Abmahnung obwohl Krank geschrieben,?

5 Antworten

Also grundsätzlich geht es deine Schule nichts an ob du Abgemahnt wurdest, wird aber auch keinen Interssieren.

Gegen eine Abmahnung kann man vorgehen, wenn sie unberechtig ist. Dafür solltest Du zu einem Rechtsanwalt für Arbeitrecht gehen und dich erstmal beraten lassen.  Danach kann man weitere Schritte einleiten,,, also Brief vom RA an deinen Arbeitgeber und wenn das nchct fruchtet geht es vor Gericht.

Aber es muss dir klar sein, dass dies das Verhältnis zu deinem Arbeitgeber nicht verbessern wird. Möchtest Du nach der Ausbilung eh den Betrieb wechseln könnte dir das verschlechterte Verhältnis zu deinem Arbeitgeber egal sein. Allerdings stellt sich dann die Frage ob du den Aufwand betreiben willst. Eine Abmahung ist kein Weltuntergang vor allem, wenn man eh weg will.

Aber Achtung gehst Du nicht gegen die Abmahnung vor und es wird das selbe Fehlverhalten erneut abgemahnt läufst Du gefahr fristlos gekündigt zu werden. Also ab dem moment solltest Du deine Krankmeldungen immer den Regeln entsprechend telefonisch Einreichen. Und am besten immer mit einem Zeugen im Beisein anrufen um aussagen wie " sie melden sich nie" entgegen zu gehen.

sehr gute Antwort!

@Finchenswelt

@ Finchenswelt:

... die aber zum Teil unsinnig/falsch ist: siehe meinen Kommentar unten.

Ein kleiner rechtlicher Hinweis, dafür möchte ich keine neue Antwort öffnen.

Du schreibst zwei Punkte an: Arbeitsunfall und dass der Arbeitgeber nicht erreichbar war. Das Problem war somit eindeutig ein Fehlverhalten des Arbeitgebers, denn er war während der Arbeitszeit weder zu erreichen, noch hatte er offensichtlich einen Vertreter bestimmt. Du hast insoweit alles richtig gemacht, du hast einen Kollegen beauftragt, das ganze dem Arbeitgeber mitzuteilen, sobald der wieder erreichbar ist. Das ist legitim und kein Kündigungsgrund/Abmahngrund.

Ich will an diesem Punkt nicht weiter spekulieren, aber man könnte auf die dumme Idee kommen, dass der Arbeitgeber vielleicht sich selbst schützen will. Je nach Art des Arbeitsunfalls könnte es ja ein unbeaufsichtigter Azubi... Naja...

Ich empfehle hier auch ein Anwalt für Arbeitsrecht. Zuvor ggf. einen Beratungsschein abholen bei Gericht. Den solltest du als Azubi eigentlich bekommen. Über den Anwalt einen Widerspruch formulieren, der zur Personalakte gegeben wird. Nur für alle Fälle, falls es zum Rauswurf kommen sollte.

@mepeisen

@ mepeisen:

Nur für alle Fälle, falls es zum Rauswurf kommen sollte.

Frage:

Mit welcher Begründung und Berechtigung sollte es hier zu einem "Rauswurf" kommen können?!?!

Antwort:

Mit keiner!!!

@Familiengerd

jemand, der zu solch dubiosen Abmahnungen greift, der macht noch ganz andere Dinge. Es gilt einfach, vorzubeugen. Mehr nicht. Wenn man die Abmahnung wortlos akzeptiert und keine Gegendarstellung verfasst, kann man später noch vorm Arbeitsgericht darüber stolpern. Denn merke: Ist das Verhältnis zwischen AG und AN einmal zerstört... Den Rest kannst du dir denken.

@mepeisen

Wenn man die Abmahnung wortlos akzeptiert und keine Gegendarstellung verfasst, kann man später noch vorm Arbeitsgericht darüber stolpern.

Ein Arbeitsrichter weiß den "Wert" einer solchen Abmahnung durchaus  einzuschätzen: die würde kein "Stolperstein".

Dafür solltest Du zu einem Rechtsanwalt für Arbeitrecht gehen und dich erstmal beraten lassen.

