Als Zeuge nach Anzeige wegen "unnützes Hin und Her fahren"?

5 Antworten

Hallo Legocheater,

aufgrund Deiner Ordnungswidrigkeitenanzeige hat der Betroffene, folgende schriftliche Verwarnung erhalten:

Tatbestandsnummer: 130112
Tatvorwurf: Sie belästigten Andere durch unnützes Hin- und Herfahren mit dem Fahrzeug innerhalb einer geschlossenen Ortschaft.
Ordnungswidrigkeit gem. § 30 Abs. 1, § 49 StVO; § 24 StVG; 118 BKat
Verwarnungsgeld: 20,00 €
Punkte: Nein
Fahrverbot: Nein
Eintrag als A oder B - Verstoß:

Gegen diese schriftliche Verwarnung / den Bußgeldbescheid hat der Betroffene Einspruch eingelegt und die Tat bestritten.

Nun klärt ein Gericht, ob der Tatvorwurf zutrifft oder eben nicht zutrifft.

Zur Beweiserhebung hält das Gericht Deine Aussage für wichtig und deshalb musst Du als Zeuge vor Gericht aussagen.

Dann wird sich zeigen, ob der Betroffene die 20,00 € plus Verfahrenskosten zahlen muss oder eben nicht.

Deine Kosten werden Dir vom Gericht erstattet. Nachteile wirst Du dadurch nicht haben, außer Du hast den Betroffenen wissentlich zu unrecht falsch verdächtigt (siehe § 164 StGB). In dem Fall würde gegen Dich ein Strafverfahren wegen falscher Verdächtigung nach der eben angeführten Rechtsgrundlage eingeleitet.

Schöne Grüße
TheGrow

Ich mag deinen Kommentar sehr. Vielen Dank für deine Mühe zur Beantwortung meiner Frage.

Das Leben muss schon traurig und trostlos sein, wenn man sich nicht mal selbst traut etwas Unnützes zu tun.

Macher sollte doch im Bett liegen bleiben, da alles andere wohl Unnütz ist.

Heißt dass, das der Angeklagte die Tat Abstritt 

Mit Sicherheit, zumal sich sein "SINN und NUTZEN" sich Dir gegenüber wohl erbricht.

Das Hin- und Herfahren wohl nicht, jedoch das Unnütze.

Woher ich das weiß:Hobby
Dazu wurde ich schon einmal vernommen und habe der Polizei Beweismaterial übergeben.

Da bin ich aber gespannt, wie man die Motivation eines Menschen mittels "Material" beweisen kann.

Damit hatte die Justiz noch nie ein Problem. Sie besitzt die Deutungshoheit.

das ist der normal Ablauf.

Du hast etwas behauptet, und der andere behauptet etwas anderes. Jetzt wird ein Gericht eure Glaubwürdigkeit testen

jetzt hast du die arschkarte --- das ist wieder so ein gummiparagraph. sobald man nen anwalt hat wird man damit nie verurteilt. denn der findet immer einen grund warum das hin-und-herfahren nicht unnütz war.

denn wirklich streng ausgelegt könnte man damit 50% aller fahrer anzeigen.

genau so ähnlich wie der gummiparagraph: du musst so fahren dass zu keiner zeit einer gefährdet wird.

denn ist das fahren zu einem zigarettenautomat nicht unnütz (man hätte ja vorher dran denken können und im geschäft gleich mitkaufen)

oder: müssen 100 arbeiter die in der selben stadt wohnen und wohl alle zu ungefähr der selben zeit zur selben firma fahren und wieder zurück alle mit dem eigene auto fahren oder könnten da nicht grüppchen fahrgemeinschaften bilden ?

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