ALG 2 Rückforderung, Bescheid aufgehoben, neuer Bescheid

5 Antworten

Erst einmal steht dir natürlich eine nachvollziehbare Aufrechnung zu. Das klärst du aber besser persönlich mit dem Sachbearbeiter. Der Griff zum Telefon ist da einfach zu bequem. Diesen Bescheid kannst du dann bei einer Beratungsstelle (z.B. Diakonie oder Caritas) überprüfen lassen

Sollte der Bescheid korrekt sein, gibt es natürlich keinen Behördenirrtum zu deinen Gunsten. So was gibt es nur beim Monopoly.

du hast doch einen bescheid bekommen und du wirst ja sicher ungefähr wissen das du zuviel bekommen hast. dementsprechend weißt du auch, dass du zurückzahlen sollst und ca. in welcher höhe. du kannst gegen den rückforderungsbescheid in überprüfung gehen. die frage ist ob es dir was bringt. du hast noch immer die möglichkeit um ratenzahlung zu bitten und ein schriftstück aufzustellen indem du um überrpüfung des des bescheides xy aufforderst oder bittest.

Wenn die Forderung gerechtfertigt ist,dann wirst du auch zahlen müssen,auch wenn der erste Rückforderungsbescheid fehlerhaft war,du hast ja einen neuen Abänderungsbescheid über die 851 € bekommen und eine telefonische Fehlauskunft erhalten !

Es käme dann ggf. auch darauf an,warum dieser Betrag zurück gefordert wird oder wurde.

Ich habe auch eine Nachforderung vom JC. Habe denen geschrieben, das ich das in einem Betrag begleichen werde. Nach diesem Schreiben tat sich nichts mehr. Das ist jetzt 6 Monate her. Die (gerechtfertigte) Nachforderung ist von Oktober 2014. Werden die Sachen nur noch ein mal im Jahr bearbeitet? Schön wär´s wenn sie es vergessen haben ;)

@Heliumballon123

Wenn sie dich einmal am Haken haben,dann kannst du dir sicher sein,dass dann irgendwann ein Schreiben mit einem vorgedruckten Überweisungsschein kommt !

Das wird sicher nicht nur einmal pro Jahr bearbeitet,die sind ganz einfach überlastet.

Zu den normalen Rückforderungen wegen zu unrecht bezogenen Leistungen,wie es so schön heißt,wenn man z.B. eine Beschäftigung aufgenommen hat und weiterhin erst mal Leistungen bezogen hat,kommen dann auch noch die,bei denen keine Verrechnung mehr vorgenommen werden kann.

Das ist der Fall,wenn man z.B. eine Gutschrift aus einer Jahresendabrechnung bekommt,die sich auf die KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung bezieht.

Eine Verrechnung ist nur im Folgemonat nach dem Eingang der Gutschrift auf dem Konto möglich ( das ist zumindest bei uns hier so ) und wenn diese dann angenommen am Monatsende eingeht,dann kann nicht mehr verrechnet werden,weil die laufenden Leistungen für den Folgemonat schon angewiesen wurden und dann kommt eine Zahlungsaufforderung.

So ist es mir ergangen,dass ganze hat sich auch so in etwa über diesen Zeitraum hingezogen.

@Heliumballon123

@Heliumballon123, wenn noch was kommt, lass die Sache vom DSD überprüfen.

(Siehe dazu meine Antwort hier. - Aus technischen Gründen ist es hier nicht ratsam, unter einer Frage mehrmals denselben link reinzugeben.)

Wenn der Betrag auf 452 Euro lautete, dann ist er bindend. Mahngebühren können anfallen, aber nicht in dieser Höhe.

Deshalb in Widerspruch gehen.

vom 20.1. bis dato ist der widersrpuch ist verfristet.

Lass die Sache unbedingt vom Deutschen Schutzbund gegen Diskriminierung e.V. (DSD) überprüfen. - Dort wird angeboten, Hartz IV-Bescheide zu überprüfen. Klick Dich da mal rein.

Prüfen Sie kostenlos Ihre Möglichkeiten!

http://mehr-hartz4.net/index.php?id=452

Fast vergessen: Achte unbedingt auf die Widerspruchsfrist, die im Bescheid angegeben ist. Notfalls lege ihn erstmal ohne Begründung ein:

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Absender, Datum, Anschrift

Aktenzeichen

gegen den Bescheid vom ... lege ich hiermit

W i d e r s p r u c h

ein. Begründung folgt.

