AG Kündigung innerhalb der Probezeit ohne Freistellung?

5 Antworten

Nach gerade mal vier Wochen im Unternehmen kannst du doch nicht erwarten, dass man dir einen kompletten Monat für's Nichtstun Gehalt gibt!

Eine Option wäre, dass du mit dem AG redest und ihr die Kündigung dahingehend abändert, dass es bei der 14-tägigen Kündigungsfrist bleibt. In dem Fall wärst du schneller aus dem Vertrag raus. Aber natürlich ohne Lohnfortzahlung!

Ebenfalls kannst du in dieser Zeit deinen bereits erworbenen Urlaubsanspruch nehmen. Der liegt dann bei 1/12 des im Vertrag vereinbarten Jahresurlaubs. Wären also vielleicht auch noch mal so 1, 2 Tage weniger, die du noch dort arbeiten gehen müsstest.

Und klar, du solltest dich schnellstmöglich um einen neuen Job kümmern, gerade wenn du die Chance, dich doch noch zu bewähren, dort nicht nutzen möchtest. Aber das kann man auch prima außerhalb der Arbeitszeit.

Aber das kann man auch prima außerhalb der Arbeitszeit.

Für die Stellensuche muss der Arbeitgeber allerdings Freizeit gewähren: Bürgerliches Gesetzbuch BGB § 629 "Freizeit zur Stellensuche".

Ob diese Freizeit vom Arbeitgeber dann auch bezahlt werden muss, hängt von weiteren Umständen ab.

@Familiengerd

Allerdings nur so weit wie die Stellensuche außerhalb der Dienstzeit stark erschwert oder unmöglich ist. Sprich, dieses Gesetz greift primär dann, wenn man einen Termin für ein Vorstellungsgespräch hat. Bewerbungen schreiben und verschicken kann man auch in den Stunden am Tag, die man nicht auf der Arbeitsstelle verbringen muss.

@HappyMe1984

Das ist ja wohl selbstverständlich.

Kurz und knapp: Es gibt keinen Anspruch auf bezahlte Freistellung waehrend der Kuendigungsfrist.

Wie schon erwähnt wurde bekommst du kein Geld vom Amt, wenn du einen Aufhebungsvertrag nachschiebst.

Der Arbeitgeber meinte ja das die Kündigung noch zurück nehmen kannst, eine Einarbeitung ist oft auch so schlecht, weil man selbst den Mund nicht auf bekommt. Als Anlerner, ist manches so selbstverständlich, dass man gar nicht merkt, dass es andere nicht gleich verstehen können.

Bsp.: Ich hatte ein Vietnamesen, dieser sollte mal kurz in einer anderen Abteilung anrufen ... was war er kam nicht mit einem schnurgebundenes Telefon klar, da er solchen alten Dinger noch nie in der Hand hatte, nicht einmal in seinem Heimatland. Ich selbst fande es etwas witzig, er etwas peinlich, war ja aber kein Problem, denn einen lernwilligeren hatte ich schon lang nicht mehr.

Es wurde klar gesagt, vorher das es keine Einarbeitung gibt. Da dafür keine Zeit ist. Ich solle mir die betrieblichen Abläufe selbst aneignen aus dem täglichen Arbeitsgeschäft. Ist klar das man ohne Wissen unsicher und Fehler macht.... Probezeit ohne Zeit zu haben

Eine Sperre beim Amt droht nicht, da ja die Kündigung durch den bereits AG vorliegt. Und der Arbeitsvertrag durch den AG beendet wurde.

Tja , da irrst Du Dich - schließt Du jetzt einen Aufhebungsvertrag ab oder kündigst selbst mit 14-tägiger Frist, so hättest Du zumindest bis zum Ablauf der ursprünglichen, arbeitgeberseitigen Kündigung keinen Anspruch auf ALG I.

Ansonsten warum glauben eigentlich gekündigte Arbeitsnehmer Ärzte seien willfährige Handlanger, die sie auf Zuruf hin krankschreiben, weil sie keinen Bock mehr haben im entsprechenden Unternehmen zu arbeiten, aber schmarotzend den Arbeitslohn / das Gehalt weiterhin beziehen möchten?

Nur einmal für Dich : Du stehst im Grunde genommen einem sehr fairen - sozial handelnden / eingestellten - Arbeitgeber gegenüber, der Dir nach nur 3-wöchiger Arbeitstätigkeit eine Kündigungsfrist von 31 Tagen, anstatt sonst üblicher 14-tägiger Kündigungsfrist in der Probezeit gewährt! Behagt Dir dies nicht - Du kannst die Gegenkündigung mit 14 Tagen Frist einreichen.

Aber versuche gefälligst nicht so dermaßen dreist Deinen Arbeitgeber auszubeuten.

Toller AG der nach 3 Wochen kündigt.... er erhofft sich wohl eine Leistungssteigerung... jeder andere würde nächsten Tag zum Arzt rennen. Ich mache jenes ja nicht, es wäre eine Option. Normaler weise wird man auch Freigestellt ... Kündigt der AG will er ja einen nicht mehr beschäftigen. Ich werde meinen arbeitsvertraglichen Pflichten ja auch nach kommen . Ich könnte ja auch zu Hause bleiben und dann kein Lohn für diese Zeit bekommen....

@Berliner33City

Er will nicht mehr beschäftigen, ist meist ja richtig nur muss er auch erst einmal Ersatz finden, geht meist auch nicht von jetzt auf dann, deswegen noch eine gewisse Zeit beschäftigen.

Keine Einarbeitung ist immer blöd, weiß aber auch nicht was für ein Job es ist und was dazu gehört.

Bist du nicht auf das Geld angewiesen kannst du es so machen.

Wenn ich mir aber im Allgemeinen deine Fragen durchlese, scheinst du entweder nicht vom Glück verfolgt zu sein oder es fehlt irgend eine Eingeschaft dich anzutreiben und Leistung sichtbar zu machen.

Kann mir vorstellen, dass du kein leichtes Leben hast, Zeitarbeit ist meist auch Ausbeutung und nur ein netter Arbeitgeber übernimmt einen am Ende auch, wenn die Leistung stimmt.

@Berliner33City

Wenn bereits nach drei Wochen deine Leistung so dermaßen zu wünschen übrig lässt, dass der Arbeitgeber sich da lieber wieder auf die zeit- und energieraubende Suche nach Mitarbeitern begibt, als mit dir das Gespräch zu suchen, die Einarbeitungsphase erst mal abzuwarten und dir noch eine Chance zu geben, sagt das, ehrlich gesagt, mehr über dich aus als über den AG...

Statt Kündigung einen Aufhebungsvertrag? Das ginge evtl.intern mit dem Betrieb. Dafür müsste man bei dem Chef vorsprechen.

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