Als Radfahrer angepöbelt von anderem Radfahrer!?

5 Antworten

Hallo, also erlebt habe ich dieselbe Situation nicht, jedoch schon sehr oft, sehr viele und sehr wütende Autofahrer und Radfahrer (und Füßgänger).
Ich selbst fahre auch in einer großen Stadt fast jeden Tag, und das ganze, von außen betrachtet, auch nicht ganz rücksichtsvoll. Und genau das ist der Punkt, bei dem ich dir helfen mag. Rücksicht.
Ich selbst schätze meine Fähigkeiten auf dem Rad sehr hoch ein, habe eine gute Aufmerksamkeit auf die Straße, auf die Menschen, auf den bewegenden Verkehr, achte auf Stellen wo man schlecht sehen kann, Kurven die man schlecht einsehen kann usw. Ich fahre sozusagen am Limit, dass es gerade noch so sicher genug ist, ich im Notfall wirklich heftig bremsen müsste und mich selbst hinschmeißen müsste um andere nicht zu gefährden.

Dann gibt es noch ganz viele andere Radfahrer, die eben nicht so viel Erfahrung haben, die nicht täglich fahren, die Radfahren sehr strickt und mit Vorsicht genießen, sich an Regeln halten, teilweise auch an falsche Regeln halten, und diese dann durchsetzen wollen (auch verbal mit einem "du Depp" (gemeint: ich bin im Recht aber habe zu wenig Zeit dir zu erklären wie sauer ich bin und dass du mich beinahe umgefahren hättest, also nur ein "du Depp)) usw.

Was ich damit sagen will: Jeder sieht jede Situation ein wenig anders, denkt an andere Dinge (der eine will zügig vorankommen und keinen Weg blockieren, die nette 70 Jährige Dame konzentriert sich eher auf das Gleichgewicht, Radtouren Fahrer schauen sich die Natur an, Straßen Rambos wollen einfach so schnell wie möglich von A nach B, usw) und daher habe ich für mich persönlich den Schluss gefasst, nicht mehr auf Kommentare von Beinahe-Unfallopfern zu hören, bzw mir diese zu Herzen zu nehmen, da es meist einer viel umfangreicheren Klärung bedarf und bestimmt beide nicht ganz recht haben.
Und dann hat er dich halt beleidigt, kann auch sein dass er telefoniert hat, kann sein dass er einen schlechten Tag hat, kann sein dass es einfach ungerechtfertigt war, aber deswegen viel Energie und Zeit aufwenden ist genau das, was die Deutschen sehr gerne machen, und ich mittlerweile nur noch belächele.

Soll heißen: Achte auf den Verkehr, toleriere andere Fahrtypen, stehe zu deinem Fahrstil und nimm Hinterhergerufe nicht als Urteil hin, sondern stempel es als blöden Kommentar ab. (Außer du hast wirklich Mist gebaut, aber anhand der Frage merkt man schon, dass du eher zu der Sorte "guter Mensch" gehörst)

Aber ich musste richtig stark abbremsen,

Dann solltest Du deine Geschwindigkeit im Vorfeld der Sichtweite und Gegebenheiten anpassen.

Ich nutze die Chance und will vorbeifahren mir kommt noch ein anderer Radfahrer entgegen und es ging noch gerade so gut aus.

Dann Überhole erst, wenn Du erkennst das dies gefahrlos geht.

Dieser blöde Opa den ich überholt habe, hat nicht mal seine Geschwindigkeit verringert nichts!

Von Schneckentempo noch langsamer werden ?

Desweiteren, warum sollte Opa seine Geschwindigkeit verringern ?

Nachher ruft er mir hinterher:  "Ey du Penner!"Sowas hab ich noch nicht erlebt und ist echt unverschämt.

Wahrscheinlich weil Du überholst obwohl durch den entgegenkommenden Radfahrer der Platz nicht wirklich ausreicht.