In Zusammenhang mit einer solchen Abmahnung ist das völlig unnötig aus dem Fenster geworfenes Geld; eine anwaltliche Erstberatung kann immerhin - je nach Fall - bis zu ca 190 € (netto) kosten.

Aber Achtung gehst Du nicht gegen die Abmahnung vor und es wird das selbe Fehlverhalten erneut abgemahnt läufst Du gefahr fristlos gekündigt zu werden.

Das ist Unsinn!

Auch eine erneute Abmahnung aus einem solchen Grund rechtfertigt noch lange keine Kündigung, erst recht keine fristlose - und in einem Ausbildungsverhältnis schon einmal gar nicht!!

@Familiengerd

bis zu ca 190 € (netto) kosten.

Azubi = Beratungsschein.

Das ist Unsinn!

Denk bitte nach. Die Abmahnung war wegen unerlaubtem Fernbleiben von der Arbeit. Wegen angeblich wiederholten Nicht-Informieren über eine Krankheit. Und wenn du dich im Arbeitsrecht auskennen würdest, wüsstest du, dass man unmittelbar den AG über eine Krankheit zu informieren hat (ob telefonisch oder per mail sei dahin gestellt. Zudem muss man die Krankmeldung zeitnah vorlegen (glaube spätesten am 4. Tag).

Eine Abmahnung und gar Kündigung ist hier durchaus OK, wenn die Schilderung des AG korrekt sein würde.

@Familiengerd

Ich habe in meiner Antwort ganz klar darauf hingewiesen, dass der Aufwand unter gewissen umstanden nicht gerechtfertigt ist. Aufwand meint nicht nur die Zeit und die Auseinandersetzung mit dem AG sondern auch die damit verbundenen Kosten. Und wenn Du schon die 190,-€ in den Raum wirfst, dann bitte auch mit dem Hinweis das es, ohne Abgeschlossene Vergütungsvereinbarung, maximal 190,-€ sind. Insofern ist meine Aussage diesbezüglich weder falsch noch unsinnig.

Es mag sein das die Abmahnung wegen dem genannten fehlverhalten keine fristlose Kündigung rechfertig, aber erstmal stehen die Abmahnungenund evtl. auch die fristl. Kündigung im Raum. Ob diese dann gerechtfertigt ist wird dann ein Arbeitsgericht prüfen und der Weg wird nicht weniger beschwerlich. Wenn ich mich dann auf die Aussagen vom dem Fragesteller berufe, wirkt es nicht so als sei der AG daran interessiert den friedlichen Weg zu gehen. Deswegen vertrete ich die Meinung man sollte solchen Tendenzen rechtzeitg entgegenwirken.

@mepeisen

@ mepeisen:

Azubi = Beratungsschein.

Das schon - aber wenn der Azubi dann einmal richtig verdient, können die Kosten für den Beratungsschein noch bis zu 4 Jahren später von der Gerichtskasse zurück gefordert werden!!

Die Abmahnung war wegen unerlaubtem Fernbleiben von der Arbeit.

Das ist falsch! Die Abmahnung wurde erteilt, weil er angeblich nicht rechtzeitig/unverzüglich informiert hat, dass er wegen Erkrankung nicht zur Arbeit kommen kann!

Eine Abmahnung und gar Kündigung ist hier durchaus OK, wenn die Schilderung des AG korrekt sein würde.

Auch das ist falsch! In einem Ausbildungsverhältnis hat der Arbeitgeber kein Recht aus diesem Grunde zu kündigen (was nach der Probezeit auch nur noch fristlos geschehen könnte).

Und wenn du dich im Arbeitsrecht auskennen würdest,

Willst DU mir etwa Belehrungen erteilen?!?! Da kann ich aber nur lachen!

wüsstest du, dass man unmittelbar den AG über eine Krankheit zu informieren hat

Das ist richtig, und selbstverständlich weiß ich das; ich habe auch nirgendwo behauptet, dass es anders wäre!

Du solltest schon wissen, wovon und was Du redest!!

@Impeachment

Und wenn Du schon die 190,-€ in den Raum wirfst, dann bitte auch mit dem Hinweis das es, ohne Abgeschlossene Vergütungsvereinbarung, maximal 190,-€ sind.

