Ab wann wird Artikel 13 in Kraft treten?

5 Antworten

und somit für das Ende des Internets meiner Meinung nach gestimmt.

So ein Blödsinn! Es wird sich im Grunde ja kaum was ändern. Dass etwas verhindert wird was man ja auch heute schon nicht darf und für das man ja auch bestraft werden könnte ist ja nicht gleich das "Ende des Internet"!!!

"Internet" bedeutet ja nicht "rechtfreier Raum in dem man gegen das Gesetz verstoßen darf".

Es ist bestenfalls eine längst (!) überfällige Korrektur des Internet

Nur dadurch das jetzt die Internetbetreiber haften statt die User wird doch keine Seite die einigermaßen schlau ist den Usern freien Lauf lassen. Ich kann verstehen das YouTube dann keine kleineren Usern mehr die Möglichkeit bieten lassen wird Videos hochzuladen. Bei der Menge an Videos die auf YouTube jeden Tag auftauchen. Und ansonsten ist das Gesetz ja fast schon ein Segen für YouTube da sie sich nichtmehr um die kleinen Channels kümmern muss sondern auf die Großen Kanäle konzentrieren kann die Geld einbringen.

@MrBro

die einfachste Lösung wäre nach wie vor, dass jemand der etwas publizieren will seine Identität nachweisen muss (kann man z.B. ganz einfach bei der Post durchführen lassen). Man ist ja ohnehin verpflichtet für jedermann einsehbar ein Impressum auf seinem Kanal anzuzeigen und so gegenüber jedem Besucher seine Identität nachzuweisen, also kann man auch seine Identität gegenüber YouTube einmalig nachweisen. So kann jeder der es will publizieren und ist dann halt, wenn er gegen das Gesetz verstößt, in der Haftung

und wenn dann halt nicht mehr jeder mit irgendwelchen Schwachsinn die ganze Plattform zufüllt hat jeder was davon

@MrBro

Kurze persönliche Frage an dich.

Was ist YouTube für dich?

Und wozu benutzt du es?

Meiner Meinung nach:

Wird das alles weg sein, die plattform stirbt quasi aus sobald die jetzig vorhanden Channels gelöscht werden.

@JoshC7LS

YouTube ist nur ein Beispiel. Mich interessieren mehr die Foren wo Leute zum Beispiel wenn sie ein Schaden am Auto haben und ein Bild davon machen und es posten um die Community zu fragen was falsch ist, das wird zum Beispiel auch nicht möglich sein oder Zitate verwenden. Das sind Sachen die kaum jemanden interessieren doch ein Uploadfilter wird nur das Audi Logo sehen und schon schauen ob die Person die rechte von Audi hat und es sofort sperren. Das nenne ich übertriebene Zensur.

@MrBro

Mich interessieren mehr die Foren wo Leute zum Beispiel wenn sie ein Schaden am Auto haben und ein Bild davon machen und es posten um die Community zu fragen was falsch ist, das wird zum Beispiel auch nicht möglich sein

natürlich wird das möglich sein!!!!!

Es geht ja nur darum dass man keine FREMDEN Inhalte posten darf. Durfte man ja aber auch noch nie! Es ändert sich nichts. Eigene Fotos kannst und darfst du jederzeit überall posten

oder Zitate verwenden.

Mit Zitaten ist das ohnehin so eine Sache... in mehr als 90% der Fälle in denen die Leute glauben dass sie das recht zum zitieren hätten haben sie es nicht. Aber auch hier: wenn sie das Recht haben, dann können und dürfen sie auch weiterhin zitieren

 doch ein Uploadfilter wird nur das Audi Logo sehen und schon schauen ob die Person die rechte von Audi hat und es sofort sperren

Das ist doch kompletter Blödsinn!!

Das nenne ich übertriebene Zensur.

Nein, das ist übertriebene und  unnötige Panikmache für die es keinerlei (!) Grundlage gibt.

@GammaFoto

Sry danke fürs aufklären. Ich hatte nur mit Gesichtserkennungssoftware zu tun bisher und weis das wenn man so ein Programm wenn es noch selbstständig lernen kann man es auch mit Autos füttern kann und er erkennt auch Autos genau und zum teil sogar umbauten an den Autos. Ist ein interessantes Gebiet auf dem sich ein Freund von mir bewegt. ^^

Natürlich ist es nur eine Frage wie sehr die Webseitenbetreiber es steuern und wie der Filter arbeitet. Mal sehen was da so los sein wird...

Bei Autos ist es ja so das alle Teile von einem Auto von unterschiedlichen Händlern gekauft werden können außer die von außen sichtbaren Teile. Die müssen in Deutschland vom Originalhersteller kommen weil nach dem Deutschen Gesetz sie noch irgendwelche Designrechte auf diesen Teilen haben... Überspitzt könnte es halt wirklich zu dummheiten kommen.

Da die Frage erneut gestellt wurde:

Vorerst noch nicht, das Parlament muss über den Entwurf entscheiden, das wird ende März Anfang April sein.

