Ablehnung Wohngeld

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Eine mündliche Ablehnung ist kein Bescheid, jeder kann Wohngeld beantragen wenn er das möchte. Mit diesen Informationen sehe ich keinen Grund weshalb die Familie keinen Wohngeldanspruch hat. Ganz im Gegenteil die Famillie hat eine gute Chance Wohngeld zu erhalten und auch Kindergeldzuschlag, sie sollten die entsprechenden Anträge stellen. Die Schwerbehinderung der Tochter wirkt sich auch positiv auf die Höhe des Wohngeldes aus.

Das Einkommen wird für sie zu hoch sein, um Anspruch auf Wohngeld zu haben,es kommen ja auch noch 368 € Kindergeld dazu !

Dann liegt das Einkommen bei min.1600 € Netto Mann + 250 € Mutter + ca.370 € Kindergeld,macht in etwa 2220 € Netto.

Es würde dann nur noch eine Aufstockung ( ALG - 2 ) vom Jobcenter übrig bleiben,da stünde ihnen etwas zu,wenn auch nicht sehr viel.

Der Bedarf würde betragen :

Der läge bei 2 x 353 € Regelsatz Eltern + 296 € Regelsatz große Tochter + 261 € Regelsatz kleine Tochter + 538 € für die Kosten der Unterkunft und Heizung = 1801 € gesamter Bedarf.

Das Einkommen beträgt aber min.2200 € !

Zieht man davon jetzt noch die Freibeträge von min.330 € ab,würde ein anrechenbares Einkommen von 1870 € übrig bleiben. Dazu würden dann noch die Freibeträge der Frau auf die 250 € Brutto kommen,die lägen bei 130 €.

Diese 130 € würden dann noch von den 1870 € anrechenbarem Einkommen abgezogen,es blieben somit noch etwa 1740 € gesamtes anrechenbares Einkommen übrig.

Sie würden also in etwa noch 60 € Aufstockung vom Jobcenter bekommen.

Das kann natürlich auch etwas mehr oder weniger werden,das kommt auf das genaue Brutto/ Nettoeinkommen an. Es hat aber den Vorteil,das man bei einer evtl.Nachzahlung von Betriebs / Nebenkosten,diese auch vom Jobcenter übernommen bekommt,wenn das Jobcenter keine Unwirtschaftlichkeit nachweisen kann.

Bei einer Gutschrift die sich nicht aus der Abschlagszahlung für den normalen Haushaltsstrom ergibt,würde diese im Gegenzug auch als Einkommen angerechnet und diese auf die laufenden Leistungen angerechnet.

Das Kindergeld wird aber bei der Wohngeldberechnung nicht berücksichtigt, also besteht wohl doch eher ein vorangiger Anspruch auf Wohngeld und dann kommt ja noch der Freibetrag von 125,- Euro hinzu wegen der behinderten Tochter.

Die Familie muss einen schriftlichen Wohngeldbescheid beim Wohnungsamt einreichen mit allen Unterlagen, die soe haben.

Auf eine muendliche Aussage wuerde ich mich naemlich erst einmal nicht verlassen, Erst wenn dann der schriftliche Wohngeldantrag abgelehnt wurde, dann ist auch erkennbar, warum er abgelehnt wurde.

Sollte man mit der Ablehnung dann nicht einverstanden sein, kann man Wiederspruch einlegen bei der Woyhngeldstelle und bittet um nochmalige Pruefung und Abaenderung des ursp[ruenglichen Bescheides.

Nach Eingang des Ablehnungsbescheides hat man einen Monat Zeit einen solchen Wiederspruchsantrag einzureichen.

Guten Abend WilliArndt,

sage Deinen Nachbarn, dass sie direkt zur Wohngeldstelle gehen sollen, um sich die dafür benötigten Formulare zu holen . Also bei uns heisst es Wohngeldstelle, doch fast in jedem Bundesland wird es anders genannt.

Nicht auf mündliche Ablehnungen hören, denn so etwas zählt nicht. - Abgelehnt kann nur das werden, was vorher schriftlich beantragt wurde. Meist wird der erste Antrag tatsächlich abgelehnt. Doch sie sollen sich davon nicht "einschüchtern" lassen. Die Verfahrensweise in den Behörden ist nicht immer so ganz nachvollziehbar.

Man muss dann einfach nur einen Widerspruch einlegen, den jedoch "fristgemäss". - Wenn nötig auch einen Zweiten.

Oft sieht man bei Antragsformularen nicht gleich so richtig durch, doch das ist schon so gewollt - nett-sag, denn es ist keineswegs eine Unterstellung.

Es gibt "Stellen" (wie die jetzt bei Euch heissen, weiss ich nicht), die jedem beim Ausfüllen der vielen Papiere helfen. Denn diese Antragsformulare haben es mitunter "in sich". Du weisst wie ich es meine. Doch es steckt schon "Methode" hinter, damit man evtl. schon vorher kapituliert - nett-sag

Vielleicht trägt sogar die Schwerbehinderung der Tochter etwas mit bei, denn 90 Prozent bekommt man nicht einfach so. Vielleicht verbirgt sich bei den 90 Prozent auch noch eine Pflegestufe. - nett-sag. Falls dem so ist, weiss ich nicht, ob Pflegegeld dabei ausgeklammert werden kann. Ich persönlich würde mir diese o.g. Hilfe zum Ausfüllen holen. Ein "schlechtes" Gewissen muss man da nicht haben, denn es ist vollkommen legitim.

Ich wünsche viel Erfolg und drücke ganz fest die Daumen

Grüssle Natalie.

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