Aktienrückkauf durch eine AG: Welche Konsequenzen hat das?

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Aktienrückkauf bedeutet, dass die AG wieder Eigentümer am Eigenkapital wird.

Du weißt ja sicher, dass der Gang zur Börse den Zweck hat das Eigenkapital zu erhöhen (Aktien sind Anteile am Eigenkapital). Somit sind die Aktionäre Anteilseigner des Unternehmens. Wenn die AG nun beschließt Aktien vom Markt zu nehmen, also einen Aktienrückkauf durchzuführen, wird sie selbst wieder zum Eigentümer. Ein Vorteil davon ist, dass die Stimmrechte, die eigentlich zu einer Aktie (mit Ausnahme von Vorzugsaktien) dazu gehören, wieder an das Unternehmen selbst zurück gehen.

Bedeutet dies - zumindest theoretisch -, dass eine AG (also ihr Vorstand) durch Aktienrückkauf missliebige Großaktionäre (solche, die z.B. die Pläne des Vorstands nicht für gut halten) im Aufsichtsrat überstimmen könnten?

@stefanpl

Ich muss der ersten Antwort hier leider widersprechen, die ist leider völlig falsch. Die AG wir nicht Eigentümer von sich selbst. Die Aktien werden eingezogen und vernichtet. Die Stimmrechte gehen nicht an das Unternehmen zurück.

Eine AG kann nicht sich selbst gehören. Der Aktienrückkauf einer AG hat nicht den Sinn, die Stimmrechte wieder zurück zu bekommen.

Ein Aktienrückkauf wird manchmal dazu benutzt, eigene Aktien zu erwerben, um sie an Mitarbeiter auszugeben, da das manchmal teil von Bonusprogrammen von Firme ist. In den allermeisten Fällen werden diese Aktien aber hinterher vernichtet. Der Sinn dieser ganzen Aktion ist es, durch den Rückkauf überschüssiges Kapital an die Aktionäre auszuschütten. Das ist letztenendes die Umkehrung einer Kapitalerhöhung oder eines Börsenganges.

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