Anfechtbarkeit einer Schenkung

5 Antworten

Mal ganz klar: Enkel haben KEINEN Pflichteil am Erbe der Grosseltern. Das haben nur die Kinder. (Ausnahme: Die Eltern, bzw der entsprechende Elternteil ist gestorben, dann besteht anteiliger Anspruch auf den Pflichtanteil der Eltern) Recht auf Einspruch gegen Schenkung haben jeweils nur die direkt - lebenden - Erbberechtigten.

Hallo,

nun, deine Oma ist deine Oma und zu deiner Oma hat du gar keine Rechte als Pflichtteilsberechtigter, ausser der Abkömmling deiner Oma, also dein Vater oder deine Mutter? hat dir seinen gesetzlichen Erbanspruch 1. Ranges übertragen oder überschrieben .

- Denn normal haben nur die Kinder deiner Oma Anspruch auf späteres Erbe bzw. einen Pflichtanteil! - Oder natürlich auch noch, falls den es noch gäbe, der Ehepartner und wenns beide nicht gäbe, dann die Eltern deiner Oma, aber ich gehe mal davon aus, dass weder dieses noch beides so ist? - Sozusagen Oma alleine?!

Leben denn die Abkömmlinge deiner Oma, also entweder dein Vater oder die Mutter noch, oder deine Tante oder dein Onkel?

Wenn ja, dann wird doch wohl das bestimmte Elternteil von dir steuerlich mit im Boot sein, denn Dein Bruder hat ja nur ein Steuerfreibetrag von 200.000 und was drüber geht wird mit 30% Schenkungssteuer vom Fiskus veranlagt. Das Haus wird doch sicherlich mehr wert sein, oder? also würde der Schenkugssteuerfreibetrag des Kindes deiner Oma von Nutzen sein???

Wie ist denn jetzt nun die Konstellation? Ist ein Elternteil von Dir an der Schenkung beteiligt oder gehts hier um den Onkel oder Tante und Cousin?

Denn dein Onkel oder deine Tante, wer halt immer das weitere Kind deiner Oma ist, die haben nämlich sehr wohl einen Anspruch auf diesen Pflichtergänzungsanspruch am verschenkem Haus, wie eben hier mehrmals beschrieben, mit jährlicher Abschmelzung des Pflichteilanspruches am Erbe. Sollte dein Vater oder deine Mutter, wer halt von der Oma abstammte, nicht mit bei der Beschenkung mit bedacht sein, dann kann derjenige gleichfalls den Pflichtteilanspruch von deinem Bruder, also seinem Kind verlangen bzw. anfordern, wenn die Schenkung nicht gewollt war. Falls dies gewollt das dein Bruder alleine das Haus erhält wird sich einer deiner Eltern wohl nicht dagegen auflehnen, aber mit Sicherheit dein Onkel oder deine Tante.

Und sollte sich deine Oma ein Wohnrecht oder ein Niessbrauchrecht in der Schenkungsurkunde eingetragen haben lassen, dann hat dein Bruder mal die Arschkarte, denn dann greift nämlich die Abschmelzung gegenüber den Erbberechtigten nicht, d,h, das diese hier beschriebene 10Jahresfrist nicht greift und nach 12-15 Jahren die volle Höhe des Hauses wieder ins Erbe zurückfließt, zumindest was den Pflichtteilanspruch betrifft und dies wäre zumindest wäre für Onkel oder Tante 1/4 vom Haus.

Ich bin ja jetzt mal gespannt, wie sich die Dinge verhalten !!!!

l.G. Kim

Sorry, wie geldgeil bist DU denn?

Anfechten kann man die Schenkung nur, wenn der Beschenkte nachweislich (!!!) den Schenkenden manipuliert hat zum Zweck der Schenkung!

Ansonsten ist nur folgendes Fakt: Bis zum Ablauf von 10 Jahren hätten die leer ausgehenden Pflichtteilsberechtigten im Erbfall Ansprüche an den Beschenkten, den sogenannten Pflichtteilsergänzungsanspruch.

Lebt die Oma noch mehr als 10 Jahre, geht ihr leer aus.

Dazu aus einer Seite im Google:

Nach bisherigem Recht erhöhten Geschenke, die der Erblasser innerhalb der letzten 10 Jahre vor seinem Tod getätigt hat, grundsätzlich den Wert des Pflichtteils in voller Höhe. Zum 01.01.2010 hat sich diese Regelung nunmehr grundlegend geändert. Gleichgeblieben ist der Grundsatz, dass Schenkungen, die länger als zehn Jahre zurückliegen, bei der Bemessung des Pflichtteilsanspruchs unberücksichtigt bleiben. Neu ist, dass der Wert, mit dem Schenkungen im Rahmen der Pflichtteilsergänzung berücksichtigt werden, umso geringer wird, desto länger die Schenkung zeitlich zurückliegt. Zukünftig wird die Schenkung nur noch dann in voller Höhe bei der Pflichtteilsergänzung berücksichtigt, wenn sie im ersten Jahr vor dem Erbfall erfolgt. Im zweiten Jahr wird sie zu 90%, im dritten zu 80%, im vierten Jahr zu 70% usw. berücksichtigt. Im zehnten Jahr erfolgt eine Berücksichtigung schließlich nur noch zu 10% und nach Ablauf von zehn Jahren wirkt sich die Schenkung gar nicht mehr aus. Man spricht bei diesem System von einer "Abschmelzung des Pflichtteilsergänzungsanspruchs". Die vorgenannte Frist beginnt mit dem Vollzug der Schenkung (bei beweglichen Sachen in der Regel Übergabe und Übereignung).

Wenn die Oma auf voller geistiger Höhe ist, kannst du gar nix anfechten. Erst nach Ablauf von 10 Jahren ist die Schenkung voll wirksam; vorher wird Sie zum Erbe gerechnet.

Das deine Oma einen Enkel ausgewählt hat, passt dir wohl nicht, bist du so Geldgeil und gönnst ihm das nicht?

Du müßtest Deine Oma für Unzurechnungsfähig erklären lassen.Der Pflichtteil an Deinem Erbe steht Dir aber trotz Schenkung zu.Lg Retlawx

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