Zunächst muss das Plenum des Europaparlaments über den Beschluss des Rechtsausschusses abstimmen. Danach ist der abgenickte Entwurf Grundlage für Verhandlungen zwischen Europarat, Kommission und Parlament, auch Trilog genannt.

Ich glaub die meisten hier verstehen das Problem nicht. Das ist das Ende für das Internet wie wir es kennen da es sich in keiner Weise rentiert für YouTube kleinere Kanäle mitzuziehen. Entweder es wird halt ein Standard Monatspreis für YouTube aufgestellt als Nutzungsgebühren, nur um diese irrwitzige Anzahl an Videos zu untersuchen auf geklaute Inhalte, um das zu finanzieren oder es werden kleinere Kanäle einfach ganz rausgestrichen. Selbst wenn es Computer machen braucht man doch schon ne Menge Rechenkapazität bei den Videos die rein gestellt werden. Das Problem ist halt: Es haften laut Artikel 13 nicht die User, sondern die Betreiber und da werden die Betreiber sicher auch mal auf irrwitzige Summen verklagt. Das können sie nicht riskieren. Und wer meint das YouTube jetzt wegen dem Artikel 13 nicht mehr Geld mit verbotenen Inhalten baggern kann und deswegen glaubt YouTube hat Angst um seien Geld Quelle, der liegt falsch, denn wenn YouTube wirklich die kleinen Kanäle rausstreicht, was bleibt Übrig? Genau! Die Riesen Kanäle die Millionen Beträge machen, die die sich Lizenzrechte problemlos leisten können und dadurch kann YouTube einfach 4/5 aller Arbeiter entlassen da sie sonst eh nichts zu tun haben und die übrigen arbeiten nur noch mit den großen YouTubern, was dazu führt das YouTube wahrscheinlich mehr Geld macht als jetzt. Es werden weniger Server benötigt und weniger Personal.

Also das war jetzt am Beispiel youtube da dort wohl am ehesten Veränderungen auftreten werden. Es werden wahrscheinlich auch andere Sachen folgen doch das sind zu viele Sachen um alles hier aufzuzählen.

@MrBro

Ich finde den Aspekt der Seite Wikipedia noch interessant. Auch sie werden unter den Artikeln 11-14 leiden. Sie haben vor kurzem für einen Tag (vielleicht auch öfters, ich habe nur 1 Tag mitbrkommen) ihre Website gesperrt, mit der Information, dass Wikipedia zwar eine Ausnahme bei einem der Artikel ist, bei den restlichen jedoch nicht. So müsste Wikipedia zum Beispiel für alle Zitate aus Zeitungsartikeln entweder Linzenzen kaufen oder später Bußgelder zahlen.

Meiner Meinung nach ist der jetzige Artikel 13 und Co unsinnig. Klar, Urheberrecht ist wichtig und man muss etwas dafür tun, aber dazu gehören weder Zensur, noch in der Praxis Umögliches zu verlangen. Damit machen sich viele unbeliebt (wie man an der CDU sieht ; ich weiß beispielsweise alleine von 70+ Leuten, die CDU nicht mehr wählen würden).

Auch finde ich wichtig zu erwähnen, dass das laut UN etwas mit der Meinungsfreiheit zu tun hat. Der Verantwortliche für Meinungsfreiheit der UN, der wohl einer der bestinformierten zum Thema Meinungsfreiheit ist, hat sich zu Artikel 13 geäußert und behauptet, dass sie die Meinungsfreiheit verletzen.

Diese Info ist jetzt schon ein paar Wochen alt und eventuell nicht Up-to-Date, aber man sollte das trotzdem beachten, meiner Meinung nach.

Ich kann tatsächlich nicht nachvollziehen, wie man dieses Gesetz relativieren kann.
Die Meinungsfreiheit ist eines unserer höchsten Güter, wenn nicht gar das höchste und wichtigste.
Einer Einschränkung dieser Tür und Tor zu öffnen halte ich für mehr als bedenklich!

Natürlich wollen wir alle, dass Urheber mehr für ihre Werke bekommen, Artikel 13 bezieht sich jedoch auf die Verwertungsgesellschaften dieser, also wird im Endeffekt kaum mehr beim eigentlichen Urheber ankommen.

Erschwerend kommt hinzu, dass dadurch dass die Betreiber (verständlicherweise!) nicht zahlen wollen, wenn ein User einen Verstoß begeht, sie jeden "risikoupload" lieber blocken werden. Wer jetzt schreit, dass es ja dagegen eine Widerspruchsmöglichkeit geben wird, kann sich ja mal angucken wie lange solche Überprüfungen dauern.

Und bedenkt folgende Situation: Wenn ihr jetzt grade etwas schreibt, was mir zb nicht passt, dann kann ich es melden, es wird geprüft, und festgestellt, dass alles rechtens ist -> ihr merkt davon nicht viel.

Wenn Artikel 13 etabliert ist, sieht es etwas anders aus: ich melde es, eure aussage wird vorerst gesperrt, geprüft und dann erst wieder freigegeben. und ich wiederhole, wir alle wissen wie lange solche Prüfungen dauern.