Pöbeleien sind inzwischen so verbreitet und zwar in jeder nur denkbaren Situation, dass es gar nichts bringt, sich darüber aufzuregen, das treibt nur den Blutdruck in die Höhe.

Ich befreie mich von dem unvermeidlichen Ärger, der mich dann befällt, indem ich ironisch antworte.

Pöbler: "Kannst Du Penner nicht rechts fahren?!"
Ich: "Es sind schon viel zu viele bei uns ganz rechts!"

Pöbler: "Du Arsch, kannst Du nicht die Augen aufsperren?!"
Ich: "Dann muss ich ja Leute wie Sie sehen!"

In jedem Fall gleicht die Freude über eine gut gelungene Replik den Ärger etwas aus.

Der war bestimmt erschrocken. Oder hat sich im Trupp stark gefühlt.

Du fährst den Weg täglich, weil es dein Heimweg ist. Du kennst dich aus, folglich bist du risikofreudiger. Schau voraus und rechne nicht mit Sachkunde fremder Radfahrer. Eher würde ich die vor lassen um Streß zu vermeiden.

Wenn ich mich über jeden "bekloppten" Autofahrer aufregen würde, der mir im Straßenverkehr begegnet, dann hätte ich schon dreimal einen Herzinfarkt bekommen.

Du kannst dich aufregen - verständlich, aber solltest es auch dabei belassen. Und du musst es auch mal aus Sicht der Anderen sehen: du überholst, dir kommt einer entgegen... ob der Rentner nun langsam fährt oder nicht: du hättest genauso freundlich vorher rufen können, man möge dir den Weg frei machen und genauso hättest du darauf achten müssen, dass von vorne nichts kommt...

Es ist wie immer im Straßenverkehr: man muss vorausschauend fahren. Und bei der unübersichtlichen Situation bist du es ja scheinbar nicht. Und "ey du Penner" ist doch eher harmlos ;-).

Ich weiß das das riskant war, aber das ist wie beim Autofahren, so Leute behindern einfach einen. Ich bin nicht für rasen, aber zügiges fahren. Und man muss auf einem Radweg damit rechnen!? Diese Gruppe hatte auch andere behindert, nicht nur mich.

Ich hätte klingeln können Ja, ich hab eine Mitschuld. Und muss man dann noch sowas hinterher rufen? Selbstreflexion ist bei manchen auch nicht die Stärke.

@Johanmiller
Selbstreflexion ist bei manchen auch nicht die Stärke.

Da hast du völlig recht. Aber solche Leute begegnen einem immer wieder und überall. Ich fahre auch zügig, vorausschauend und schimpfe manchmal wie ein Rohrsspatz im Auto (hört ja Keiner ;-))... Und nein, man muss nichts hinter her rufen. Aber vielleicht fühlte er sich in dem Moment auch völlig im Recht? Vergaß, dass er die Straße ja auch blockiert hat, weil man zu Zweit nebeneinander gefahren ist. Er sah nur einen Fahrradfahrer, der beinahe einen Unfall provoziert hat. Und manchmal lohnt es einfach auch nicht mit "Deppen" diskutieren zu wollen. Wärst du angehalten und hättest ihn angesprochen, dann wäre die Sache wahrscheinlich eskaliert. Er hätte seinen Fehler nicht zugegeben und die schuld nur dir gegeben. Manchmal muss man einfach nach dem Motto leben: er hat recht, ich meine Ruhe ;-).

@Johanmiller

Im Paragraph 1 StVO heisst es sinngemäß dass man auf den schwächsten Rücksicht zu nehmen hat.

Damit ist dazu eigentlich alles gesagt.

@echtefreiheit

Der Fußgänger ist der Schwächste.

@Johanmiller

na ja, in deinem Fall der entgegenkommende Radfahrer,. 3 gegen 1: ein bisschen unfair ;-).

@Johanmiller
Selbstreflexion ist bei manchen auch nicht die Stärke.

Amen.

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