Alk am Steuer Wiederholungsdelikt. Was erwartet mich?

5 Antworten

Du wirst 3 Punkte bekommen, MPU musst du auf jeden Fall machen, du bekommst auch auf jeden Fall ein Fahrverbot und musst ordentlich Bußgeld zahlen. Bitte trink ab jetzt entweder nichts mehr, oder setz dich nicht ans Steuer, aber du hast es ja schon eingesehen :)

Hallo, das wird ganz schwer.....klar,wirst Du als Wiederholungstäter gelten.Um eine MPU wirst Du auch nicht herumkommen...deshalb ist es vielleicht besser,die Flucht nach vorne anzutreten.Ich hatte das gleiche Problem....beim 2.Mal bin ich zu einer Suchtberatungsstelle gegangen und habe mich dort beraten lassen.Eine Selbsthilfegruppe habe ich mir auch gesucht.Nach und nach habe ich erkannt ,daß ich ein dickes Alkoholproblem habe und bin erst zur Entgiftung und anschließend zur stationären Therapie gegangen. 1Jahr nach der Therapie habe ich dann den FS neu beantragt.Beim Gespräch mit der Psychologin vom TÜV war ich ebenfalls offen und ehrlich und das und die dokumentierten Nachweise (Therapie usw.)haben die Psychologin letztendlich überzeugt.War ein hartes Stück Arbeit, aber es hat für eine Wiedererteilung des FS gereicht.Heute bin ich 15 Jahre trocken und es geht mir gut. Ich möchte Dich mit meiner Schilderung zum Nachdenken anregen und hoffe,daß es mir gelungen ist.... MfG

Um es vorweg zu schicken: Ich habe keine einschlägige Erfahrung. Aber:

  1. Ja, die Blutalkoholkonzentration kann etwas niedriger sein.
  2. Ja, Mit einer erneuten MPU musst du rechnen.
  3. Das wird schwer, weil du selbst bewiesen hast, dass du eine tickende Zeitbombe bist (sorry für diese Formulierung). Du hast eine hohe Rückfallwahrscheinlichkeit, und damit wird keine Lizenz mehr erteilt.

OMG !!! Mir ist gerade zum k.t..en zumute !!! kann mein Feeling gerade nicht in Worte Fassen !!! Ich werde mich ab Montag sofort darum kümmern meine Abstinenz nachzuweisen und freiwillig eine Alkoholtherapie in Anspruch nehmen. Habt ihr ausserdem irgendwelche Tipps was ich im laufe des Urteils noch tun kann ??

Frage 1: Kann ich evtl davon ausgehen das der Blutalkohol Test evtl. unter 1,1 Promille ist ?

Ist möglich, aber nur für den strafrechtlichen / ordnungsrechtlichen Verlauf wichtig.

Bis 1,1‰ ist es "nur" eine Ordnungswidrigkeit, die mit Bußgeld, Punkten und Fahrverbot geandet wird.

Ab 1,1‰ teilt dir dann der Richter die Strafe mit.

Frage 2: Muss ich mit einer MPU als Wiederholungstäter rechnen ? Obwohl meine erste Tat schon 8 Jahre her ist und vor allem ich diesmal keine 1,6 Promille im Blut hatte ??

Ja. Als Wiederholungstäter wird bei jedem Alkoholdelikt eine MPU angeordnet.

Frage 3 : Wenn eine MPU ansteht habe ich da überhaupt Chancen glimpflich aus dieser Situation zu kommen und am enden Positiv bestehen ??

Wird als Wiederholungstätersehr schwer für dich.

Du musst Dir erst mal darüber klar werden, daß Du offensichtlich nicht in der Lage bist, Alkohol kontrolliert zu konsumieren. Eine positive MPU ist nur mit kompletter Abstinenz möglich! Als Abstinenznachweise werden nur EtG-Screenings (entweder Urin- oder Haarprobe) anerkannt.

Und das bedeutet nicht "Kein Alkohol bis zur MPU und dann fröhlich weitersaufen", sondern Du musst dem Gutachter glaubhaft machen, daß Du bis zum Ende deines Lebens keinen Tropfen Alkohol mehr trinkst!

Außerdem würde ich dir eine verkehrspsychologische Beratung als Gesprächsvorbereitung empfehlen.

1.6 Promille und drogeneinfluss im Straßenverkehr ist aber schon echt heftig. Bei 1.2 promille musst du auf jedenfall noch ein mpu machen

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