Als Angestellter ein Kleingewerbe gründen?

11 Antworten

Hallo

Ein Gewerbe (egal wie hoch der Umsatz ist) muss angemeldet werden. Einfach so in der Steuererklärung die Einkünfte erklären (siehe nicht korrekten Kommentar von Hardware02) könnte mindestens ein leichtfertige Steuerverkürzung darstellen (kleine Schwester der Steuerhinterziehung). Wenn die Einnahmen z.B. dem Gewinn entsprächen, wären 17.500 Einkünfte unterjährig nicht versteuert. Da wär aber ein großes Hurra beim Finanzamt.

Steuern auf ein Gewerbe zahlt man nicht hinterher (siehe nicht korrekten Kommentar hardware02). Es müssen, wenn bestimmte Grenzen überschritten sind vierteljährliche Einkommensteuer-Vorauszahlungen entrichtet werden.

Ergo:

Unternehmen bei der Stadt und beim Finanzamt anmelden

Mit dem Arbeitgeber sprechen und schriftliche Genehmigung einholen

Mit der Krankenkasse die Situation besprechen

Bei Unsicherheiten eine/n Steuerberater/in befragen.

Gruß Ana

und viel Erfolg

Wenn dein Arbeitgeber nichts dagegen hat, darfst du.

Wenn die Einnahmen EUR 17.500 pro Jahr nicht übersteigen, hast du gar kein Problem. Wenn es einmal mehr wird, musst du dich noch einmal informieren.

Ja, selbstverständlich musst du die Einnahmen versteuern! Du gibst das einfach in der Steuererklärung zusätzlich mit an. Du zahlst die Steuern auf das Nebengewerbe hinterher, also erst nach Abgabe der Steuererklärung. Das Geld dafür sollte dann auch vorhanden sein - leg es also irgendwie zurück oder plane es ein.

Welches Problem (mit wem, von wem, an wen) sollte Auftreten wenn 17.500 überschritten werden?

Dein dritter Absatz könnte für den Fragenden gefährlich werden, Sorry, das ist nicht ausgegoren deine Bemerkungen.

Wenn es einmal mehr wird, musst du dich noch einmal informieren.

Dann unterliegt er bei der Umsatzsteuer der Regelbesteuerung - wo ist da ein Problem?

  1. Kleingewerbe gibt es nicht.
  2. Gewerbe als Kleinunternehmer (das ist ein Begriff aus der Umsatzsteuer) wäre möglich.
  3. Ob Kleinunternehmen, oder Regelbesteuerer kommt drauf an, wer Deine Kunden sind (Privatleute, oder Unternehmer).
  4. Ob Du ein Gewerbe als Nebenerwerb betreiben darfst, kommt drauf an. Wenn DU in Konkurrenz zu Deinem Arbeitgeber wärst, dürfte der es verbieten.
  5. Deinem Arbeitgeber musst Du es auf jeden Fall sagen.
  6. Einkommensteuer musst Du auf den Gewinn zahlen, wenn Du Gewinn machst. Der Gewinn geht über die Anlage "G" in die Einkommensteuererklärung.

Es gibt sehr wohl Kleingewerbe, oder besser gesagt Kleinunternehmer.

@Hardware02

Genau das hatte ich geschrieben.

Gewerbe als Kleinunternehmer (das ist ein Begriff aus der Umsatzsteuer) wäre möglich.
@Hardware02

Es gibt KEIN Kleingewerbe. Das kennt das Gewerberecht nicht.

Das was ihr meint ist die Kleinunternehmerreglung nach § 1UstG und das betrifft die Umsatzsteuer und hat mit der Anmeldung und oder der Art des Gewerbes nichts zu tun. Das sind 2 paar verschiedene Schuhe.

@PatrickLassan

Oh ein oderschlauer. haste das gleich bemerkt?

Der Umsatz ist erst mal egal und Steuern mußt du selbstverständlich zahlen.

