20 Jahre für Tot gehalten...

5 Antworten

kommt wohl auch drauf an ob du sich all die jahre selbstverschuldet nicht für lebend erklärt hast oder nix dafür konntest... deine sachen kriegst du aber wohl nicht wieder, es sei denn die angehörigen bewahren sie weiter auf... kann aber sein, dass du wenn du nichts für dein verschwinden konntest, schadensersatz kriegst?

Der Besitz ist weg.

Aber das Eigentum kann ggf. zurück erstattet werden, wenn es Erben gibt. Denn der Erbschein legt nur die Vermutung zu Grunde, dass der Erbe berechtigt ist, das Erbe anzutreten. Wenn du wider Erwarten lebst, hat er das Erbe nicht berechtigt angetreten.

Wenn also jemand für Tod erklärt wurde, dann kann er mit einer Kraftloserklärung den Erbschein für ungültig erklären lassen. Damit fällt sein Eigentum, sofern es noch vorhanden ist, an ihn zurück.

http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__2361.html

Da wird nach 20 Jahren nicht mehr viel da sein, es sei denn Verwandte oder Bekannten haben etwas aufgehoben. Wer soll denn die Kosten für eine Einlagerung der Sachen und evtl. Möbel zahlen? Und die Ausweise? Wie willst Du denn 20 Jahre ohne Papiere gelebt haben?

Im Urwald bei den Yanonami gelebt...

Angenommen man lebte wie in etwa im film "cast away" auf einer einsamen insel.

Wenn du offiziell für Tot erklärt wurdest ist dein Eigentum weg.

Nicht ganz.er kann zurückverlangen was ihm gehört,also was noch da ist.Aber für das bereits ausgegebene Geld aus dem Erbe kann er keine Schadenersatz verlangen.Anders sieht es vielleicht aus,wenn die Erben bsw ein ererbtes Haus verkauft haben.Da kann er dann wohl das Geld aus dem Verkauf verlangen,sofern es noch vorhanden ist.Aber Schadensersatz muß man als Erbe nicht leisten.Es sei denn man hat betrogen,also das Erbschein gefälscht,das echte Testament verschwinden lassen oder ähnliches.Dann hat man das Erbe ja ebenfalls nicht berechtigt angetreten.Auch das ist schon vorgekommen.

Das Recht auf Eigentum erlischt erst mit dem tatsächlichen Tod.Eine Todeserklärung kann rückgängig gemacht werden.Google mal das hier:"Justitia in Reinbek-Akribisch einer Verschollenen auf der Spur".Es gab auch schon Fälle,da wurden Leute irrtümlich für tot erklärt,weil irgendein Mitarbeiter/Computer auf irgendeinem Amt einen Fehler gemacht hat.Das wird dann eben annulliert.

Ich habe einen Buchtipp dazu:
Le Colonel Chabert
von Honoré De Balzac

Da gehts um einen Kriegsrückkehrer, der genau diese Situation erlebt und dann sein Leben "wiederherstellen" muss. Man bekommt auch einen Einblick in die damalige Juristerei

Was möchtest Du wissen?