Abtreibung beim schwerbehindertes Kind?

5 Antworten

Ich bin ja nicht Herr über Leben und Tod. Außerdem habe ich im Bekanntenkreis einen Fall, wo die Ärzte auf Abtreibung drängten, weil das Kind einen Wasserkopf habe. Die Mutter blieb fest, und das Kind wurde gesund geboren.

als ich mit meiner tochter im krankenhaus war, war dort ein junge der 8 !!! mal wieder belebt wurde und sein hirn an verschiedenen stellen kaputt war. man hat ihn trotzdem immer wieder geholt, seine mutter meinte nur, das ist ein lebewesen und mein kind ich liebe es auch so. ich selber habe auch eine tochter die zu 80 % behindert ist. es ist trotzdem ein lebewesen.

Uiii das ist aber schon lange her😀aber danke

taubstumm hätte ich nun gerade nicht als beispiel gewählt, ich würde über eine Abtreibung nachdenken, wenn das Kind nie in der Lage sein würde, sich selbst zu versorgen, also nicht allein essen, aufstehen, anziehen, laufen,... Taubstumme, blinde oder leicht missgebildete Menschen haben heutzutage doch alle Möglichkeiten, sich trotzdem zu entfalten - wenn der Verstand mitmacht. Bei Mehrfachbehinderten (Querschnitt und Blind z.Bsp.) wäre es schon wieder anders. Ich hoffe, dass Du niemals ernsthaft vor der Frage stehst, denn ich habe das schon 2 Wochen lang mitgemacht (Diagnose unklare Zysten beidseitig im Fötus, Verdacht auf Schwerstbehinderung bei Nichtrückbildung. Bei Zweituntersuchung war nichts mehr davon da.)

Es werden so viele Kinder gesund geboren, welche vom Arzt im Mutterleib als behindert diagnostiziert wurden. Das Problem heute ist ja, dass die Ärzte fürchten müssen, zum "Schadenersatz" herangezogen zu werden, wenn das Kind wirklich behindert geboren wird. Daher wird oft leichtfertig zur Abtreibung geraten. Am Besten wäre es, wenn es diese ganzen vorgeburtlichen Untersuchungsmöglichkeiten gar nicht gäbe. Und alles dem Lauf der Natur zu überlassen, wie es seit Jahrtausenden die einzige Möglichkeit war.

Das ist eine verdammtschwere Entscheidung. Kommt auf die Behinderung und die Lebensprognose an.

>Kommt auf die Behinderung und die Lebensprognose an. - Na, da könnte ich durchaus auf Deiner Abschussliste stehen! In den USA haben bei Umfragen viele Eltern angegeben, dass sie eine Abtreibung befürworten würden, wenn vorgeburtlich festgestellt werden könnte, dass das Kind zur Fettleibigkeit neigt oder eine Brille tragen müsste.

@Progo

Ich meine den Schweregrad der Behinderung. Z. B. ein dauernder Pflegefall. Nicht fettleibigkeit oder Brillenträger. Du hast zugespitzt. Man sollte das Verhältnis wahren.

@almmichel

>Du hast zugespitzt. Man sollte das Verhältnis wahren. - Auch grosse Katastrofen fangen oft klein an. Ich habe Deinen Gedanken konsequent weitergedacht, um Dir die mögliche Folgen vor Augen zu halten.

Du stellst das Lebensrecht von Menschen mit Behinderungen grundsätzlich zur Disposition. Da ist die Frage, wo denn die Grenze verlaufen soll, durchaus berechtigt. Wenn Du das auf >z. B. ein dauernder Pflegefall begrenzt, dann machen andere das noch lange nicht genau so.

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