Es ist doch immer wieder dasselbe, und gilt offensichtlich auch für Dich: richtig lesen können muss man schon!!

Ich habe geschrieben: "eine anwaltliche Erstberatung kann immerhin - je nach Fall - bis zu ca 190 € (netto) kosten"! Damit ist Dein diesbezüglicher Einwand gegenstandslos!

aber erstmal stehen die Abmahnungen und evtl. auch die fristl. Kündigung im Raum.

Richtig, eine Abmahnung steht im Raum! Mit einer fristlosen Kündigung aus diesem Anlass allerdings würde der Arbeitgeber nicht nur wahrscheinlich, sondern mit hundertprozentiger Sicherheit scheitern!

wirkt es nicht so als sei der AG daran interessiert den friedlichen Weg zu gehen

Das ist dann noch eine andere Frage.

Im Übrigen kommt es bei der Kündigung eines Ausbildungsverhältnisses - wenn sich der Auszubildende wehrt - erst einmal gar nicht zu einer Arbeitsgerichtsverhandlung, sondern zu einer Sitzung der speziell für solche Streitfragen im Ausbildungsverhältnis eingerichteten Kammer für Schlichtungsverfahren beim Arbeitsgericht.

@Familiengerd

Das schon - aber wenn der Azubi dann einmal richtig verdient, können die Kosten für den Beratungsschein noch bis zu 4 Jahren später von der Gerichtskasse zurück gefordert werden!!

Du verwechselst Beratungsschein und PKH und obendrein kann auch eine PKH meinem Wissen nach nur dann zurückgefordert werden, wenn sich während dem Prozess eine neue Vermögenssituation ergibt. Zudem: PKH ist im Arbeitsrecht eher unsinnig, weil man vom Arbeitsgericht bzw. Rechtspflegern ggf. Beratung erhält und Hilfestellung.

Verbreite hier bitte nicht diesen blödsinnigen Unsinn, wenn du von der Materie keine Ahnung hast. Ich weiß wovon ich rede, da ich als Betriebsrat hin und wieder mit exakt diesen Fragen beschäftigen muss.

@mepeisen

Du verwechselst Beratungsschein und PKH und obendrein kann auch eine PKH meinem Wissen nach nur dann zurückgefordert werden, wenn sich während dem Prozess eine neue Vermögenssituation ergibt.

Du hast Recht.

Die Kosten für einen Beratungshilfeschein können - anders als die Kosten für die Prozesskostenhilfe - später bei entsprechend gestiegenem Einkommen nicht mehr zurück gefordert werden - da habe ich mich vertan! Bei der Prozesskostenhilfe ist das aber bis zu 4 Jahren nach der Gewährung noch möglich (nicht erst, wenn sich Änderungen während des Prozesses heraus stellen) - aber darum geht es hier ja nicht.

Verbreite hier bitte nicht diesen blödsinnigen Unsinn

Mäßige Dich gefälligst!

Und dafür, dass Du angeblich oder tatsächlich Mitglied eines Betriebsrates bist, verzapfst Du hier selbst genug Blödsinn, Du Nicht-Fehlerfreier!

Frage nebenbei zu Deiner Formulierung "blödsinnigen Unsinn": Gibt es auch Unsinn, der nicht blödsinnig ist, oder etwas Blödsinniges, das nicht Unsinn ist?

Wenn Du nicht anrufen kannst, dann muss das jemand anders für Dich erledigen. Freund, Familie.. irgendwer kann das tun.

Und, nimm es mir nicht übel, aber Dein Chef ist also so ein Lügner, dass er behauptet, Du würdest Dich öfter nicht korrekt krankmelden.. obwohl Du sonst immer?

Hm.

Vernmeide es, Dich auf die Sekretärin einzuschießen oder auf den Chef bzw. beide - vermeide Vorwürfe, die nicht gerechtfertigt sind.

Eine Abmahnung ermahnt Dich nur, dieses Verhalten zu verbessern. Insofern musst Du schon mal gar keine Sorge haben, Du kannst der Abmahnung auch eine Stellungnahme entgegensetzen.


Wichtig: Beruhige Dich, komm von den 180 runter. Im Zorn macht man schnell Fehler, die man nachher bereut.

