Abbuchung Finanzamt vom Erbengemeinschaftskonto: Es gibt 2 Erben. Der eine (Sohn) ist Erbschaftssteuerfrei, der andere (Neffe) mußte ca. 50.000 Euro zahlen. ?

5 Antworten

Das Finanzamt kann auch ohne Titel direkt vollstrecken, sobald die Einspruchsfrist gegen den Steuerbescheid abgelaufen ist. Das ist insoweit also anders als bei privaten Gläubigern. Natürlich sind im Innenverhältnis also zwischen den Erben die 50000€ von den Steuerpflichtigen zu tragen.



soviel ich weiß ist das ok, denn es wird ja aus dem Erbe heraus fällig und das Finanzamt holt sich sein Geld immer als erstens und vor allem dort, wo Geld liegt und das ist eben genau diese "Parkkonto". Da nur 1 Person erbschaftssteuerpflichtig ist ist diese Ausgabe ja zu 100% Zuordnen bar und geht deshalb auch zu 100% von seinem Anteil an diesem Konto ab.

Das Finanzamt hat sicher nicht ungefragt abgebucht. Irgendjemand der Erben muss dieses Konto ja angegeben haben und dafür eine Einzugsermächtigung erteilt haben. Der Neffe wird garantiert ein Schriftstück über die zu zahlende Erbschaftssteuer haben.

Das Finanzamt hat sicher nicht ungefragt abgebucht.

Ich vermute auch, das der Neffe eine Zahlungsaufforderung erhalten hat, und nicht fristgerecht gezahlt hat.

Das Finanzamt fragt nicht, sondert holt sich was es kriegt ;-)
Die Kontonummern sind im Allgemeinen seit Jahren bekannt, es gibt ja kein Bankgeheimnis mehr.

Auch das Finanzamt kann nicht "einfach so" irgendwo Geld abbuchen - da solltet ihr mal nachfragen. Möglich, dass ein Testamentsvollstrecker im Spiel war - der darf meines Wissens nach fällige Beträge abführen. Leibliche Kinder und Menschen mit Pflichtteil haben einen höheren Freibetrag als andere Erben, daher der Unterschied zwischen Sohn und Neffe.

Wenn du trotzdem unsicher bist: frag einen Anwalt oder versuch es bei der Sozialberatung (obwohl die eigentlich eher für Menschen gedacht ist, denen man nicht mal eben 50.000€ abbuchen kann...)

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