30 personen in einer erbengemeinschaft?

3 Antworten

Es ist für mich als Leser noch nicht alles klar.

Wozu sollst Du nun die anderen der Erbengemeinschaft ausfindig machen?

Ansonsten sieht es sehr danach aus, als ob sich Deine Schwester (bei der Erbauseinandersetzung?) nicht korrekt verhalten hat und jetzt sich bei Deiner Frage nach den Unterlagen von damals nicht korrekt verhält.

Bevor aber der große Knall kommt (Staatsanwalt), frage doch erst mal an, warum sie die Unterlagen nicht herausgibt, wenn sie damals doch sauber gearbeitet hat.

Wenn da nichts kommt, erklär ihr, dass dein nächster Schritt wäre, den Anwalt von damals mit ihrer Haltung (und eventuellem Fehlverhalten) zu konfrontieren. Sei es, dass er Dir direkt aus ehrlichem Standesdenken hilft oder dass er Ärger für sich vermeiden will.

Bei Bedarf diese Ankündigung wahr machen und freundlich, aber ausführlich dort hinschreiben.

Nächster Schritt: Du engagierst Deinerseits einen Anwalt. Ein Rechtsanwalt kann einen anderen Rechtsanwalt besser zum Handeln bewegen als ein Laie.

Wenn dadurch immer noch keine nachvollziehbaren Erklärungen für den derzeitigen Zustand kommen, soltest Du eine Zivilklage (mit Deinem Anwalt) erwägen und eventuell einleiten.

Ohne die näheren Umstände zu kennen, riecht das alles sehr nach Unterschlagung (o. Ä.).

Eine Drohung mit einer Strafanzeige könnte Deine Schwester möglicherweise auf Trab bringen. Die Strafanzeige selber aber nicht mehr, weil sie dann alles vertuschen wird, um einer möglichen Strafe zu entgehen.

Also "den Ball erst mal flach halten", um eine verfahrene Situation zu vermeiden.

Eine weitere Informationsquelle könnte das Finanzamt sein, das die Erbschaftssteuern bearbeitete.

Zum Schluss die Gretchen-Frage: Lohnt sich das alles für das Erbe? (Das ist an meine Eingangsfrage gekoppelt.)

Hallo Minister

Erst mal danke.Wir haben noch Wald und Acker im Wert von etwa 50000€.

Meine Schwester 85 Jahre und nicht mehr ganz klar hat dieses Erbe nicht von ihrem damaligen Anwalt vor 18 Jahren aufteilen lassen, sondern nur das bischen Bargeld.Ich wurde damals schon in die Pfanne gehauen, obwohl die Betreuung meiner Mutter übers  Amtsgericht ging. Wir sind jetzt noch 3 Geschwister und 30 erbberechtigte Enkel, von denen ich nur 3 kenne. Ich bin mit 68 die jüngste und hab PC Kentnisse. von vieren weiß ich nicht mal den Namen und alle hatten keinen Kontakt zu meiner Mutter.Den Rest habe ich schon fast gefunden.

Da meine beiden Geschwister Angst haben sie bekommen vom Resterbe nichts mehr ab bin ich wieder mal die dumme die macht. Ich weiß nict warum sie das Erbe nicht vollständig angegeben hat. hab ich das Recht die Unterlagen von damals von dem Anwalt zu verlangen? Selbst einen Anwalt zu nehmen trau ich mir nicht, am Ende sitze ich auf den Kosten

@gundi49

Für die Erteilung des Erbscheins und die Steuererklärung musste doch das gesamte Vermögen angegeben werden.

Wer hat denn mit dem Nachlassgericht und dem Finanzamt verhandelt? Und wurde damals nicht alles angegeben?

Dann wären Erbschein und Steuerbescheid falsch. Ein unrichtiger Erbschein muss vom Nachlassgericht beim Bekanntwerden der Tatsache eingezogen werden und Ihr könnt einen neuen, nun richtigen beantragen. Fristen gibt es keine dafür (wär' ja noch schöner).

Du bist doch Erbe und musst also einen Erbschein in den Händen halten, in dem Dein Erbteil aufgeführt sein muss. Wenn Du dies nachprüfen willst, kannst Du Akteneinsicht beantragen und mit dem Wissen des nun vermutlich falschen Erbscheinsverfahrens einen Einzug des alten Erbscheins und Ausstellung eines neuen beantragen. Akteneinsicht sollte kostenlos sein, vielleicht erhebt das Gericht nur eine geringe Verwaltungsgebühr.