Und wenn das alles ungerechtfertigt war, dann geh sachlich und korrekt dagegen vor.


Ein Unfall ist auf jeden Fall auch immer eine Ausnahmesituation, da sollte man vielleicht mal fünfe gerade sein lassen.


Alles GUte- ich hoffe, Du bist gut über den Unfall weg!


Nebenbei: wenn das ein Arbeitsunfall war (das merke ich grad beim nochmal-lesen- dann wussten sie doch,w as los ist??

Dann vergiss alles, was ich oben sagte.

Als ich mal Arbeitsunfall hatte, habe ich unmöglicherweise auch nicht dran gedacht, mich noch krankzumelden,als die Sanitäter mich blutüberströmt in den Rettungswagen bugsierten O.o Abmahnung hinfällig uind eine fette Entschuldigung wäre fällig!


Also wie war´s genau? Danach handle.

Eben das Fakt mit dem Arbeitsunfall macht das Verhalten des Arbeitgebers irgendwie nicht nachvollziehbar und aus diesem Grund glaube ich, dass spätestens ein Arbeitsgericht die Abmahnung kassieren würde.

Sie wussten das ich im krankenhaus bin. Bei anderen lehrling war das genau so aber er hat nix bekommen

Hast du nicht die Möglichkeit zu belegen dass Du angerufen hast (Einzelverbindungsnachweis zB.)?
Definitiv Gegendarstellung in die Akte bringen. Dann kannst Du bestimmt auch belegen dass du im Krankenhaus warst. Niemand kann bei einem Notfall verlangen dass Du Dich gleich telefonisch meldest. was passiert wenn man einen Unfall hat und sich nicht melden kann?

Manche Ausbildungsbetriebe sind echt unterirdisch

Als erstes anrufen das man zum Doc geht. (Hast Du gemacht)

Dann nach dem Arztbesuch noch einmal zum Telefon: Hab AUB, komme voraussichtlich zwei Wochen nicht auf Arbeit. Dieses zweite Telefonat hast Du versäumt.

Dein Kollege wußte auch nur das Du zum Arzt bist. Ich denke die Abmahnung ist wohl rechtens.

Ich würde kein großes gedöns machen.

Ich denke die Abmahnung ist wohl rechtens.

Das Denken ist manchmal Glückssache. Mit einer arbeitsrechtlichen Abmahnung wird ein rechtswidriges oder vertragswidriges Verhalten abgemahnt. Wenn sich der TE nicht grob fahrlässig verhalten hat, irgendetwas besonders riskantes gemacht hat o.ä., ist bei einem Krankenhausbesuch nicht erkennbar, was genau nun abgemahnt werden soll.

Es geht hier nicht um einen einfachen Arztbesuch, wo nicht klar ist, ob und wie lange man krank geschrieben wurde.

Es geht um einen Arbeitsunfall, der dem Betrieb sicherlich bekannt war als solche und um einen Krankenhausaufenthalt, wo auch jedem bekannt ist, dass das nicht in einer halben Stunde wieder erledigt ist. Zumindest konnte man das annehmen.

Die Abmahnung erfolgt also zu Unrecht. Zumal, wenn dabei noch gelogen wird, dass "dies kein Einzelfall wäre", würde ich mir schon heute für die Zeit nach der Lehre einen neuen Arbeitgeber suchen.

@mepeisen

Ganz cool bleiben.

Wenn der Fragesteller am nächsten Tag seinen gelben Schein in den Briefkasten werfen kann ist er aus dem KH wieder raus und auch in der Lage den AG zu informieren.

Es gehört zu seiner vertraglichen Pflicht.

Was man alles annehmen könnte ist wohl etwas spekulativ.

@mepeisen

@ mepeisen:

Das Denken ist manchmal Glückssache.

Mal nicht so auf hohem Ross!

Die Überlegung von Maximilian112 ist völlig korrekt!

Man kann darüber streiten, ob eine solche Abmahnung "menschlich" gerechtfertigt, angebracht ist. Rechtlich ist sie jedenfalls nicht zu beanstanden wegen des Vorwurfs, der Fragesteller habe den Arbeitgeber nicht darüber rechtzeitig informiert, dass er wegen Erkrankung nicht zur Arbeit kommen würde.

