Abmahnung für alle Mitarbeiter weil Verursacher des Schadens nicht gefunden wurde?

5 Antworten

Könnten alle Mitarbeit vor dem Arbeitsgericht zusammen klagen oder jeder für sich?

Wenn in den Betrieb mindesten 5 Beschäftigte gibt, kann ein Betriebsrat gegründet werden. Der Betriebsrat kann dann Abhilfte schaffen, notfalls auch gerichtlich.

Sollte er zum Arbeitsgericht? Hat er dort Chancen?

Zunächstmal wäre außergerichtlich die Rücknahme der Abmahnung zu fordern. Die gerichtlichen Chancen sie hier sehr gut, da eine Abmahung ins Blaue hinein absolut unzulässig ist. Allerdings muß bei der ersten Instanz des Arbeitsgerichts jeder seine Kosten selbst tragen.

Der Betriebsrat kann dann Abhilfte schaffen, notfalls auch gerichtlich.

Das ist falsch!

Mit Abmahnungen, die gegen einen (oder mehrere) Arbeitnehmer ausgesprochen wurden, hat ein Betriebsrat (offiziell) überhaupt nichts zu tun!

Die gerichtlichen Chancen sie hier sehr gut

Das lohnt sich hier überhaupt nicht, weil eine solche Abmahnung das Papier nicht wert ist, auf dem sie geschrieben steht.

Eine Abmahnung ist immer nur von Bedeutung zur Stützung einer möglichen (späteren) Kündigung; mit einer solchen Abmahnung, wie sie in der Frage beschrieben wird, würde sich ein Arbeitgeber nur lächerlich machen.

"Wenn in den Betrieb mindesten 5 Beschäftigte gibt, kann ein Betriebsrat gegründet werden."

Erstens ist die Abmahnung eine der wenigen arbeitsrechtlichen Angelegenheiten, bei denen der Betriebsrat kein Mitspracherecht hat. Somit kann nicht der Betriebsrat, sondern nur den Betroffene selbst sich an das Gericht wenden.

Und zweitens wären die Mitglieder die gleichen Leute, die jetzt hier die Frage stellen. Glaubst du, wenn man in den Betriebsrat gewählt wird, bekommt man automatisch die Erleuchtung in allen Fragen des Arbeitsrechts?

Sollte er zum Arbeitsgericht?

Nein - weil es sich schlicht und einfach nicht lohnt bei einer solchen "Abmahnung".

Diese Abmahnung ist nach den Umständen, wie Du sie beschreibst, ganz einfach das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben steht (wenn sie denn schriftlich erteilt wurde).

Eine Abmahnung muss bestimmten inhaltlichen Kriterien entsprechen, um gegebenenfalls rechtliche Folgen (z.B. als Stützung einer später einmal ausgesprochenen Kündigung) nach sich ziehen zu können: sie muss dem bestimmten betroffenen Arbeitnehmer ein konkretes Fehlverhalten mit dessen genauer Benennung und dem Zeitpunkt vorwerfen und für den Fall der Wiederholung arbeitsrechtliche Maßnahmen (bis hin zur Kündigung) androhen. Wenn der Arbeitgeber aber nicht weiß, welchem konkreten Arbeitnehmer ein bestimmtes Fehlverhalten (hier der Diebstahl des Spülmittels) vorzuwerfen ist, kann er auch keinem bestimmten Arbeitnehmer eine Abmahnung mit einem konkreten Vorwurf erteilen.

Eine Abmahnung ist immer nur von Bedeutung zur Stützung einer möglichen (späteren) Kündigung; mit einer solchen Abmahnung, wie sie in der Frage beschrieben wird - die aber überhaupt keine rechtswirksam bedeutende Abmahnung ist! -, würde sich ein Arbeitgeber dann aber nur lächerlich machen.

Da wuerde ich gar nicht reagieren und mich ganz entspannt zurueck lehnen. Wenn der Arbeitgeber sich tatsaechlich irgendwann auf diese "Abmahnung" berufen und damit irgendwelche Schritte gegen den Arbeitnehmer begruenden will, kann man ihm den Quatsch immer noch um die Ohren hauen. Das wird aber hoechstwahrscheinlich nie pasieren. So bloed kann der Arbeitgeber naemlich kaum sein.

Natuerlich entfaltet eine solche "Kollektivabmahnung" keine arbeitsrechtliche Wirkung. Sie bewirkt lediglich, dass der Arbeitgeber Dampf ablassen konnte und ihr euch jetzt verunsichert fuehlt. Fuer diese Verunsicherung gibt es aber ueberhaupt keinen Grund.

In einer Abmahnung steht für gewöhnlich, dass bei einer Wiederholung ordentliche bzw. fristlos gekündigt wird!

Und? Schmeißt er bei einer Wiederholung dann ALLE raus? 😂🤣😁😃

Diese Abmahnung ist unwirksam!

Schriftlich zu Entfernung aus der Personalakte auffordern.

Weigert sich der Chef, kann man natürlich weitere Schritte wie Anwalt/Arbeitsgericht ins Auge fassen.

Aber Achtung: Hat der Betrieb weniger wie 11 Beschäftigte, wird der Chef Mitarbeiter relativ einfach los. Und das ohne Begründung!

Und wenn die weniger als 11 wirklich fest zusammenhalten hat er ein Problem, er kann ja schlecht alle rauswerfen.

@eieiei2

Ja aber den einzelnen, den der sich das nicht gefallen lassen will! Und tschüsssssss!

@alarm67

So ist es leider meistens. Irgendjemand ist immer da, der sich selbst Vorteile verspricht, wenn jemand anderes einen Nachteil hat. Zusammenhalt gibt es keinen.

Weigert sich der Chef, kann man natürlich weitere Schritte wie Anwalt/Arbeitsgericht ins Auge fassen.

Für solche einen Blödsinn von "Abmahnung" auch noch Geld für einen Anwalt zum Fenster hinaus werden?!?

Das lohnt sich hier doch überhaupt nicht, weil eine solche Abmahnung das Papier nicht wert ist, auf dem sie geschrieben steht.

Das einfachste wäre es, diese Abmahnung schlicht und einfach zu ignorieren!

Eine Abmahnung für alle, weil der Täter nicht ermittelt werden konnte? Der Chef hat echt keine Ahnung von Personalwesen.

Rechtens ist es auf keinen Fall. Fachanwalt für Arbeitsrecht einschalten - falls die Möglichkeit besteht - und die Abmahnung ungültig schalten.

Fachanwalt für Arbeitsrecht einschalten - falls die Möglichkeit besteht - und die Abmahnung ungültig schalten.

Ach was. Auf so einen Unsinn braucht man ueberhaupt nicht zu reagieren. Der AG kann mit einer solchen "Abmahnung" arbeitsrechtlich rein gar nichts anfangen.

Fachanwalt für Arbeitsrecht einschalten - falls die Möglichkeit besteht - und die Abmahnung ungültig schalten.

Für solche einen Blödsinn von "Abmahnung" auch noch Geld für einen Anwalt zum Fenster hinaus werden?!?

Das lohnt sich hier überhaupt nicht, weil eine solche Abmahnung das Papier nicht wert ist, auf dem sie geschrieben steht.

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