Was aber sehr wichtig ist dein AG muß zustimmen das Du das machst. Dann ist es wichtig das Du in Deiner selbstständigen im wesendlichen, also der Durchschnitt des Jahres, weniger verdienst als in deinem Beruf. 50 % ist da die Grenze die Du verdienen darfst. Nur dann sind ja die anderen Sozialabgaben auch fällig. Frag da deine Krankenkasse, die Rentenkasse etc.

Was aber sehr wichtig ist dein AG muß zustimmen das Du das machst.

Nein muss er nicht, bzw. er kann es nicht verbieten, wenn keine schwewiegenden betrieblichen Interessen dagegen sprechen.

Z.B. herrscht Konkurrenzverbot.

Den zweiten Teil deiner Antwort verstehe ich nicht so ganz. Ich denke du meinst das richtige aber es kommt nicht klar rüber.

Ob die Nebentätigkeit versicherungspflichtig in der GRV ist, hängt von ihrer Natur ab (§ 2 SGB VI). Für die Krankenkasse gilt der Status und der ist abhängig von dem was zeitlich und finanziell den Mittelpunkt des Erwerbslebens bildet.

@kevin1905

-->Nein muss er nicht, bzw. er kann es nicht verbieten.

Klar verbieten kann er es nicht. Ich frage mich nur, warum in jeden Arbeitsvertrag den ich hatte so was wie, muss einer Nebentätigkeit zustimmen, steht. Der AG ist zwar für Deine Gesundheit zuständig, aber ...

Kann schon sein das ich mich nicht klar ausgedrückt habe im 2. Teil. Nur ist es nicht so einfach wie man es sich vorstellt nebenher was zu machen.

Hallo,

entschuldige, aber das ist falsch

>Das was du wohl meinst ist die Kleinunternehmerreglung nach § 19 UstG und das ist >eine steuerliche Angelegenheit und betrifft auch nur die Umsatz (Mehrwert) Steuer.

>Das bedeutet, dass du bis zu einem Jahresumsatz von 17.500€ von der >Umsatzsteuer (MwST) rückgestellt bist.

Diese Regelung ist gerade für Kleinbetriebe wichtig, weil man zwar keine UstG gesondert ausweisen kann , dafür muß man aber auf der anderen Seite auch nicht jeden Monat im Voraus schon die UstG ermitteln und an das Finanzamt überweisen.

Deswegen ist das:

>deshalb ist es entscheident ob deine KUnden überwiegend private oder >Geschäftskunden sind

auch irrelevant.

Auf den Rechnungen shcreibt man immer "Kleinunternehmerr nach § 19 UstG" und weist alle Beträge BRUTTO aus.

Es ist schon ein Unterschied ob mir jemand eine Rechnung über 119,- € stellt oder über 100,- € zzgl. USt. 19%.

Der KU, der mir eine 119,- € Rechnung stellt ist für mich 19% teurer als der RU der mir 100,- € netto zzgl. USt. 19% berechnet, da ich mir keine 19,- € USt. erstatten/verrechnen lassen kann.

Ganz besonders in der Gründungsphase wo man Liquidität braucht und die Ausgaben oft die Einnahmen übersteigen kann es total nützlich sein, wenn man die USt. vom Finanzamt zurück erhält.

Das ist ein Thema, das sollte jeder Neugründer mit seinem Steuerberater erörtern und sich für ihn individuell Vor- und Nachteile aufzeigen lassen.

Olafaus NRW, mit deiner Aussage liegst du aber völlig daneben.

Du hast "echt Ahnung"! Sch.. die Wand an! In der Schule gut aufgepasst und viel dazugelernt!

Ganz ehrlich: Wer keine Ahnung hat, sollte einfach mal die ... halten!!!

"dafür muß man aber auf der anderen Seite auch nicht jeden Monat im Voraus schon die UstG ermitteln" - UStG ist die Abkürzung für Umsatzsteuergesetz. Wie ermittelt man den ein Gesetz? Und das monatlich?

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