Die Abmahnung wäre nicht gerechtfertigt, wenn der Arbeitnehmer ohne eigenes Verschulden an einer rechtzeitigen Information gehindert war. Ob dazu zählt, dass er den Arbeitnehmer nicht habe erreichen können, wäre dann noch zu prüfen.

Die von Dir aufgeworfene Frage der groben Fahrlässigkeit oder von sonst wie Riskantem als Auslöser für die Erkrankung hat  mit der Frage der Abmahnung hier überhaupt nichts zu tun!

Im Übrigen lohnt bei dieser Abmahnung die ganze Aufregung nicht: diese Abmahnung ist es nicht wert!

@Maximilian112

Nochmal: Er hatte den AG informiert. Er hat seine vertragliche Pflicht erfüllt.

@Familiengerd

Die Überlegung von Maximilian112 ist völlig korrekt!

Nein, ist sie nicht und man kann auch nicht drüber streiten. Abmahnungen gibt es nicht zum Spaß und sie sind auch nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, denn sie sind die Vorstufe zur fristlosen Kündigung. Eine Abmahnung muss eine saubere Begründung haben und in diesem Fall hat sie das einfach nicht.

Arbeitsunfall = Arbeitszeit oder nicht? Wenn dann der Arbeitgeber wegen Urlaub nicht erreichbar ist und keinen Vertreter bekannt gibt, der erreichbar ist oder einen Vertreter, der mit der Situation überfordert ist, ist das nichts, was die Abmahnung rechtfertigt. Denkt doch bitte mal nach.

Die von Dir aufgeworfene Frage der groben Fahrlässigkeit oder von sonst wie Riskantem als Auslöser für die Erkrankung hat mit der Frage der Abmahnung hier überhaupt nichts zu tun!

Hat es solange nicht, wie das nicht zur Sprache gebracht wird. Das wäre ein denkbares Szenario einer zulässigen Begründung für eine Abmahnung. Mehr nicht.

@mepeisen

denn sie sind die Vorstufe zur fristlosen Kündigung.

Das ist im Zusammenhang der Frage (es handelt sich schließlich um ein Ausbildungsverhältnis) schlicht und einfach Unsinn, der auch nicht dadurch richtiger wird, dass Du ihn in verschiedenen Kommentaren wiederholst!

Das wäre ein denkbares Szenario einer zulässigen Begründung für eine Abmahnung. Mehr nicht.

Auch das ist in diesem Zusammenhang Unsinn!

Denn der Anlass, die Ursache der Erkrankung (ob Selbstverschuldung, grobe Fahrlässigkeit oder was auch immer) hat nichts mit dem Anlass (ob berechtigt oder nicht) für die fragliche Abmahnung zu tun: die nicht rechtzeitige Information des Arbeitnehmers (Auszubildenden) an den Arbeitgeber darüber, dass er wegen Erkrankung nicht zur Arbeit erscheinen wird.

Ob diese nicht rechtzeitige Information schuldhaft oder nicht schuldhaft (weil der Arbeitnehmer dazu objektiv nicht in der Lage war - aus welchem Grund auch immer) war, wäre dann noch zu prüfen: bei "nicht schuldhaft" wäre eine Abmahnung ungerechtfertigt!

@Familiengerd

Ich empfehle dir dringend, dich vorher mit einer Materie auseinanderzusetzen und dann davon zu reden, ob etwas Unsinn ist oder nicht. Gerade in rechtlichen Angelegenheiten sollte man keinen Ratschlag geben, wenn man wie du offensichtlich einfach keine Ahnung hat. Beschränke dich doch auf diejenigen Themen, in denen du dich sicherlich perfekt auskennst. Danke.

@mepeisen

@ mepeisen:

Das sind ja wirklich "fundierte" Argumente gegen meine Aussage!

Du weißt also tatsächlich nichts gegen meine vorherigen Aussage anzubringen außer unsachlicher Polemik! Wie auch, wenn meine Feststellung - selbstverständlich - richtig ist!

Aber nach dem, was ich von Dir bisher hier gelesen habe - seist Du nun Mitglied im Betriebsrat (was ich auch 14 Jahre lang war) oder nicht -, kann ich von mir behaupten, mich mindestens so gut auszukennen wie Du (von meinem Irrtum in der Frage des Beratungshilfescheins abgesehen).

