29 Betäubingsmittelgesetz, allgemeiner Verstoß mit Cannabisprodukten

5 Antworten

Kommt darauf an wieviel Cannabis Peter so hatte, als er erwischt wurde.

Es macht einen Riesenunterschied, ob er mit 2 Gramm, oder mit 2 Kilogramm erwischt wurde.

Bei kleinen Mengen (variiert je nach Bundesland so zwischen 5 und 15 Gramm) wird das Verfahren vermutlich eingestellt und es passiert gar nichts. Bei einer etwas größeren Menge zum Eigenkonsum werden wohl ein paar Sozialstunden raus kommen.

Kritischer wird es, wenn es eine Menge ist, die nicht mehr als Eigenbedarf gilt. Sollte ihm Handel mit Cannabis vorgeworfen werden, dann kann das je nach Menge, auch nur Sozialstunden bedeuten, kann aber auch auf ein paar WE im Jugendarrest hinaus laufen. Bei ganz großen Mengen im Kilobereich wird es vermutlich eine Gefängnisstrafe geben, die möglicherweise zur Bewährung ausgesetzt wird, wenn Peter keine Vorstrafen hatte.

Also je nach Menge und Vorwurf ist von "Einstellung des Verfahrens" bis "6 Monate Jugendstrafanstalt" alles drin.

Hallo

was peter passieren wird hat @Panazee ja schon geschrieben

das war aber nur das strafrechtliche, jetzt aber wird Peter noch das Verwaltungsrecht zu spüren bekommen.

gesetzliche Bestimmungen: § 2 Abs. 12 StVG:

"Die Polizei hat Informationen über Tatsachen, die auf nicht nur vorübergehende Mängel hinsichtlich der Eignung oder auf Mängel hinsichtlich der Befähigung einer Person zum Führen von Kraftfahrzeugen schließen lassen, den Fahrerlaubnisbehörden zu übermitteln, soweit dies für die Überprüfung der Eignung oder Befähigung aus der Sicht der übermittelnden Stelle erforderlich ist. Soweit die mitgeteilten Informationen für die Beurteilung der Eignung oder Befähigung nicht erforderlich sind, sind die Unterlagen unverzüglich zu vernichten."

Ärztliches Gutachten:

Wird man polizeilich mit BTM "erwischt" (Konsum, Besitz, Handel... auch bei geringen Mengen), muss man damit rechnen, durch die Fahrerlaubnisbehörde zur Vorlage eines ärztlichen Gutachtens aufgefordert zu werden.

Wird durch äG festgestellt, dass der Cannabiskonsum mehr als gelegentlich ist oder man legt innerhalb der Frist kein Gutachten vor, dann ist Kraft Gesetzes der Betroffene nicht geeignet, Kfz zu führen = die Fahrerlaubnis ist auf unbestimmte Dauer weg (FEV, Anlage 4 Pkt. 9.2.1).

Und wenn Peter noch keine Fahrerlaubnis hast wird das äG bei einem späteren Neuantrag gefordert


Ging einer Freundin von mir auch so. Die hat ein paar Sozialstunden bekommen, mehr ist nicht passiert ;)

Er würde eine Geldstrafe oder Sozialstunden bekommen.

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