Ob sich das Finanzamt nach 18 Jahren damit beschäftigen will, kann ich nicht sagen. Bei den von Dir genannten Beträgen dürfte schon damals alles unterhalb den Freibeträgen gelegen haben, so dass keine Erbschaftssteuer fällig wurde.

Aber noch einmal meine Frage: Willst Du Dir dies alles mit 69 Jahren ans Bein binden? Arbeit, Stress, Ärger, Entzweiung der Familie. Es könnten vielleicht sogar noch mehr Erben aufgeweckt werden, weil die Ausschlagung damals unter falschen Voraussetzungen stattfand (Wiedereinsetzung in den vorherigen Stand?).

Für mich wäre klar, dass dies alles ärgerlich ist; aber wenn ich das Geld nicht wirklich brauche, würde ich die Sache auf sich beruhen lassen. Die Risiken hast Du selber aufgeführt.

Lass die Toten ruhen!

Nach Deinen Angaben scheint Ihr noch drei bekannte Erben zu sein – 50.000 € geteilt durch 3 abzüglich Kosten und Gebühren, dann vielleicht durch Rückabwicklung des damaligen Erbscheinverfahrens doch noch weitere Erben und Erbeserben ...

@Minster

Unser Erbschein war damals schon ok. von 7 Kindern waren 2 gestorben dafür deren 7 Kinder.weil meiner Schwester die Auszahlung des Bargeldes nicht schnell genug ging und ich zu der Zeit die gerichtliche Vollmacht hatte und alle Verbindlichkeiten und Abrechnung beim Amtsgericht machen mußte nahm sie sich einen Anwalt. Da am Sterbetag noch eine Summe auf dem Konto war und erst zur Abrechnung auf das Sparbuch üb ertragen wurde hat der Anwalt diese Summe von meinem Erbe abgezogen und und mir trotz Gerichtskontrolle  und Abrechnung unterstellt das Geld schon genommen zu haben. wegen 1000€ hatte ich keine Lust vor Gericht zu ziehen.und habe alle Kontakte abgebrochen. das Land war verpachtet und das Geld reichte gerade für die Unkosten Friedhof usw.da Ich am nächsten bei den Ämtern von Land und Wald wohne kommen alle Briefe zu mir.und ich mußte mir um alle Unkosten Bodenabwasser Berufsgenossenschaft kümmern.

Ich wollte schon aus der Erbengem.raus aber in den letzten 30 Jahren war ich die einzige die sich um Mutter und später Gräber gekümmert hat.warum soll ich jetzt auf etwa 10000€ verzichten für Leute die ihre Oma gar nicht kannten. Wie du dir vorstellen kannst sind die Renten auch nicht grad üppig und ich hatte die ganzenKosten die ich nirgends abrechnen konnte.

Mittlerweilen brauche ich die Adressen noch von 4 Erben und Unterlagen ,wie Verzichtserklärung. Keiner der Erben hat irgendwelche Unterlagen vom Anwalt meiner Schwester erhalten.kann ich diese noch vom Anwalt einfordern? und das versuche ich jetzt auch noch durchzuziehen.  Ich kann mich auch nicht erinnern ,daß sie ein Nachlassgericht eigeschaltet hatte bzw Grundbücher angefordert hat. Also hat sie diesen teil des Erbes ihren Anwalt unterschlagen sonst wäre ja damals schon alles bei den hohen Anwaltskosten erledigt gewesen

Sie hat damals den ihr bekannten Erben mit denen sie Kontakt hatte auch nicht über die Erbhöhe informiert nur über das Geld wo ja die 1000 € nochmals durch 4 geteilt wurden. also haben einige wegen den ganzen aufwand verzichtet .wichtig für mich ist: kann ich die alten Unterlagen vom Anwalt anfordern?

@gundi49

Irgendwie geht da einiges durcheinander.

Einerseits schriebst Du: "Da meine beiden Geschwister Angst haben sie bekommen vom Resterbe nichts mehr ab bin ich wieder mal die dumme die macht."

Andererseits: "warum soll ich jetzt auf etwa 10000€ verzichten?"

Wer will denn nun an das vermeintliche Erbe?

Ein Erbschein wird nur von einem Nachlassgericht ausgestellt. Wenn Du sagst: "Unser Erbschein war damals schon ok", dann war damals das Nachlassverfahren auch ok.

Wenn das alles stimmt, dann gibt es jetzt nichts mehr holen. Finito.

Dagegen: "Hat sich meine Schwester damit strafbar gemacht, den größten Teil des Erbes bei der damaligen Aufteilung nicht anzugeben?"