Die Beschränkung "diejenigen Themen, in denen du dich sicherlich perfekt auskennst" lege ich allerdings Dir besonders nahe; Fragen zur Prozesskostenhilfe, zum Beratungshilfeschein gehören offensichtlich dazu - allgemein Fragen zum Arbeitsrecht ganz offensichtlich nicht, wie Du hier mit der Verknüpfung von Krankheitsentstehen und Abmahnungsberechtigung wegen Nichtinformation eindrucksvoll beweisen hast.

@Familiengerd

Was hast du für ein Problem? Deine Aussagen sind einfach Quatsch. Deine Aussage war, dass man Abmahnungen im Allgemeinen bzw. diese hier einfach komplett ignorieren kann, da grundsätzlich nichts passieren kann.

Eine Abmahnung ist eine Abmahnung. Und wenn wir nun mal die vollkommen bescheuerten Abmahnungen ("Ich mag keine blonden Damen im Büro, Mitarbeiterin weigert sich die Haare zu färben.") wegnehmen, was bleibt dann?

Wie oft soll ich es denn schreiben, bis du Ruhe gibst? Meine Rede ist, dass man grundsätzlich vorbeugend zukünftiger Probleme gut daran tut, einer in sich durchaus begründbaren Abmahnung zu widersprechen, statt sie einfach zu ignorieren. Dass du als angeblich ehemaliger Betriebsrat das Gegenteil empfiehlst, ist irgendwie albern. Insofern glaube ich dir auch nicht, dass du jemals Betriebsrat warst. Sorry, dass ich dir womöglich zu nahe trete, aber was du hier verbreitest, ist einfach nur Blödsinn.

Ich habe als Arbeitnehmer die Pflicht, den Arbeitgeber so zügig wie möglich über die Krankheit und die vermutliche Ausfalldauer zu informieren. Und mache ich das nicht, ist das ein Grund für eine Abmahnung und im Extremfall ein Grund für eine Kündigung. Wenn die Abmahnung unkommentiert stehen bleibt, schaut es so aus, als habe der TE seine pflichten versäumt. Natürlich kann er erst bei der Kündigung gegen die Abmahnung vorgehen, wenn das dann aber über Jahre zurückliegt und sich niemand mehr erinnert, hat er nur seine Behauptung und die muss ihm kein Richter glauben.

Im Übrigen basiert diese Aussage auf einem Urteil des Bundesarbeitsgerichtes, Aktenzeichen 5 AZR 886/11. Ist dir das nun fundiert genug, dass du erkennst, dass ich hier Ahnung habe und dass du Blödsinn erzählst? Jetzt komm mal runter von deinem hohen Ross und beteilige dich mit fundiertem Wissen statt mit wilden falschen Spekulationen, dann klappt es auch.

@mepeisen

Du gehst nicht auf das ein, was ich konkret gesagt habe, sondern interpretierst nur meine Aussagen - und das auch noch falsch - und behauptest, was ich nie gesagt habe; das zieht sich durch Deine gesamte Gegenargumentation!

Ich habe nirgendwo behauptet, man könnte Abmahnungen im Allgemeinen ignorieren!

Ich habe auch nirgendwo behauptet, man könne nach einer Abmahnung und weiterem gleichen Verstoß nicht gekündigt werden.

Dein Problem ist - und damit disqualifizierst Du Dich -, dass Du meine Aussagen aus dem Zusammenhang reißt oder den Zusammenhang nicht berücksichtigst (vielleicht bist Du auch nicht in der Lage dazu) und Aussagen speziell in Zusammenhang mit der fraglichen Sache (dass es sich z.B. um eine Ausbildung handelt) verzerrend - gewollt oder aus Unfähigkeit - als allgemeine Aussagen meinerseits verfälschst.

Und wenn Du hier das Bundesarbeitsgericht BAG, Urteil des 5. Senats vom 14.11.2012 - 5 AZR 886/11, heranziehst, dann ist das geradezu entlarvend lächerlich!

Hast Du überhaupt einen einzigen Satz daraus gelesen, weißt Du überhaupt, worum es dabei geht?!?!

