500 Euro Lohabzug weil Zeitkonto im Minus?

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Hallo, ich habe über 10 Jahre die Abrechnungen von MA bei einer Zeitarbeitsfirma durchgeführt.

  1. Wenn die Zeitarbeitsfirma 6 Stunden pro Tag in Ansatz bringt, muss der Arbeitsvertrag über 30 Wochenstunden lauten.Vollzeitverträge lauten aber über 35 Stunden, also wäre das dann erstmal schon falsch.

  2. Wenn die Minusstunden aufgelaufen sind, weil das Zeitarbeitsunternehmen keine Arbeit hatte, geht das immer zu Lasten der Zeitarbeitsfirma. Es dürfen diese Minusstunden nicht abgezogen werden. Auch wenn es im Arbeitsvertrag so hinterlegt ist. Diese Fehlstunden sind und bleiben Arbeitgeberrisiko. Warum ist es so schwer zu verstehen und wird immer wieder nachgefragt ....??? Die Zeitarbeitsfirmen zahlen dies allerdings meist nicht freiwillig, allerdings die Arbeitsgerichte entscheiden in der Regel für den Arbeitnehmer, da auch das Gericht dies als sittenwidrig ansieht. Ich habe als Vertreter meiner Zeitarbeitsfirma an mehreren dieser Prozesse teilgenommen, die alle von den Mitarbeitern gewonnen wurden. Aufgabe des Disponenten in einer Zeitarbeitsfirma ist es, sich um Einsätze der Mitarbeiter zu kümmern. Macht er seinen Job nicht, kann das nicht zu Lasten der Mitarbeiter gehen. Gerade in der jetzigen Zeit besteht auch die Möglichkeit für Zeitarbeitsunternehmen Kurzarbeit anzumelden.

  3. Wenn noch Urlaub vorhanden ist, würde ich mir diesen allerdings auf meine Minusstunden anrechnen lassen.

  4. Man kann zum Arbeitsgericht auch ohne Anwalt. Ich würde dies erst einmal tun. Oftmals lenkt nach Klageeingang das Zeitarbeitsunternehmen vorher schon ein und zahlt freiwillig nach.

Dazu gehört aber auch eine genaue Aufstellung von geleisteten Arbeitsstunden - bezahlten Arbeitsstunden - Kranken- und Urlaubstage ect. Dies muss für jeden Monat gemacht werden - von Beginn an. Dadurch erst kann man ersehen, ob und wieviel Stunden wirklich im Minus sind.

Man muss dagegen vorgehen. Mein ehemaliger Arbeitgeber rechnet heute korrekt ab. Dies hat allerdings auch zur Folge, dass heute schneller gekündigt wird, wenn MA längere Zeit keine Einsätze haben.

Habe alle Zeitnachweise die ich benötige zusammen.Wenigstens kann ich mich auf die Firma verlassen wo ich grade eingesetzt bin.Die unterstützen mich....Danke für die Antwort.Jetzt bin ich etwas beruhigt ;-)

hallo ich bin seit 05.05.2010 bei einer zeitrabeits firma in frankfurt,ich habe insgesamt 136 stunden gearbeitet habe 35 stunden vertrag,und 2 tage feirtag 14 stunden das macht insgesamt 150 stunden gearbeitet,meine frage die haben mir jetzt 14 stunden abgezogen und auf das zeitkonto hinterlegt,ich versteh nicht warum die mir das abgezogen haben,das beduetet die haben mich nur für 136 stunden bezahlt,die 2 tag haben die mir nicht bezahlt ob wohnl da feiertag war und nicht gearbeitet habe muss das doch von der zeitkonto agbezogenw erden und nicht plus rchenen,ist das so richdig oder bin ich falsch.danke für die antwort

Anwalt für Arbeitsrecht - die "lieben" die ZA-Firmen geradezu;-) Natürlich können die das nicht - oder steht das in Deinem Vertrag, dass sie das in diesem Falle könnten und Du hast den Schmarrn unterschrieben?

mein Zeitkonto darf max.mit 100h ins Minus gehen.Kurioserweise war mein sogar schon mit 109h im Minus ! Unterschrieben habe ich nichts....werde mich auch schwer hüten !!!

Soweit ersichtlich aus meinem Arbeitsvertrag der Tarifvertrag der CGZP und AMP.Ist nichts genaueres angegeben.Bei dem Minilohn noch einen Anwalt aufsuchen ?! Wie teuer wird so was ?

Wie teuer der Anwalt ist kann Dir Wurscht sein. Da Du weis Gott elend wenig Geld verdienst hast Du Recht auf Prozesskostenbeihilfe. Gehe einfach in Deiner Stadt zum Amtsgericht und lass Dir dort den zuständigen Rechtspfleger nennen. Dem erklärst Du die ganze Geschichte. Wenn er Aussicht auf Erfolg der Klage sieht bekommst Du den Schein, mit dem Du Dir einen Anwalt aussuchen kannst. Kostet Dich ausser Zeitund Geduld nix.