Hochachtungsvoll

Vorsorglich diese Hinweise von mir:

Umgang mit Sozialbehörden

Mit dem Amt nichts telefonisch klären (das kann man später nie beweisen). Alles schriftlich machen. Am besten Schreiben, Belege und Anträge persönlich abgeben. - Den Erhalt des Schreibens lässt man sich auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel, Datum und Unterschrift bestätigen. (Dies verlangt man mit ruhigem, freundlichem Ton und reicht das Schreiben rüber, „und hier brauche ich noch Stempel mit Datum und Unterschrift“).

Wenn man nur etwas abgeben will, dann wie üblich ein Schreiben aufsetzen, in dem erklärt wird, was "als Anlage" überreicht wird. - Wiederum dieses Anschreiben auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel und Unterschrift bestätigen lassen.

Diese Bestätigungen sind Gold wert, sie sind mehr wert als ein Einschreibebeleg (mit dem ja nur der Eingang eines Umschlags bestätigt wird).

Mit einer solchen Bestätigung kann von Seiten der Behörde nicht behauptet werden, Schreiben und Belege seien nicht eingegangen. Und wenn doch, eine Fotokopie von deren Bestätigung vorlegen (das Original unbedingt wie eine Kostbarkeit hüten). - Nicht (oder angeblich nicht) abgegebene Unterlagen kann als Verstoß gegen die Mitwirkungspflicht gedeutet werden, was zu Sanktionen führen kann = Kürzung von Geld. - Und: Werden so die Unterlagen / Belege abgegeben, wird erfahrungsgemäß allgemein die Sache zügiger bearbeitet.

Falls Du meinst, ich würde übertreiben, google mit jobcenter unterlagen verloren.

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Im Gespräch mit den Mitarbeitern immer korrekt und konzentriert sein. Wenn die Mitarbeiter freundlich und zugewandt sind: Auch Infos im Vertrauen landen in der Akte und können später gegen den „Kunden“ (wie es vollmundig bei Sozialbehörden heißt) verwendet werden.

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Oft ist es ratsam, zum Amt einen Beistand als Begleitung mitzunehmen. Dieser muss nur zuhören und kann dabei Protokoll führen, oder hinterher macht man gemeinsam ein Erinnerungsprotokoll. Der Beistand kann aber auch für Dich Erklärungen abgeben, dazu § 13, Absatz 4 SGB X (google mit 13 sgb 10):

  • (4) Ein Beteiligter kann zu Verhandlungen und Besprechungen mit einem Beistand erscheinen. Das von dem Beistand Vorgetragene gilt als von dem Beteiligten vorgebracht, soweit dieser nicht unverzüglich widerspricht.

Für einen ehrenamtliche Behördenbegleiter = Beistand google jeweils mit Deinem Wohnort (oder dem nächstgrößeren, wenn Deiner klein ist) mit

Ämterlotsen

Behördenlotsen

Behördenbegleiter

Hartz IV Mitläufer

Hartz IV Gegenwind e.V.

Wir gehen mit org

Diese Ämterbegleiter sind wertvolle Hilfen und notfalls auch Zeugen, und (die meisten? alle?) haben für diesen ehrenamtlichen Dienst eine kleine Ausbildung genossen und kennen sich bestenfalls mit den Gesetzen aus. (Sag beim Amt niemals, Du hättest einen Zeugen dabei! Zeugen dürfen des Raumes verwiesen werden - Beistände dagegen nicht, auf die hast Du ein Recht.)

Lebst Du in einer Bedarfsgemeinschaft (oder Haushaltsgemeinschaft): Andere Mitglieder solch einer Gemeinschaft können für Dich kein Beistand sein, denn sie sind nicht neutral, sondern automatisch selbst Betroffene.

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Und google mit

legitimation eines beistands pdf

und lade Dir die Datei vom elo-forum runter. Darin erfährst Du die gesetzliche Grundlage für Beistände und dass jeder Bürger ein Recht darauf hat, sich bei Behördengängen von einem Beistand begleiten zu lassen.

Auch erfährst Du so, dass wenn Dein Beistand für Dich etwas sagt, und Du widersprichst nicht, gilt es so, als hättest Du selbst es gesagt.

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