Ganz ehrlich, die Memes, Musik, Filme, Serien, das ist alles ok, das gehört geblockt.
Aber auf Kosten der freien Meinungsäußerung? ich weiß nicht ob es das Wert ist.

  • An den Fragensteller: für die Umstellung auf die DSGVO hatte man damals ab beschluss 2 Jahre Zeit. Denke es verhält sich hier ähnlich.

Ich denke von allen hier erst kürzlich geposteten Antworten, beschreibt diese Antwort ganz logisch wie es in der Realität tatsächlich aussehen wird. Und ja, Relativismus ist deshalb auch völlig unangebracht. In den Medien wird man mehrfach nur durch theoretische Ansätze zugemüllt und auch der Hr. Voss wusste nicht mehr über die technische oder realistische Umsetzung dieses Artikels Bescheid.

Wie der Artikel 13 'realistisch' aussehen wird, beschreibt deine Antwort sehr treffend. Die Prämisse der Urheberrechtsreform kann nämlich schon rein logisch nicht eingehalten werden, wenn man das Video weiterhin bestehen lassen würde bevor eine Prüfung stattfindet. Ganz logisch werden also die Firmen lieber zur kostengünstigeren und schnelleren Methode greifen, dem Upload-Filter, zumindest einem temporären Block, der sich, wie du gesagt hast, aber dann durchaus über mehrere Tage, Wochen oder sogar Monate hinziehen kann. Weiter gedacht, würde dies jedoch bedeuten, dass YouTube oder andere Plattformen trotzdem ein riesiges Team bereitstellen müsste, dass die Videos dann einzeln überprüft, ob tatsächlich gegen Copyright verletzt wurde. Auch das werden sich die Plattformen aber leider nicht lange gefallen lassen; Es ist ein zu großer Kostenfaktor. Entweder werden sie also solche Überprüfungen lange ziehen lassen oder aber (und das ist wahrscheinlicher) werden sie darauf plädieren, dass man doch über die Idee eines automatisch gesteuerten (über KI) Upload-Filters nachdenkt, da es sonst einfach anders nicht funktionieren würde.

Deshalb wird auch das Thema "Upload-Filter" bald wieder im Bundestag in der Diskussion landen. Und man darf sich jetzt schon darauf einstellen, dass die vor kurzem getätigte Aussage der CDU: "Mit uns wird es keine Upload-Filter geben" (also nur für Deutschland) eine Aussage bleiben wird, die mit Vorsicht und höchster Skepsis zu genießen ist. Der Einfluss von Lobbyinteressen ist nunmal (und das kann jeder selbst nachschlagen; man siehe Spendenlisten für Parteien) stark; Eine weitreichende Beschwerde oder sogar Anklage reicht aus, um auch dort die CDU wieder das tun zu lassen, was sie eben häufig so oft tun: Versprechen brechen und dann doch den Upload-Filter gewähren lassen.

Der Relativismus, der wiederum zu diesem Thema herrscht, zeigt aber genau, wer sich wirklich über den Sachverhalt informiert hat und wer nicht. Spätestens dann, wenn man dann selbst betroffen sein wird, wird sich dieser Relativismus aber ganz von selbst legen. Versprochen. Man muss ja nicht mal ein Kämpfer für Meinungsfreiheit sein, um diesen Artikel schon reicht pflichtgemäß abzulehnen. Die Logik und die kaum mögliche technische Umsetzbarkeit genügt schon, um die Urheberrechtsreform in dieser Form abzulehnen.

Du findest also das dass mit den Filmen und der Musik in Ordnung ist? Ich auch! Aber bei meines hört der Spaß auf. Meines sind mein Leben und ich sage nur: #savethememes !

Wie zum Geier kommst du auf die Idee, dass Artikel 13 auch nur das geringste mit der Meinungsfreiheit oder gar deren Einschränkung zu tun hätte?! o.O

Oder kann es sein, dass du gar nicht weiss, was die Meinungsfreiheit überhaupt ist?

Schaust mal hier: http://www.sprachlog.de/2014/04/19/xkcd-meinungsfreiheit/

Kurzfassung: Meinungsfreiheit bedeutet nicht weiter, als dass der Staat dich für deine Meinung nicht belangen kann. Wenn jetzt aber z.B. ein Forumsbetreiber o.ä. es für notwendig bzw. sinnvoll erachtet beispielsweise in seinem Forum jeden Post zu löschen/blockieren, der die Meinung "Katzen sind besser als Hunde" vertritt, dann hat das mit der Meinungsfreiheit bzw. deren Einschränkung nicht das geringste zu tun.

Und selbst wenn Youtube z.B. sämtliche Videos, in denen Hunde dargestellt werden löschen/blockieren würde, hätte das auch nicht das geringste mit der Meinungsfreiheit oder deren Einschränkung zu tun...

@Isendrak

Dann frage ich dich, wie der Verantwortliche für Meinungsfreiheit der UN sagen kann, dass das was mit Meinungsfreiheit zu tun hat. Und ich denke es ist offensichtlich, dass diese Person mehr darüber weiß als die meisten anderen Leute. Ob du dazu gehörst, kann ich nicht beurteilen, aber ich gehöre zu den meisten anderen Leuten.

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