In dem Fragefall wurde eine Abmahnung ausgesprochen, weil der Fragesteller (angeblich oder tatsächlich) den Arbeitgeber nicht unverzüglich informiert hat, dass er wegen Erkrankung seiner Arbeitspflicht nicht nachkommen kann (das erwähnst Du ja auch richtigerweise).

In dem Urteil des BAG geht es darum, dass der Arbeitgeber abweichend von der betrieblichen Übung einer einzelnen Arbeitnehmerin vorschreiben könnte, die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nicht erst spätestens nach dem 3. Tag, sondern schon für den 1. Tag der Erkrankung vorzulegen.

Was hat denn die Pflicht zur unverzüglichen Information an den Arbeitgeber mit der Frage zu tun, ab wann eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorzulegen ist??

@Familiengerd

Ergänzung:

Als (tatsächliches oder angebliches) Mitglied eines Betriebsrats musst Du ganz offensichtlich noch verdammt viel lernen, nicht nur fachlich, sondern auch allgemein, z.B. Genauigkeit (und Redlichkeit) in der allgemeinen und speziell der rechtlichen Argumentation - denn daran mangelt es Dir noch in besonderer, eklatanter Weise!


@Familiengerd

und behauptest, was ich nie gesagt habe

Du hast vier oder fünf mal geschrieben, dass eine auf dieser Abmahnung begründete Kündigung zu 100% erfolglos wäre. Du hast 2 oder 3 mal geschrieben, dass der Anwalt völlig rausgeworfenes Geld wäre und dass die Abmahnung es sowieso nicht Wert wäre. Und überhaupt sei eine Kündigung bei Azubis sowieso nicht erfolgreich. Das alles in Reaktion auf Themen, die empfehlen, sich gegen die Abmahnung zu wehren. Da ist nichts aus dem Zusammenhang gerissen.

Soll ich dir auch noch deine eigenen Beiträge zitieren? Wenn du hier mitdiskutierst und permanent gebetsmühlenartig diese Argumentation vorbringst, wie willst du denn ansonsten interpretiert werden? Oder bist du nur ein troll, der einfach nur gerne Themen zerpflückt, weil er einfach nur wild rumdiskutieren will?

Was hat denn die Pflicht zur unverzüglichen Information an den Arbeitgeber mit der Frage zu tun, ab wann eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorzulegen ist??

Wenn du mehr lesen würdest als nur die Pressemitteilung oder einen Zeitungsbericht, sondern vielleicht mal das Urteil selbst, würde dir das auffallen. Begründet wird dies alles mit jenem Gesetz: http://www.gesetze-im-internet.de/entgfg/__5.html

Man lese dort den ersten Satz, denn das ist exakt das Thema, um das es hier geht. Und dann in diesem Zusammenhang die Ausführungen des Bundesarbeitsgerichtes, dass alleine aus dem Wortlaut legitim ist, auch das einzufordern, was sich wörtlich aus dem Gesetz ergibt. Man beachte die Ausführungen der Bundesarbeitsgerichtes, dass es zu dem Gesetz keine Ausnahmeregelungen ergeben können oder keine Einschränkungen. Ausnahmeregelungen könnten sich nur aus entsprechenden Tarifverträgen ergeben oder aus Betriebsvereinbarungen. Mir ist allerdings nicht bekannt, dass es in dem Tarifdschungel zu diesen Punkten je eine Ausnahmeregelung gab. Muss nichts heißen, ich kenn die nicht alle auswendig.

Erkläre doch einmal, warum dieses Grundsatzurteil mit ausführlicher Begründung zur Anwendbarkeit jenes Gesetzes völlig am Thema vorbei ist? Und bitte, dieses mal mit sachlichen Argumenten, denn dein "Das stimmt einfach nicht", ist vollkommen blödsinnig.

@mepeisen

Das Gesetz  (EntgFG § 5) beinhaltet die Pflicht zur unverzüglichen Information des Arbeitgebers bei Verhinderung durch Krankheit - darum geht es bei  Fragesteller -, und es beinhaltet die Pflicht zur Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung.