Wenn damals der größte (!) Teil des Nachlasses nicht angegeben wurde, dann war das Nachlassverfahren und die Ausstellung aller Erbscheine unrichtig. Alle, die dem Nachlassgericht falsche Angaben machten oder davon wussten, hatten sich strafbar gemacht.

Langsam drängt sich mir für Deine Geschichte als Überschrift auf: "Betrogene Betrüger"

Ich sehe hier im Moment keinen Zusammenhang!

Der Erbschein liegt vor, das Grundbuch oder die Grundbücher wurde auf Grund Erbschein berichtigt?

Deine Schwester beauftragte einen Anwalt mit der Wahrnehmung ihrer Interessen und Aufteilung des Barvermögen. Der Anwalt war nicht vom Gericht als Nachlassverwalter eingesetzt? Die Aufteilung des Barvermögen bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Grundstücke nicht als Nachlasswert bei der Beantragung des Erbscheines angegeben wurden. Eine interessante Frage wäre, da der Anwalt nur von der Schwester beauftragt war, ob dessen Kosten aus der Erbmasse bestritten werden durften.

Da es kein Testament gab, gab es keine Enterbten und somit keine Pflichtteilsberechtigte. Daher war der Anwalt, falls er keine Vollmacht der EG hatte meines Erachtens ein privates Vergnügen der Schwester.

Auch wenn ich mein Erbe antrete, muss ich mir angebotenes Geld nicht annehmen. Daher vermute ich in dem Verzicht keine Ausschlagung, sondern lediglich eine Willenserklärung. Enkel A schreibt Anwalt: „Danke für ihr Schreiben, aber ich verzichte auf die Auszahlung der angebotenen 3,33 €.“ z.B.

Die Grundstücke stehen heute immer noch im Eigentum der Erbengemeinschaft, die mit der Zeit vielleicht schon größer wurde, der Wert ist also noch vorhanden.

Entscheidende Fragen:

Ward ihr damals beim Notar und habt eine Erbauseinandersetzung beurkundet?

Ist einer der Erben bereit die Grundstücke als Alleineigentümer zu übernehmen und die restlichen Erben auszuzahlen?

Gibt es anderweitig Käufer für die Flächen?

so wie du das schreibst ist es schon richtig

Ich habe von ihrem Anwalt nur böse Briefe wegen angeblicher Unterschlagung, Trotz Abrechnung über AGericht eine Adresse von einem gesuchten Erben und einen Scheck von 280 Euro anstatt 1500. nichts von irgendwelchen Erbausschlagunge, das habe ich erst jetzt erfahren.über die Grundstücke gab es kein Wort.Es gab auch keine notarische Auseinandersetzung Da sich das Erbe auf 7-10000euro für mich beläuft wäre ich dumm darauf zu verzichten.Da meine beiden Geschwister nicht mehr in der Lage sind, den Aufwand zu bewältigen bin ich der Dumme. Mir fehlen jetzt noch 4 Adressen

und die Verzichtserklärung um von allen eine notarische Vollmacht zu bekommen da kaum einer hier erscheinen kann. Dann werde ich den Anwalt wegen Unterlagen anschreiben und den Notar aufsuchen Käufer hätte ich auch Der Anwalt hatte von mir keine Vollmacht für die Erbauseinandersetzung

 Ich danke dir für deine Hilfe und komme gern auf weitere Fragen auf dich zurück

@gundi49

warum willst du den Anwalt kontaktieren? Falls du keine Kopie des Erbschein hast, fordere sie beim Ger an

@gundi49

Nochmals: Was willst du mit dem Anwalt? Der wird dir keine Unterlagen ohne Auftrag übergeben.

Du schaust im Grundbuch wer von den dort eingetragenen Eigentümer noch lebt. Sofern dort inzwischen welche verstorben sind, forderst du die Erben auf einen Erbschein zu beantragen.

Wurde das Grundbuch nicht berichtigt, forderst du die Kopie des Erbscheins beim Nachlassgericht an, falls er dir nicht vorliegt.

Dann lässt du dir, von denen, die das wünschen eine notariell beglaubigte Vollmacht zum Grundstücksgeschäft ausstellen. Oder der Kaufvertrag wird beurkundet und die nicht mehr gehfähigen genehmigen durch Hausbesuch des Notars. Kosten/ Nutzen Abwägung.

Für die älteste Schwester (nicht mehr ganz fit im Kopf) entscheidet sowieso der Notar über die Geschäftsfähigkeit. Dann muss hier eventuell durch Gericht ein Betreuer bestellt werden.

Versehentlich geantwortet. Ist ja schon lange her!

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