Abmanung?wegen nicht telefonisch beim arbeitgeber gemeldet habe?

5 Antworten

Im Entgeltfortzahlungsgesetz heißt es dazu:

"Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als in der Bescheinigung angegeben, ist der Arbeitnehmer verpflichtet, eine neue ärztliche Bescheinigung vorzulegen."

Es ist also nicht zwingend vorgeschrieben, dass man sich persönlich meldet, so wie es bei der Erstmeldung der Arbeitsunfähigkeit verlangt wird.

Wenn eine Folgebescheinigung rechtzeitig eingetroffen ist, bevor die bisherge Bescheinigung abgelaufen ist, sehe ich keinen Grund für eine Abmahnung.

So ist es!!

Zur Logik: Zum einen ist eine Abmahnung schon ein sehr heftiges Instrument, welches nur bei schweren Verstößen zum Einsatz kommen darf. Ist die Folge-AU fristgerecht beim Unternhemen eingegangen, dann kann von einer starken Verfehlung schon mal nicht mehr die Rede sein. Zum anderen gibt es Krankheiten, die ein Telefonat unmöglich machen, z.B. Heiserkeit. Was dem Arbeitnehmer genau fehlt, geht den AG aber auch nichts an. Wenn er sich wünscht, zusätzlich angerufen zu werden, ist das zwar gut und schön, einfordern wird es aber nicht können, und schon gar nicht mit einer "Abmahnung" darauf reagieren dürfen.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

"Ist die Folge-AU fristgerecht beim Unternhemen eingegangen, dann kann von einer starken Verfehlung schon mal nicht mehr die Rede sein."

Ich würde sogar sagen von gar keiner Verfehlung. Denn wenn die Bescheinigung im Betrieb ist, bevor die erste AU abgelaufen ist, ist jegliche Information im Betrieb ordnungsgemäß und rechtzeitig angekommen.

Servus,

der telefonische Weg ist nicht zwingend erforderlich, von den meisten Arbeitgebern aber gewünscht.

Allerdings reicht rein rechtlich gesehen auch eine Mail aus!

Siehe: https://www.arbeitsrechte.de/krankmeldung/#Kurz-038-knapp-Krankmeldung

Solltest du keinen dieser beiden Wege gewählt haben, ist eine Abmahnung rechtens.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Die Hinweise in dem von dir angebotenen Link beziehen sich allerdings nur auf die Erstmeldung einer Erkrankung. Dann ist der Betrieb selbstverständlich vor Einreichung der AU-Bescheinigung persönlich zu informieren.

Wenn es aber um eine Folgebescheinigung geht und diese im Betrieb bereits eingetroffen ist, bevor die Dauer der wrsten AU abgelaufen ist, sehe ich keinen Grund für eine Abmahnung. Der Betrieb hat rechtzeitig und ordnungsgemäß alle Informationen, die er braucht. Siehe Entgeltfortzahlungsgesetz:

"Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als in der Bescheinigung angegeben, ist der Arbeitnehmer verpflichtet, eine neue ärztliche Bescheinigung vorzulegen."

Ja, das ist rechtlich einwandfrei.

Lern was draus. Sollte Dir nicht wieder passieren, sonst kann es zur Kündigung kommen.

Rechtliche Grundlage für deine Aussage?

Ja, das ist rechtlich einwandfrei.

Wie willst Du das beurteilen können, wenn Du nicht weißt, wann die Folgemitteilung den Arbeitgeber erreicht hat.

Wenn sie den Arbeitgeber erreicht hat vor der Zeit, zu der der Arbeitnehmer sich telefonisch vor Arbeitsbeginn hätte melden müssen, dann hat es kein Versäumnis des Arbeitnehmers gegeben.

Der Arbeitgeber wäre dann durch die Folgebescheinigung bereits unterrichtet und der Arbeitnehmer zu einer telefonischen Information nicht mehr verpflichtet.

ok danke

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Tipps - beim alten Arbeitgeber bewerben?

Folgende Situation: 

Ich war in einem Unternehmen befristet beschäftigt. Dieser Vertrag ist jetzt beendet. 

Mein Arbeitgeber war sehr zufrieden mit meiner Arbeit, hat ein sehr gutes Zeugnis geschrieben, aber es fehlte eben das Aufgabengebiet, daher gab es keine Verlängerung.

Ich beginne in Kürze eine neue Arbeit bei einem anderen Unternehmen. Dieses wird ebenfalls befristet sein. Eine Verlängerung ist ausgeschlossen, da es sich um ein Projekt handelt und die mehrere Personen dafür eingestellt haben.

Als ich noch beim alten Arbeitgeber gearbeitet hatte, kam ich mit den Kollegen ins Gespräch und ich habe erfahren, dass im Frühjahr 2020, also nächstes Jahr, eine Mitarbeiterin in Rente geht und die zweite auch kurz davor steht. Sie hat noch 2 Jahre bis zur Rente, würde aber auch vorher ausscheiden, wenn sie das genehmigt bekommt. Es handelt sich hierbei um die Abteilung, nennen wir sie mal A.

Beim neuen Arbeitgeber werde ich für ein Jahr ebenfalls in der Abteilung A arbeiten, könnte also Berufserfahrungen sammeln und mich weiterbilden. Vielleicht somit Input und neue Erkenntnisse mitbringen.

Beim neuen Arbeitgeber würde mein Vertrag im Frühjahr 2020 zu Ende gehen. Genau zur selben Zeit geht die Mitarbeiterin beim alten Arbeitgeber in Rente. 

Worauf ich hinaus will? Ich habe großes Interesse im nächsten Jahr die Aufgaben bei meinem alten Arbeitgeber zu übernehmen. Ich dachte, ich bewerbe mich jetzt schon darauf. Ist das sinnvoll? Ich würde es persönlich vorbeibringen und nochmal ein Gespräch mit der Abteilung A und der Personalabteilung führen. Ist das ok gegenüber dem neuen Arbeitgeber, wenn ich mich beim alten Arbeitgeber bewerbe?

Wie könnte ich so eine Bewerbung schreiben? Wie formuliere ich das Anschreiben und muss ich nochmal alle Unterlagen mitschicken? Die haben sie eigentlich schon. Bleiben die denn in der Personalakte, auch wenn man ausgeschieden ist oder kommen die irgendwann weg? 

Ich tu mich gerade schwer, wie ich das Anschreiben verfassen soll. Hat jemand Tipps?

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