Und bei dem genannten Urteil des BAG geht es ausschließlich darum, dass der Arbeitgeber von der im Gesetz genannten Frist zur Vorlage der AU auch im begründeten Einzelfall und bei anders lautender Tarifbestimmung abweichen kann - es hat nichts, gar nichts mit der Pflicht zur unverzüglichen Information zu tun.

Du musst schon verstehen, worum es überhaupt geht, sonst kannst Du - wie hier deutlich erkennbar (nicht nur daran) - nicht kompetent mitreden und dokumentierst nur Deine Unfähigkeit zur präzisen Argumentation!!

Und noch einmal: Du liest nicht richtig und verkehrst meine Aussagen oder beachtest nicht (bewusst oder aus Unfähigkeit) nicht den Kontext meiner Aussagen!

Im Übrigen betreffen Deine Anwürfe gegen mich ("permanent gebetsmühlenartig", "Oder bist du nur ein troll") Dich auch! Oder verhältst Du Dich anders?

Und mit der dringenden, gut gemeinten Empfehlung an Dich, genauer zu lesen und zu verstehen, bei der Argumentation redlich zu sein und keine falschen Verbindungen (bösartig gewollt, aus verletzter Eitelkeit wegen Unterlegenheit oder aus Unfähigkeit) aus  den Aussagen und Argumentationen Anderer herzustellen, beende ich diese mit Dir jedenfalls unsinnige Diskussion!

Was kann ich machen.

Fachanwalt für Arbeitsrecht bemühen, wenn der Chef die Abmahnung nicht von sich aus zurückzieht.

Fachanwalt für Arbeitsrecht bemühen

Das ist aus Anlasse einer solchen Abmahnung mit diesem Hintergrund völlig überflüssig und "verplempertes" Geld!

@Familiengerd

Wenn ich einen ganzen Satz schreibe, wieso kriege ich nur für einen Halben einen Kommentar. Der Kausalsatz bleibt einfach unbeachtet. Nun steht er da unbeachtet in der Ecke....

@Familiengerd

Und auch hier: Azubi = Beratungsschein. Das kostet kaum etwas.

@kevin1905

Was hat das mit der Aussage zu tun, dass das "verplempertes Geld" wäre??

@mepeisen

Das kostet kaum etwas.

Das ist richtig - aber nur "erst einmal"!

Du vergisst nämlich dabei - oder weißt es wahrscheinlich ganz einfach nicht -, dass die vom Staat getragenen Kosten für den Beratungsschein von der Gerichtskasse bis zu 4 Jahren später wieder eingefordert werden können, wenn der Betreffende einmal besser verdient und keinen Anspruch mehr auf einen Beratungsschein hätte!

@Familiengerd

Das Risiko wäre es mir wert.

Was ist denn die Alternative. Man lässt eine m.M.n. rechtlich zweifelhafte Abmahnung in der Personalakte stehen.

@kevin1905

Man lässt eine m.M.n. rechtlich zweifelhafte Abmahnung in der Personalakte stehen.

Ja und??

Es gibt Abmahnungen, die sind das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben sind und derentwegen sich auch die geringste Aufregung nicht lohnt.

Man kann - vorsorglich - eine eigene Stellungnahme nur Ergänzung  hinzu fügen, sozusagen als "Gedächtnisstütze" für den Fall einer eventuellen späteren Auseinandersetzung. Aber eine unberechtigte oder rechtlich zweifelhafte Abmahnung fällt bei einer gerichtlichen Auseinandersetzung - wenn der Arbeitgeber sie unterstützend anführt - auf ihn selbst zurück!

@mepeisen

Es ist richtig, meine Aussage zur Möglichkeit der Rückforderung von Kosten für einen Beratungshilfeschein bei später entsprechend gestiegenem Einkommen war ein Irrtum, weil das nur die Prozesskostenhilfe betrifft.

Ob der Fragesteller allerdings Anspruch hat, hängt ja nicht nur von der Tatsache ab, dass er Auszubildender ist und ein entsprechend niedriges Einkommen hat: da sind ja auch andere persönliche Verhältnisse zu berücksichtigen, über die nichts bekannt ist!

@Familiengerd

Wenn er entsprechend vermögend ist, wird ihm das Bezahlen eines Anwalts keine Probleme bereiten.

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