Als Geschädigter "Fahrerflucht" begangen?

5 Antworten

Sofern du an dem Unfall nicht schuld bist, also Anspruch auf Schadensersatz hast würde ich nein sagen. In § 142 (1) Nr.1 StGB geht es darum die Feststellung der Unfallbeteiligung zugunsten anderer zu ermöglichen. Wenn du aber Unschuldig bist (auch keine Teilschuld) und somit Anspruch auf Schadensersatz hast ist die Feststellung des Unfalls nur zu Ungunsten anderer und fällt m.E somit nicht unter Unfallflucht.

Auch wenn es ein Jahrzehnt her ist.... Jeder beteiligte eines Unfalls begeht wenn er den Unfallort unerlaubt verlässt Fahrerflucht

Laut gesetzt gibt es keine Fahrerflucht sonder nur unerlaubte entfernen vom Unfallort

Wenn Du den anderen Fahrer nicht gefragt hast - so verstehe ich das jedenfalls - kannst Du auch nicht wissen, was er von Dir wollte. Offenbar bist Du ja jetzt zuhause und "verdaust" die Sache. Ich glaube nicht, daß Du unfallflüchtig warst, es könnte aber sein, daß die Polizei davon ausgeht, daß es so ist. Ich würde die nächste Polizeidienststelle anrufen und schildern, was Dir passiert ist. In der Regel reagieren die dann moderat, wenn man das so darstellt, wie Du das erlebt hast. Gruß, q.

ich würde vorsichtshalber zur polizei gehen und den sachgehalt klären. sei froh das es nur ein spiegel war.

Geh am Besten zur Polizei und schildere den Fall. Wenn Du es meldest, bevor es von Deinem "Unfallgegner" gemeldet wird, hast Du die bessere Ausgangslage.

Nach Fahrerflucht Anzeige fallen lassen bzw. nicht aussagen und den Schaden privat klären?

Ich hatte vor ca 1 Monat einen Autounfall, bei dem mein Wagen von einem anderen Wagen gerammt wurde. Dieser fuhr dann ganz normal weiter und reagierte nicht auf meine Zeichen stehenzubleiben. Die Verfolgung endete nach ca 1,5 Stunden, als ein Polizeiauto zur Hilfe kam. Der Fahrer sagte, er habe nichts vom Unfall mitbekommen, um sich später zu verteidigen sagte er, dass ich ihn angefahren habe, was völlig absurd ist. Naja, jetzt habe ich einen Brief von der Polizei erhalten, in dem ich die Chance erhalte als Zeuge gegen den Fahrer auszusagen. Es wird gegen ihn wegen Fahrerflucht ermittelt. Der Schaden an meinem Auto ist kein großer (habe sowieso ein älteres Auto). Ich war noch nicht beim Gutachter aber mein Vater meinte es würden 100-500 Euro für mich rausspringen. Der Fahrer ist auf seinen Führerschein angewiesen, da er als Lieferant einer Bäckerei tätig ist. Ich möchte nicht schuld daran sein, dass er seinen Job verliert (ich habe gelesen, dass man für Fahrerflucht 3-6 Monate Fahrverbot bekommt) und wegen den paar 100 Euros möchte ich nicht, dass ein anderer seinen Job verliert und im schlimmsten Fall nicht mehr seine Familie ernähren kann. Ich habe mich dazu entschieden, nicht auszusagen bei der Polizei bzw. zu sagen, ich hätte es privat mit ihm geklärt und er habe mir versichert, dass er nichts vom Unfall mitbekommen habe, damit er der Strafe entgeht (ich bin der einzige Zeuge in dem Fall) Kann ich es mit seiner Versicherung klären, ohne dass die Polizei weiter ermittelt? Also dass die Polizei das Verfahren gegen ihn einstellt, ich aber trotzdem das Geld für den Schaden erhalte?

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