Als psychisch Kranker ein Kind adoptieren?

5 Antworten

Ein Kind zu adoptieren wird nicht möglich sein, weil es so gut wie unmöglich ist, weil es kaum Kinder gibt, die zur Adoption frei gegeben werden. Ehepaare mit besten Voraussetzungen, Geld, Haus, .... , die auch bereit wären, ein behindertes Kind zu adoptieren, haben keine Chancen, weil es einfach keine Kinder gibt.

Warte erstmal ab bis du eine Partnerin evtl findest und dann gibt es noch ganz viele andere Möglichkeiten ein Kind zu bekommen usw... Viel Erfolg noch(:

Es tut mir leid, wenn ich Dich enttaeuschen muss, aber deine Chance, ein Kind adoptieren zu duerfen, gehen gegen Null.

Du hast sehr viele Probleme und viele meinen auch, wenn sie ein Kind haetten, das sie lieben koennen und von dem sie geliebt werden, dann wird vieles leichter im Leben. Das ist allerdings ein Irrglaube, denn das reicht nicht, Kinder machen auch viele Probleme und Kinder muessen erzogen und auf den richtigen Weg gebracht werden. Liebe allein genuegt da nicht. Und sie brauchen oft Aufmerksamkeit in einer Zeit, wo wir uns absolut nicht dazu in der Lage sehen und trotzdem muessen wir dann als Erwachsene unsere Beduerfnisse hinten an stellen und das richtige fuer das Kind tun. Deine Friede-Freude-Eierkuchenwelt existiert nicht und mit Kindern schon gar nicht. Kinder kommen als pure Egoisten auf die Welt und die ersten wichtigen Worte sind "ich will". Da muss man sehr willenstark und konsequent sein und vieles aushalten koennen.

Ich will dir hier Kinder auch nicht schlecht reden, ich liebe Kinder und fuer mich waere ein Leben ohne Kinder auch undenkbar, daher kann ich dich gut verstehen. Aber ich weiss auch, dass man zur Erziehung Stabilitaet braucht und emotional gefestigt sein muss.

Zu der Adoptionssache:

Das gibt es in Deutschland 2 Wege.

Fuer ein in Deutschland geborenes Kind geht man zum Jugendamt und beantragt eine Adoption. Dafuer sollte man schon ein bereits etwas laenger verheirates Paar , das finanziell abgesichert ist und die Beziehung sollte auf sicheren Fuessen stehen. Nicht zu alt und nicht zu jung. Und das wird alles geprueft. Die Reife, die Gesundheit, die Finanzen usw. Es werden Hausbesuche gemacht. Erst danach mit sehr viel Glueck und wenn alles stimmt, kommt man auf die Warteliste und diese ist sehr lang. Mit viel Glueck klappt es dann in einigen Jahren mit der Adoption.

Du kaemst da nie und nimmer ohne Partner und ohne sicheren Arbeitsplatz auf die Liste. Es gibt viel mehr Eltern als Kinder dafuer in Frage kaemen.

Es gibt auch noch die Moeglichkeit, ein Pflegekind aufzunehmen. Da sind die Bedingungen etwas lockerer, es gibt aber zwei Sachen zu bedenken. Diese Kinder sind oft emotional schwer gestoert durch fruehkindliche Erlebnisse und brauchen einen etwas strengeren und konsequenteren Umgang, aber auch viel Liebe und Verstaendnis (wenn sie dir vielleicht gerade mal die halbe Wohnung zerstoeren) und sie koennen dir jederzeit wieder weggenommen werden, nicht nur, weil sie schlecht aufgehoben sind, sondern vor allem, weil die leiblichen Eltern sie vielleicht wieder haben wollen. Und es ist verdammt schmerzhaft ein Kind, das man liebt, zu jemanden zu geben, wo man weiss, dass es ihm wahrscheinlich nicht so gut geht.

Es ist nicht so, dass es diese Kinder irgendwo in Huelle und Fuelle gibt, entweder es adoptiert sie jemand oder sie bleiben sich selbst ueberlassen, quasi so als Ausverkauf, jeder der jemanden aufnimmt ist besser als nichts. Nur wenige Kinder werden zur Adoption frei gegeben. Klar, es gibt viele Kinder, denen es nicht gut geht zu Hause. Aber man kann sie nicht einfach den leiblichen Eltern weggenehmen, weil dies eben die leiblichen Eltern sind und Kinder lieben auch ihre Eltern, egal wie schlecht es ihnen damit geht und jede Wegnahme schadet auch.

Eine weitere Moeglichkeit waere eine legale Auslandsadoption, hier sind auch die Huerden etwas niedriger, was die Voraussetzungen anbelangt, aber auch da gibt es Wartezeiten und ausserdem bringt das ganze hohe Kosten mit sich, Antraege, Reisen (man muss die Kinder erst kennen lernen vor Ort), das koennen sich nur wenige leisten.

Es ist daher sinnvoller fuer dich, zu versuchen, deine Krankheiten und dein Leben besser in den Griff zu kriegen, vielleicht auch ueber Selbsthilfegruppen und Leuten mit aehnlichen Problemen. Vielleicht findest du ja sogar einen passenden Partner und es klappt mit eigenen Kindern irgendwann.

Vielleicht koenntest du ja ehrenamtlich was mit Kindern machen, wenn dir das moeglich ist, Hausaufgabenbetreuung in sozialen Brennpunkten mit Mittagessen waere eine gute Idee, die brauchen immer helfende Haende, informiere dich bei gemeinnuetzigen und kirchlichen Organisationen. Es gibt auch so "grosse Bruder" Dienste, wo man mit einem Kind sozusagen als grosser Bruder mal was unternehmen kann.

Selbst für völlig gesunde Menschen ist es schwer ein Kind zu adoptieren. Ich will dir deine Illusionen nicht rauben, aber das sieht ganz schlecht aus.

genau das dachte ich auch, ist auch richtig so.

Nein, das ist keine gute Idee von dir. Du wirst auch keines adoptieren dürfen. Engagiere dich für Kinder, die schon auf der Welt sind.

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