Ab wann ist es Bestechung?

5 Antworten

klar geht es darum neue kunden zu "schanghaien". auf dem hart umkaempften markt, muessen zulieferfirmen mit "harten bandagen" kaempfen. und was die verantwortlichen ihren chefs erzaehlen, bleibt ja jedem selbst ueberlassen. es muss ja keiner NIX erzaehlen.

Die Einladung in ein gutes Restaurant gilt sicherlich noch nicht als Bestechung :-) Die Randbedingungen (geheim halten,....) scheinen mir natürlich "grenzwertig" zu sein, ist aber kein Verbrechen. Zur Straftat wird es erst, wenn du dann z.B. bei diesem Lieferanten etwas kaufst, zum Nachteil gegenüber anderen.... Schau mal hier zur Definition von "Bestechung" nach: http://de.wikipedia.org/wiki/Bestechung - bzw. google weiter danach :-)

Andere Lieferanten werden bereits benachteiligt, da keine Vergleichsangebote eingeholt werden, sondern nur bei dieser Firma bestellt wird (auch wenn es mal teurer ist) bzw. der Lieferant bekommt die die Preise der Gegenangebote grundsätzlich genannt, um dementsprechend seinen Preis anzupassen.

@wolliwollsau

Ooops .... wenn die Preise der Gegenangebote genannt werden, ist definitiv zu weit gegangen! Ich würde schon aus reinem Selbstschutz heraus das nicht totschweigen. Natürlich wirst du nicht einfach deine Kollegen in den Schmutz ziehen, sondern musst "sensibel" vorgehen -> bleib aber in der Sache hart+fair! Ich würde als erstes deine berechtigten Bedenken und Gründe deinem direkten Vorgesetzten und gesamten Team auf den Tisch legen. So können sie entsprechend reagieren. Ihr müsst offen und ehrlich (und "neutral") darüber diskutieren können, dann kommt das gut. Wenn ihr als Gruppe nicht fähig sein, neutral darüber zu diskutieren, dann wird möglicherweise eine Eskalation nach (ganz) oben unausweichlich sein.

Genau aus dem Grund stellen große Konzerne das jetzt aktuell auf ein absolutes "Null" System um. Mitarbeiter dürfen dort nicht mal mehr einen Kugelschreiber von einem Lieferanten annehmen - dann gibt es auch keine Probleme die Grenze von "zu viel" oder "geht noch so" zu ziehen.

Kenne das aus eigener Erfahrung als Einkäufer in einem Konzern. Klar möchte ein Lieferant eine Geschäftsbeziehung aufbauen oder einer bestehende stabilisieren. Da kommen hin und wieder Angebote unterschiedlichster Art von den Lieferanten. Um sich nicht "abhängig" von diesen Lieferanten machen zu lassen, sollte man diese Einladungen nicht annehmen. Dann ist man frei in den Entscheidungen, vorallem wenn es um Preisverhandlungen geht. Es ist schon ein Unterschied, ob ich mit jemanden verhandle, der mir vielleicht einen Urlaub geschenkt hat, oder einer, bei dem das nicht der Fall ist. In den meist grösseren Firmen gibt es da genaue Regelungen, bis zu welchem Wert man Geschenke annehmen darf, oder überhaupt etwas annehmen darf. Veranstaltungen der Art, wie du diese beschreibst, bleiben auf Dauer der Geschäftsleitung nicht verborgen. Da kommt es eben darauf an, wie die Geschäftsleitung bei Kenntnis reagiert. Ganz klar ist Sinn und Zweck einer solchen Veranstaltung , dass man die Entscheidungen der Mitarbeiter zu Gunsten des Lieferanten beeinflusst. Aus der Politik haben wir da doch genügend Beispiele. Oder von der Pharmaindustrie, die Ärzten teure Urlaube finanzieren. Klar ist das eine Art Bestechung, vielleicht sogar mehr. Andere in eine gewisse Abhängigkeit zu bringen.

Danke für deine Antwort! Ich habe jahrelang im Einkauf eines Großunternehmens gearbeitet und kenne daher auch solche Angebote. Nun habe ich vor einiger Zeit die Stelle gewechselt und schau mir seitdem dieses Schauspiel in dem jetzigen Einkauf an. Es nervt mich langsam tierisch (zumal ich mich in meiner Arbeit behindert fühle, da es ja von Anfang an feststeht, wer den Auftrag bekommt) und ich weiß nicht so recht, wie ich reagieren soll bzw. ob ich da vielleicht zu viel hineininterpretiere :-(

@wolliwollsau

Ich würde da gar nichts unternehmen. Es ist ausschliesslich Sache des Vorgesetzten oder der Geschäftsleitung, hier entsprechende Massnahmen einzuleiten. In vielen Fällen ist es doch so, dass hinter den Kulissen die Fäden gezogen werden, Abteilungsleiter oder gar das Management aus der Geschäftsverbindung provitieren. Das bekommst du als Mitarbeiter gar nicht mit, wenn ein Lieferant über die private Schiene sich Vorteile bei den Entscheidungsträgern verschafft. Lass es so laufen wie es ist, erledige deine Arbeit und vergiss, was sich der eine oder andere unterm Tisch zuschiebt. Am besten ist es, sich rauszuhalten.

Ein blumenstrauß an die Lehrerin, eine Bonbonniere an den arzt oder die Krankenscgwester, ein Kaffee an den briefträger ist keine Bestechung, sondern gehört zum normalen Umgang mit seinen Mitmnschen.

Hingegen ist es eindeutig Korruption, wenn ein politiker, journalist oder lehrer auch gegen den rechten sinn "politisch korrekt" bleibtoder Ungerechtigkeit gegenüber Kollegen duldet, nur um sein einkommen zu sichern. Beamten sind befehlsempfänger, für sie ist es schwieriger; Bei gewählten Politikern ist es unverzeihlich.

So erlebe ich das, so wird auch die gesellsschaft verdorben, und teilwiese die Menscheit druch das pharma-, chemie,- Ölkartell ermordet: weil bezahlte leute die augen verschließen, weil politike gesetze an konzerne verkaufen.

Es MUSS kein Kuvert (Umschlag) mit Schwarzgeld sein. Alleine Kompromisse die aus eingennutz geschlossen werden sind die shlimmste Korruption.

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