Aktiendepot mit wenig Kapital lohnenswert?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Die 5,- € gelten ja pro Trade. In der Regel kauft man ja nicht eine Aktie, sondern 100, 200, 500 oder noch mehr auf einmal. Insofern relativiert sich das ja wieder!

Aber mit 500,- € kann man nicht gerade viel anstellen. Allerdings ist die Infineon-Aktie mit momentan 6,- € für Dich erschwinglich. Und ich denke mal, wenn der Index wieder etwas steigt hat die auch Potenzial bis 8,- oder 9,- Euro.

Oder Du investierst in sogenannte Pennystocks, das sind Aktien, die kosten nur wenige Cents das Stück! Allerdings ist das Risiko weitaus größer als mit DAX-Werten.

DANKE!!!

Wsa bitte ist das für eine Unsinnige Antwort? Penny-Stocks, wenn jemand gerade einmal überlegt mit 500€ ein zu steigen? Hallo??? Ich meine mit 500€ an der Bösrse zu handeln ist nicht wirklich sinnvoll, aber hat deswegen jemand eine so unsinnige Anwort verdient?

O.K. ganz unsinnig ist deine Antwort ja nicht, denn die Idee mit Indineon ist ja ganz seriös und auch nicht ganz schlecht, aber Penny-Stocks? Ich bitte dich...

@GePeterF

Ganz Deiner Meinung. Investiere lieber in ein paar DAX Werte. Auch mit wenig Kapital kann man einsteigen. Du könntest z.b. 10 Daimler und 10 Deutsche Post investieren. Dann kommste mit Deinen 500 aus. Beide Aktien bringen auch Dividenden ein, falls der Kurs nicht ganz so läuft wie gewünscht. Pennystocks... finger weg.

Also mit einem Börsenkapital von gerade einmal 500€ wird es schwierig, nach Kosten eine Positive Rendite hin zu bekommen. Eine Streuung wird fast schon unmöglich...

Du solltest vielleicht eher einfach erst einmal damit beginnen, so genannte Paper-Trades zu machen und damit zu üben. Das heißt, Du handelst nur auf dem "Papier" Dafür kannst Du auch Demo-Accounts eröffnen, bei denen Du nur mit virtuellem Geld handelst. Diese Demo-Accounts sind eigentlich dafür gedacht, dass Du dich mit dem Anbieter vertraut machen kannst und siehst, was sein Angebot alles umfasst und wie Du damit klar kommst...

500€ als Börsenkapital... Und dann auch noch diversifizieren... Lass mich dir einmal an einem Beispiel zeigen, dass das keinen Sinn macht:

Das wichtigste an der Börse ist ein gutes Money-Managemengt - Regel Nummer 1: verliere kein Geld!!! Wie macht man das? Nun, ganz einfach:

Wenn Du an der Börse 50% verlierst, musst Du wieder 100% gewinnen um auf 0 zu kommen. Wenn Du 10% verlierst, reichen 11% Gewinn um den Verlust wieder aus zu gleichen. Wenn Du diversifizierst und 10 verschiedene Wertpapiere kaufst, dann musst Du die Positionsgrößen und die Stops so wählen, dass Du maximal 10% verlierst, wenn ALLE Positionen ausgestoppt werden. Das heißt, mit jedem Wertpapier darfst Du Maximal 1% deines gesamten Börsenkapitals verlieren. Davon wird dann die Positionsgröße abhängig gemacht. Bei 500€ wäre also der maximal zulässige Verlust gerade einmal 5€

Jetzt nehmen wir einmal an, Du willst die Telekom kaufen, die liegt gerade etwa bei 8,93€ ein Stop würde sich bei ca. 7,90€ lohnen. Das heißt, wenn Du maximal 5€ je Position verlieren darfst, dürftest Du 4 Telekom-Aktien kaufen, da das Risiko je Aktie bei ca. 8,93€-7,9€ = 1,03€ liegt. 5€ Maximaler CVerlust geteilt durch 1,03€ macht 4,854 Stück und die werden IMMER angerundet also 4 Stück, was eine Postiionsgröße von 35,72€ entspricht. 5€ Transaktionsgebühren noch obendrauf, bzw. durch 4 geteilt, das hieße, eine Telekom aktie müsste um 1,25€ steigen um allein die Kaufkosten wieder rein zu holen, also um mindestens 13,99% - und die Telekom ist nicht bekannt dafür, dass sie große Kurssprünge macht...

Mit so einem kleinen Depot ist es ohnehin nicht möglich, groß zu kaufen und verkaufen, also zu Traden, denn Jede Transaktion kostet Geld. Und wie sagt man an der Börse so schön? "Hin und her macht Taschen leer" - da wirst Du allein mit den Transaktionskosten dein Depot ziemlich schnell auf 0 gefahren haben...

Du solltest also schon mindestend das 10 - 20-fache investieren. Wenn Du dann nach obiger Money-Management-Regel vorgehst, ist die Wahrscheinlichkeit sehr gerin, dass Du geld verlierst => Regel Numer 1! Du kannst ausreichend Diversifizieren (5 - 10 Aktien, mehr macht eh keinen Sinn, weil man dann den Überblick verliert)

Was Du machen könntest, wäre z.B. xetra-Gold zu kaufen. Das ist eine Inhaber-Schudlverschreibung, die allerdings mit physischen Gold hinterlegt ist. Du könntest dir das Gold dann sogar nach hause liefern lassen, wobei das bei 500€ leider anteilsmäßig extrem teuer wäre. xetra-Gold wird ebenfalls an der Börse gehandelt und in Gramm gerechnet. Du könntest also ca. 11 Gramm Gold kaufen (WKN A0S9GB), das liegt momentan bei 41,08€ und hoffen, dass sich Gold so weiter entwickelt wie bisher. Verdoppeln wird sich das auf absehbare Zeit wohl nicht, aber 10-20% in einem Jahr könntest Du sicher machen - vor allem jetzt, da die Hochzeitssaison in Indien gerade los geht, wo traditionell viel Gold verschenkt wird. Und wenn die Politiker die Schuldenkriese nicht bald in den Griff kriegen sollte Gold auch noch weiter steigen. Zeichnet sich eine Lösung ab, dann schnell verkaufen, denn dann kommt Gold sicher auch wieder zurück!

Ach ja, und auf den Unsinn mit den Penny-Stocks solltest Du dich keinesfalls einlassen, denn damit fährst Du dein Depot schneller an die Wand als Du schauen kannst. Denn von den Kosten macht das keinen Unterschied, ob Du die Telekom, Infineaon oder Fresenius kaufst. Vom Risiko her aber schon, denn wenn eine Aktie gerade einmal ein paar Cents kostet, hat das auch seinen Grund - weil Wirtschaftlich (noch) nicht viel dahinter steckt oder weil sie extram abgeschmiert sind!

Wow, that was impressive! Sehr gute Antwort.

Faustregel: Mindestens € 750.- pro Wert investieren, 5-10 Aktienwerte, nochmal soviel kapital als Reserve (für Nachkäufe bei Kursrutschen). Mit € 500.- lohnt es sich wohl eher in Aktienfonds zu investieren........

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