Altersrente und Honorarkraft als Nebenverdienst

2 Antworten

Generell ist JEDES Einkommen steuerpflichtig. Es gibt dann natürlich jeweils Freibeträge.

Die ZUverdienstgrenze von 400 € hat damit nichts zu tun. Das ist eine Rentenangelegenheit und die ist fest geschrieben. Alle Beträge, die 400 € übersteigen werden bei der RENTE gekürzt. Erst ab dem 65. Lebensjahr (plus 4 Monatein deinem Fall) fällt diese Einschränkung weg.

Wenn du als freiwilliges Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse versichert bist, musst du auch Beitrag auf dieses Zuverdienst zahlen.

Du hast mir schon einen großen Schritt geholfen. Aber jetzt habe ich nochmals eine Frage darauf: Es geht um die Krankenversicherung bei Arbeit als Honorarkraft. Ich werde demnächst als Honorarkraft arbeiten (eigene Rechnungsstellung), geschätzter Verdienst ca. 300 € - mal mehr, mal weniger. Meine Frage: Wie verhält es sich bezüglich der Krankenversicherung (bin gesetzlich in der AOK). Ich habe gehört, dass 15,5 % von meinen Einnahmen als Honorarkraft für die Kranken- u. Pflegeversicherung draufgehen. Wann muss ich das der Krankenkasse melden (weiß ja nicht genau wie viel ich jeden Monat verdiene). Gilt das ab einer bestimmten Einkommenshöhe, muss ich monatlich oder jährlich einen Beitrag zahlen? Für eine Antwort wäre ich dankbar. Mona

@Mona50

Es kommt auf deinen Rentenstatus an. Wenn du der PFLICHTVERSICHERUNG der Rentner zugerechnet bist, bist du über die Rente krankenversichert.

Wenn du allerdings nur freiwilliges Mitglied der rankenkasse bist, zählt dein gesates Einkommen zur Bemessung deines Krankenversicherungsbeitrages. Wenn du tatsächlich im Schnitt unter 300 € bleibst, brauchst du dafür keinen Beitrag zu zahlen.

Wieso wirst du denn nicht einfach als geringfügige Aushilfskraft eingestellt ? Das ist viel einfacher zu handhaben.

@DerHans

Arbeiten von zu Hause werden meist nur auf Honorarbasis bezahlt. Aus der Sicht des Auftraggebers für ihn sinnvoll. Klar, beser wäre es, wenn ich als Aushilfskraft eingestellt werde - geht aber nicht in diesem Fall. Ich bin somit selbständig und muss jedes Einkommen Finanzamt und Krankenversicherung melden. Krankenversicherung zahle ich schon für Rente und meine VBL.

Du hast die Möglichkeit, dieses Geld in die Jackentasche gesteckt zu bekommen und wenn du nichts unterschreibst, dann weiß auch niemand was davon. Das ist aber der unwahrscheinlichere Weg. Wahrscheinlich will der Geldgeber aber den Aufwand, den er dir zahlt, selbst von der Steuer absetzen. Deshalb verlangt er eine Empfangsquittung. In unserem Staat sind alle Einnahmen steuerpflichtig, ob man dann allerdings auch Steuern zu zahlen hat, hängt davon ab, wieviel man insgesamt "verdient" und ob man nicht eventuell unterhalb der Freigrenzen bleibt. Und im jährlichen Lohnsteuerjahresausgleich gibst du die Zusatzeinnahme an, ansonsten hast du keine Meldepflichten zu erfüllen.

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