in einer Holschuld. Das bedeutet dass dir der Arbeitgeber dein Zeugnis nicht (bzw. nur in ganz bestimmten Fällen) zustellen muss, im Gegenteil musst du es bei ihm abholen. Wenn du dies unterlässt ist das dein Problem. ;)

Ansonsten solltest du es nach Erhalt von sachkundiger Seite gegenlesen lassen, vielleicht ist es ja OK und du machst dir jetzt zu viele Gedanken.

Welchen Zweck sollte die Verweigerung haben? Man hat das Recht, gegen bestimmte Formulierungen Widerspruch einzulegen und das sollte man schriftlich machen, damit das in die Personalakte genommen wird.

Wenn in der neuen Stelle kein Zeugnis vorgelegt wird, reicht dem Chef in spe ein Anruf beim Exchef, um das Nötige zu erfahren.

Welche Nachweispflicht meinst du?

Du kannst den Betrieb bitten, das Zeugnis zu ändern, wenn du Gründe dafür hast. Der Betrieb muss aber nicht darauf eingehen.

Wenn du dennoch meinst, dass du berechtigte Gründe hat, kannst du das Zeugnis am Arbeitsgericht anfechten. Dann bist aber du in der Nachweispflicht, dass du besser warst bzw dass dir mit dem Zeugnis ungerechtfertigt (!) Nachteile entstehen.

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