450 Euro-Job und Pauschalsteuer?

3 Antworten

Beim momentanen Mindestlohn von 9,19 würde ich bei 49h Arbeit im Monat auf 450,31 Euro Brutto bzw 441,30 Netto kommen. Ist damit die 450 Euro Grenze überstiegen?

Somit hast du keinen Minijob mehr :-((

Du darfst eben seit dem 1.1.2019 nur mehr 48,5 Stunden max. im Monat arbeiten!!!

Hast du denn noch eine versich.pflichtige Hauptbeschäftigung? Falls nein, dann würde sich bei dir die individuelle Lohnsteuer netto besser rechnen...

https://www.minijob-zentrale.de/DE/01_minijobs/02_gewerblich/01_grundlagen/01_450_euro_gewerbe/08_steuerrecht/node.html

Gruß siola55

Die 2 % ändern nichts an der Pflichtversicherungsgrenze. Bei einem Arbeitgeber, der die 2 % nicht zu leisten bereit ist, würde ich aber grundsätzlich nicht arbeiten.

Die Arbeitszeiten sind dafür flexibel - bin auch nur noch bis Ende April dort, möchte bis dahin aber noch möglichst viel verdienen. Aber ja, ich finde es auch nicht gerade wertschätzend Mindestlohn zu zahlen und dann den Arbeitnehmer noch die Steuern zahlen zu lassen.

Im übrigen ist noch immer nicht geklärt, ob die Pflichtversicherungsgrenze sich auf das Netto oder Brutto bezieht, bzw konnte ich darauf keine Antwort finden.

@gollumnorris1

Die Pflichtversicherungsgrenze ist absolut bei 450 € sonst müsstest du ja 9 € mehr verdienen um das wieder auszugleichen.

@gollumnorris1

Es sind immer grundsätzlich Bruttobeträge maßgebend!!!

@DerHans

Wenn der Arbeitgeber die Pauschalsteuer zahlt, bekommt der Arbeitnehmer bis zu 450 Euro raus.

Wieso sollte derjenige, dem die Steuer vom Lohn abgezogen wird, nur 441 euro Rausbekommen dürfen?

Rechnerisch verdienen der Staat und der Jobber in beiden Fällen das gleiche.

@gollumnorris1

Das Gesetz gestattet es aber nun mal, dass der AG diese 2 % vom AN einbehalten darf.

Willst du jetzt hier das Gesetz ändern (lassen)? Dafür sind wir hier nicht die Ansprechpartner.

@DerHans

Nein. Ich lese im Gesetz aber nirgendwo, dass die Grenze sich auf das Brutto bezieht und auch auf keinen Webseiten wird bei 450 Euro-Jobs zwischen Brutto und netto unterschieden.

@gollumnorris1

Was verstehst du nicht daran, dass die Versicherungsfreigrenze bei 450 € liegt (und NICHT bei 450,01 €)

@DerHans

Du verkennst mein Problem:

Ich kann sagen, dass ich jedem, der unter 1800 Euro im Monat verdient, einen Döner schenke. Meine Mutter verdient 3700 Euro brutto und 1700 netto (von der steuer gibts nichts zurück, sie bleibt unter 1700 monatlich) - bekommt sie jetzt einen Döner, oder nicht?

Dass es eine Grenze gibt, ist hier klar; das versteht jeder. Aber es ist unklar, ob die Lohn-Grenze/Einkommensgrenze von 1800 euro sich auf die 4800 brutto oder 1700 euro netto bezieht.

Ich könnte sagen:

Ich verdiene keine 450,01 Euro, wenn davon 9 euro Steuern abgezogen werden, die NICHT über eine Steuererklärung oder auf sonstige Weise in mein Vermögen fließen. Ich verdiene dann 441 Euro.

Man könnte auch sagen:

Ich verdiene 450,01 Euro, von denen ich 441 Euro behalten darf. Deshalb werde ich sozialversicherungspflichtig und nicht mehr pauschalversteuert.

Letztere Variante führt zu einem Wertungswiderspruch, weswegen ich sehr skeptisch den ganzen Antworten gegenüber bin:

Wessen Arbeitgeber die Pauschalsteuer zahlt, dürfte 5400 Euro im Jahr verdienen, ohne dass es auf der Lohnsteuerkarte oder der Steuererklärung erscheint und ohne dass Sozialversicherungsbeiträge fällig werden. Wessen Arbeitgeber das nicht tut, darf nur 5292 Euro im Jahr dazuverdienen.

@gollumnorris1

Es macht überhaupt keinen Sinn mit dir zu diskutieren.

Die Grenze liegt bei 450 €, also musst du da kein Fass aufmachen.

Und wer bei einem Arbeitgeber arbeitet der ihm diese 9 € abzieht, hat auch weitgehend selbst Schuld.

@DerHans

Du redest noch immer an mir vorbei, ich habe nie bezweifelt, dass die Grenze bei 450 Euro liegt.

@gollumnorris1

Du kannst bloß einfach keine Ruhe geben.

Die Pauschalsteuer senkt dein Brutto nicht, es ist dann immernoch 450,31 € und damit über der 450€-Grenze.

Deshalb ist die Frage, ob es auf das Brutto oder das Netto ankommt.

@gollumnorris1

Bruttolohn ist immer maßgebend - egal ob Sozialversicherungsbeiträge, Pauschal- oder Lohnsteuer, und... und... und...

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