Angestellter oder doch lieber Beamter im mittleren Dienst?

5 Antworten

Angestellter oder doch lieber Beamter im mittleren Dienst?

Sagen wir mal so, wenn deine derzeitige Vergütungsgruppe mit der Beamten-Besoldungsgruppe gleich zu setzen ist und die gleichen Beförderungsmöglichkeiten bestehen, sollte man den Beamten-Job wählen.

Beihilfe bis zum Tode, höhere Absicherung bei Dienstunfähigkeit/Berufsunfähigkeit, höhere Einkünfte im Pensions/Rentenalter.

Allerdings sollte man auch die auszuführende Tätigkeit beachten, denn diese macht man ja noch ein paar Jahre und die sollte auch Spass machen.

Gruß Apolon

Das Argument "Sicherheit" kann meiner Meinung nicht entscheidend sein, da man als Angestellter in öffentlichen Dienst mit unbefristetem Arbeitsvertrag auch keine ANgst um seinen Job haben muss.

Da Sicherheit nicht das Thema ist, solltest Du das machen, was Dir mehr Spaß macht. Die Arbeit im Finanzamt ist nicht jedermanns Sache. Da stelle ich mir Deine derzeitige Tätigkeit im Bereich Logistik vielseitiger vor.

Wo Du mehr verdienst, hängt von Deiner persönlichen Situation, aber auch von den jeweiligen Aufstiegschancen ab.

Das ist eine schwierige Frage. Da ich persönlich gerade in einer blöden Situation bin, würde sagen, verbeamtet sein ist besser. Ich sag dir warum: Ich w24 arbeite auch im öffentlichen Dienst in einer Kleinstadt. Diese Kleinstadt hatte aber allerdings schon in der Vergangenheit einige Schwierigkeiten und so kommt es, dass beschlossen wurde 2016 Stellen abzubauen. Ich habe einen befristeten Vertrag und das wird dann natürlich nicht verlängert, Leute die Teilzeit haben werden entweder versetzt oder gekündigt, ein ganz Bereich wurde sogar verkauft (nicht die Angestellten versteht sich!). Mein einer Kollege, mit dem ich mich auch super verstehe, ist jetzt dagegen um die 48, hat Kinder, Frau usw. Er ist Beamter. Das heißt rechtlich kann er nicht so wie wir Angestellten gekündigt werden, deshalb wurde er extra einen komplett neuen Bereich zugeteilt. Als hat was vorher so nebenbei gemacht worden ist, ist jetzt ne neue Abteilung, um die er sich kümmern muss. Und er gehörte zu denen, dessen ehemaliger Bereich verkauft werden musste. Wäre er ein Angestellter könnte man ihn wahrscheinlich auch wie mich aus betrieblichen Gründen kündigen (ganz einfach formuliert). Auch wenns sich jetzt vielleicht ein bisschen langweilig hört, aber als Beamter hast du es wirklich sicher - auch wenn du wenig verdienst. Wenn andere um sein Job bangen, hast du soöche Probleme nicht. Klar es gibt genug Nachteile aber gute Vorteile - da musst du dich informieren.

Das ist zweifellos keine leichte Entscheidung.

Letztendlich kommt es darauf an wie risikofreudig Du bist. Ein Arbeitsplatz in der freien Wirtschaft bietet Dir wahrscheinlich größere Chancen ein höheres Einkommen zu erzielen, andererseits ist auch in der heutigen Zeit das Risiko seinen Arbeitsplatz zu verlieren und arbeitslos zu werden hoch. Eine langfristige Perspektive wird Dir wahrscheinlich kein Betrieb bieten können.

Im öffentlichen Dienst sind die Karrieremöglichkeiten begrenzt und durch den Gesetzgeber vorgegeben. Eigenintitiative kann helfen muss es aber nicht zwingend. Vorteilhaft ist, dass Du mit einem gesicherten Einkommen rechnen kannst. Die Finanzverwaltung ist ein "Kerngeschäft" des Staates und wird mit Sicherheit immer Personal brauchen.

Ich hoffe, diese grobe Einscätzung hilft Dir erst einmal weiter.

Im öffentlichen Dienst sind die Karrieremöglichkeiten begrenzt und durch den Gesetzgeber vorgegeben

Wie bitte - was hat denn der Gesetzgeber damit zu tun ???

Könnte es sein, dass du keine Ahnung vom öffentlichen Dienst hast ?

@Apolon

Bisher war ich immer der Meinung, dass die Beamtenlaufbahnen durch Gesetze und Verordnungen geregelt werden. Du darfst mich aber gerne korrigieren wenn das falsch sein sollte.

@Schnoofy

Im öffentlichen Dienst tummeln sich aber auch Arbeitnehmer, sollte man nicht vergessen.

Außerdem entscheidet kein Gesetz über die Beförderung eines Beamten, sondern der Dienstherr mit Absprache des Personalrates.

Lediglich die Besoldungshöhe wird nach einem Gesetz geregelt, ist vergleichbar wie z.B. der TVÖD (Tarifvertrag) für die Arbeitnehmer in der Kommunalverwaltung. 

@Apolon

Welchen Sinn haben dann aber die Laufbahnverordnungen für den einfachen, mittleren, gehobenen und höheren Dienst sowohl im technischen als auch nichttechnischen Bereich? Kläre mich bitte auf.

@Schnoofy

Was nutzt eine Laufbahnverordnung, wenn der Dienstherr einer Beförderung nicht zustimmt, oder der Stellenplan eine höhere Besoldungsgruppe nicht vor sieht.

Auch hier kommt es auf die Leistung an. Bei Behörden gibt es auch Beamte die z.B. in einer niedrigen Besoldungsgruppe auf der Stelle treten, weil sie für eine höhere Gruppe nicht das erforderliche Fachwissen aufbringen, bzw. die Fähigkeit aufbringen.

@Apolon

Das ändert aber nichts an der Tatsache, das es eine gesetzlichen Rahmen für die Beamtenlaufbahnen gibt. mehr hatte ich nicht behauptet.

Wie sich die Ausgestaltung dieses Rahmens bei den diversen Dienstherren in der Praxis darstellt ist wieder ein ganz Problem.

@Schnoofy

Sorry - aber ich muss dich wohl an deinen eigenen Text erinnern:

Im öffentlichen Dienst sind die Karrieremöglichkeiten begrenzt und durch den Gesetzgeber vorgegeben.

Und dies ist falsch.

Der Gesetzgeber gibt nicht die Karrieremöglichkeiten vor!

Lediglich die Rahmenbedingungen sind durch den Gesetzgeber festgelegt.

Außerdem gibt es im öffentlichen Dienst nicht nur Beamte, sondern auch Angestellt - und hier sind die Rahmenbedingungen durch die Tarifverträge TVÖD, TVL usw. festgelegt.

Im öffentlichen Dienst erwartet man Genauigkeit.

@Apolon

Bevor es völlig haarspalterisch wird schlage ich vor diese Diskussion abzubrechen.

Freund von mir stand auch vor der Frage

Angestellter zu bleiben oder sich verbeamten zu lassen

(natürlich bei der gleichen Tätigkeit)

er hat sich das ausrechnen lassen (Gehalt - vorallem aber Rente/Pension)

hat dann dankend abgelehnt, die Konditionen als Angestellter waren erheblich besser

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