All inklusive Arbeitsvertrag ohne Angabe der Inklusivstunden rechtens?

2 Antworten

Es entspricht allgemeiner und höchstrichterlicher Rechtsprechung, dass solche Klauseln nichtig sind (jedenfalls bei einem Arbeitsvertrag mit einem "gewöhnlichen" Arbeitnehmer), das sie den Arbeitnehmer unangemessen benachteiligen.

Klauseln zur pauschalen Abgeltung von Überstunden müssen "bestimmt" sein, das heißt der Umfang der pauschal abzugeltenden Stunden muss zwingend benannt werden und die Anzahl der Stunden muss in einem angemessenen Verhältnis zur "normalen" Arbeitszeit stehen.

Die Klausel in Deinem Arbietsvertrag ist - wie gesagt - nichtig/unwirksam und hat zur Folge, dass der Arbeitgeber jeden Überstunde (angeordnet oder geduldet) bezahlen muss!

Selbst bei einer korrekt formulierten Klausel (also mit aAngabe einer angemessenen Anzahl von Überstunden) bedeutet das nicht, dass der betroffenen Arbeitnehmer solche Überstunden auch grundsätzlich leisten muss: Auch für ihn gilt, dass er nur dann zu Überstunden verpflichtet werden kann, wenn es eine Notwendigkeit dazu gibt - alleine das "Wollen" des Arbeitgebers reicht dafür nicht aus!

http://www.zeit.de/karriere/beruf/2012-08/arbeitsrecht-uberstunden-gehalt

Ansonsten: Wenn du damit nicht einverstanden bist, bitte um Nachbesserung oder unterschreibe nicht.

Die arbeitsrechtlichen Regelungen müssen natürlich eingehalten werden.

Korrektur: Die arbeitszeitrechtlichen Regelungen müssen eingehalten werden.

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