2. Kreditnehmer : ohne Information Geld vom Konto abgebucht ( 3 Raten)

4 Antworten

Zunächst: Ein wirkliches "Gemeinschaftskonto" kann icht einseitig aufgelöst werden. Ich gehe davon aus, dass es einen Kontoinhaber ( Den Ex-Mann ) und eine Bevollmächtigten ( dich ) gegeben hat, dann ist das völlig legitim, auch wenn das jetzt nicht wirklich was zur Sache tut. Was den Kredit angeht, dann wirst du aus der Haftung nicht rauskommen. Dabei ist es völlig irrelevant, ob es sich um ein Ehepaar handelt, dass sich trennt oder ob es ein "fremder" Bürge ist, der einen Kreditvertrag mit unterschreibt. Wenn es zwischen den früheren Eheleuten da eine andere Vereinbarung zwecks den Rückzahlungsmodalitäten gibt, dann wäre der Betrag zivilrechtlich vom anderen zurückzufordern. Mit der Bank hat das nichts mehr weiter zu tun, die kümmern irgendwelche Ehestreiterein oder ähnliches herzlich wenig.

Das Konto war tatsächlich ein "Gemeinschaftskonto". Er hat bei der Bank angegeben, dass "die Ehefrau die Unterschrift verweigert." Tatsächlich hatte ich von seinem Vorhaben aber gar keine Ahnung. Dass ich aus der Haftung nicht rauskomme, ist mir völlig klar, die Frage ist, ob die Bank, ohne Einzugsermächtigung und keinerlei Information in meine Richtung so viel Geld einfach einstreichen darf .

@Wakita

Ersteres finde ich etwas seltsam, weil gerade wenn jemand die Unterschrift verweigert wird das Konto normalerweise NICHT aufgelöst. Ansonsten ein eindeutiges "Jaein"... Wenn das Geld schon "im Haus liegt", dann ist das die logische Folgerung, dass die Haftung hier ohne weiteren Titel oder Einzugsermächtigung einsetzt. Wenn das jetzt verschiedene Banken gewesen wären, dann hätte man den normalen Rechtsweg bis hin zum Titel und der Pfändung beschreiten müssen. Die Kosten für diesen Weg stehen normalerweise bei einer "relativ geringen Summe" in keinerlei Verhältnis, somit wäre es unsinnig.

Wenn du bei der Vertragsunterzeichnung eine Einzugsermächtigung erteilt hast darf sie es, unabhängig davon wie hoch dein Einkommen ist. Falls dir jetzt das Geld für den Monat zum Leben fehlt, kannst du bei deiner Bank die Lastschrift zurück ziehen lassen. Dies wird für dich mit weiteren Kosten verbunden sein aber du hast das Geld erstmal wieder. Dann setze dich mit der Gläubiger Bank in Verbindung und finde mit ihr zusammen eine Lösung wie ihr die Schulden im Interesse beider aus der Welt schafft. Die Bank wird auch mehr Interesse haben eine Lösung zu finden als Zwangsvollstreckungsmaßnahmen einzuleiten. Das Geld würde ich aber nur dann zurück buchen lassen wenn du es wirklich gerade zum Leben brauchst, dann es könnte die Bank verärgern und du bist da ein bisschen auf das deren guten Willen angewiesen.

Denn Fakt ist: Du haftest voll für den Kredit wenn dein Ex ihn nicht mehr bedient und bei ihm nichts zuholen ist. Die Bank holt sich das Geld so oder so.

Eine Einzugsermächtigung für mein Konto hatte die Bank nicht ! Mein Mann hat das Geld, er hat nur keine neue Bankverbindung angegeben.

Bei Krediten für die Du und Dein Mann gemeinsam unterschrieben habt, haftet Ihr auch gemeinsam!

Was ihr in eurer Scheidung vereinbart habt, wer welche Schulden zurückzahlt und übernimmt, das ist eine Vereinbarung zwischen euch beiden und hat mit der Bank NICHTS zu tun!!

Wenn dein Exmann die Raten nicht bezahlt wird sich die Bank bei dir (soweit möglich) schadlos halten.

Der einzige Weg ist, dass die Bank dich aus dem Vertrag entlässt. Das wird sie aber nur tun, wenn für die Bank sichergestellt ist, dass der Kredit auch ohne dich problemlos zurückgezahlt wird. Bei rückständigen Raten wird sie das mit Sicherheit nicht tun.

Noch mal: Vereinbarungen innerhalb der Scheidung sind für die Bank so lange unwirksam, solange sie (die Bank) dem nicht schriftlich zugestimmt hat. Im Ernstfall wird man da das Geld holen, wo man es am einfachsten bekommt.

hat über Monate einen (noch gemeinsamen) Kredit nicht bedient.

dann bist du auch für die rückzahlung verantwortlich und musst dich kümmern. pfändungsgrenze liegt um 1000€.

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