Abgabe der Vermögensauskunft, Folgen?

5 Antworten

Das Unternehmen wird den Titel gegen dich verkaufen. Für kleines Geld an ein Inkassounternehmen, das dann 30 Jahre lang versucht das Geld einzutreiben.

Insofern ist das Unternehmen nicht abgesichert und macht durch dich Verluste.

Danke! Das war die Antwort, die ich lesen wollte. Interessant, ich wusste nicht, dass das so funktioniert. Weißt du zufällig wie viel Prozent der Gläubiger von der eigentliche Schuldsumme in etwa beim Verkauf des Titels erhält?

Der Gerichtsvollzieher kommt dann längere Zeit nicht mehr. Jedoch bist du danach offiziell Pleite - Kein Handy, Wohnung, Kreidt oder sonstige Geschäfte-

Da du eh keine "Wahlmöglichkeiten" hast ?

Ist das ein Risiko was man als Unternehmer eingehen muss?

Nein, das ist kein Risiko an Menschen zu gelangen die einen bescheissen und nicht bezahlen.

Straftrechtlich kann es auch Konsequenzen geben, wenn herauskommt das du Verträge eingegangen bist obwohl du wusstest kein Geld zu haben

Danke für die Antwort!

Offiziell pleite zu sein, damit kann ich leben..

"Nein, das ist kein Risiko an Menschen zu gelangen die einen bescheissen und nicht bezahlen."

Was ist es dann? Klingt für mich nach einem großem Risiko. Aber davon abgesehen war meine Frage eigentlich, ob Unternehmer denn die Möglichkeit haben, wenn Sie laut deinen Worten "beschissen" wurden und der Schuldner nicht zahlungsfähig ist, noch an Ihr Geld zu kommen.

"Straftrechtlich kann es auch Konsequenzen geben, wenn herauskommt das du Verträge eingegangen bist obwohl du wusstest kein Geld zu haben"

Das scheint mir logisch.

Nein dass muss kein Unternehmer eingehen. Es kann auch als Betrug ausgelegt werden.

Der Gläubiger wird es an ein Inkassounternehmen abgeben oder auch einen gerichtlichen Titel holen und kann dann 30 Jahre das Geld fordern.

"Nein dass muss kein Unternehmer eingehen. Es kann auch als Betrug ausgelegt werden."

Es "kann" als Betrug ausgelegt werden, aber das passiert wohl in der Realität eher selten. Also hat ein Unternehmer sonst keine Möglichkeit sicherzustellen, dass er sein Geld auch zu 100% bekommt?

Die Weitergabe an ein Inkasssounternehmen bzw. das Besorgen des gerichtlichen Titels ist beides bereits erfolgt, sonst wäre eine Abgabe der Vermögensauskunft gar nicht möglich.

Das eine Kunde nicht bezahlt, wo bei es egal ist, ob dieser nicht kann oder nicht will, dass ist das älteste aller Unternehmerrisiken.

Logisch, ich fragte mich nur, ob Unternehmen vor diesem Risiko durch jeweilige Gesetze geschützt werden. Scheinbar zumindest nicht vollständig.

@M4RC12

Der Gesetzgeber stellt Organe zur Geltendmachung und Durchsetzung von Forderungen zur Verfügung (Vollstreckungsgericht und Gerichtsvollzieher), aber das Risiko muss der Unternehmer tragen, und es ist auch nicht Aufgabe des Staates den Unternehmer davor zu schützen.

Womit wäre es gerechtfertigt, dass der Unternehmer Gewinn erzielt, aber vor Verlust geschützt wird? Dann wäre er besser gestellt, als ein Arbeitgeber, weil dieser zwar vor Risiko geschützt ist, aber keine Chance auf Gewinn über das vereinbarte Gehalt hinaus.

Irgendwo müssen sich Gewinnerwartung und Risiko die Waage halten.

Wenn der Gläubiger Dich auf dem Kieker hat, kann er die nächsten 30 Jahre immer mal wieder bei Dir vorbeischauen (lassen). Auch bei Deinen Kindern.

Und wo genau soll das stehen, mit den Kindern?

@Marelou

Schulden werden vererbt.

@Guekeller

Naja, sie können. Müssen aber nicht.

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