Zum Tarifvertrag der CGZP (Christliche Gewerkschaften Zeitarbeit und PSA hahaha) ist ein heftiger Tarifvertrag, (wenig christlich)hier kann verdammt viel rumgedeutelt und gedreht werden. Ich schaue mir den schnell noch mal an und schreibe Dir dann gleich noch nen kleinen Roman. Bis gleich.

@SuperJule

So, hab mir das Ding gerade noch mal angesehen. 1. sind in dem Tarif (wie befürchtet) extrem viele Schlupflöcher. d.h. die Untergrenze von minus 100 Stunden ist richtig. Aber das der Mitarbeiter diese 100 Stunden zurückzahlen muss steht da nicht drinne. 2. Kranken und Urlaubstage sind mit 7 h abzugelten ES SEI DENN im Arbeitsvertrag ist was anderes vereinbart. 3. Ist der Tarifvertrag AMP CGZP gar nicht mehr Tariffähig, was für Deine Klage sehr interessant werden könnte :-)

Also, ab, los,.... zum Amtsgericht

@SuperJule

Laut Arbeitsvertrag sind 100 Minusstunden erlaubt.Das die jedoch vom Lohn abgezogen werden dürfen ist logischerweise nicht im Vertrag ersichtlich.....danke für deine Hilfe.

Wenn Deine Firma nach AMP bezahlt, dann dürfen Minus-Stunden nur gegengerechnet werden, wenn die Stunden von Dir verschuldet wurden. Das wäre der Fall, wenn Du beispielsweise eine angebotene Arbeit nicht angenommen hast und deshalb Minusstunden aufgelaufen sind.

Sind die Minusstunden aufgelaufen, weil z.B. in Deinen Einsätzen nicht immer "voll" gearbeitet wurde oder weil zwischen Einsätzen Wartezeiten entstanden sind (das ist die Verantwortung Deines Arbeitgebers!), dann dürfen Minusstunden nicht gegengerechnet werden. Sie verfallen dann einfach, Du hast Anspruch auf den vollen Lohn.

Es gibt viele dunkelgraue bzw. schwarze Schafe unter den Zeitarbeitsfirmen, die einfach mal Geld einbehalten und schauen, ob etwas passiert.

Leg Klage ein. Geh zu einem Anwalt mit Fachgebiet Arbeitsrecht. Du hast nichts zu verlieren - Du hörst doch eh bei der Firma auf! Nur Mut! Das Arbeitsgericht selbst ist für Dich in der ersten Instanz kostenlos, für den Anwalt kannst Du Prozesskostenbeihilfe beantragen - ansonsten kostet er auch nicht die Welt. Oft hilft es auch schon, wenn er für Dich ein Schreiben mit einer Klagedrohung an den Arbeitgeber schickt.

Mal bei www.forum.jurathek.de nachfragen. Anmeldung und Nutzung sind kostenlos, und es gibt ein Unterforum für Arbeitsrecht.

Minus Stunden zurückzahlen nach Kündigung?

Schönen Abend ihr Lieben,

stehe gerade vor einem Problem. Ich habe letzten Monat meine Kündigung abgegeben und auch bereits meine Bestätigung für den 28.02 erhalten. Ich habe ein Zeitkonto von 120 Stunden im Monat und hatte genau noch 120 Minusstunden. Die sind folgender Maßen entstanden: Ich arbeite 75% zusammen mit meiner Arbeitskollegin die 25% arbeitet. Die Arbeit die wir ausführen brauch auch nur 2 Personen. (Etwas schwer zu erklären) Auf jeden Fall ist dann da noch eine Dame, die hin und wieder auch bei uns arbeitet sodass einer von uns beiden manchmal gar nicht auf unsere volle Stundensumme kommen. Zudem kommt dazu, dass ich ganz am Anfang eine Woche vor gearbeitet habe und später dann dafür eine Woche frei bekommen. Die freie Woche wurde mir dann aber als Minus angerechnet.. warum auch immer.. jetzt habe ich ein Gespräch mit meinem Chef gehabt bezüglich der Minusstunden und habe ihm vorgeschlagen noch an meinen „Freien Tagen“ anderweitig auszuhelfen sodass ich am Ende des Monats auf ca. minus 90 Stunden komme. Mal davon abgesehen wie die minusstunden entstanden sind, ist es mir ganz recht wen er mir das vom Gehalt abzieht denn länger da arbeiten möchte ich nicht da wirklich sehr viel dort passiert ist womit ich nicht mehr umgehen kann.. bei einer Zeitsumme von 120 Stunden und 90 minusstunden, muss ich da dann noch (abgesehen von dem abgezogenen Gehalt) etwas zurück zahlen? Also wird dass dann irgendwie anders gerechnet, brutto zum Beispiel? Hoffe es ist irgendwie verständlich wie ich dass meine.. bin zurzeit echt durch den Wind und hoffe einfach auf gute Antworten. Vielen Dank für eure Zeit!

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