2 Abmahnungen, dann Kündigung?

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wird wohl eher die ANin sein als die AGin....., die Abmahnungen erhält.

und nein, es muss nicht das gleiche "Delikt" sein, weswegen abgemahnt wird.

Wikipedia schreib zu Abmahnungen/Personalakte:

Abmahnungen sind Unterlagen über das Arbeitsverhältnis und kommen deshalb in die Personalakte. Zu Unrecht erteilte Abmahnungen lösen einen Anspruch des Beschäftigten auf Entfernung aus der Personalakte aus, wenn etwa sie entweder inhaltlich unbestimmt ist, unrichtige Tatsachenbehauptungen enthält, auf einer unzutreffenden rechtlichen Bewertung des Verhaltens des Arbeitnehmers beruht oder den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit verletzt, und auch dann, wenn selbst bei einer zu Recht erteilten Abmahnung kein schutzwürdiges Interesse des Arbeitgebers mehr an deren Verbleib in der Personalakte besteht.

Arbeitnehmer haben einen Anspruch darauf, dass eine Abmahnung aus ihrer Personalakte entfernt wird, wenn sie sich in einer bestimmten Zeitspanne untadelig verhalten haben. Allerdings kann der Arbeitgeber auch dann noch ein berechtigtes Interesse an der weiteren Aufbewahrung einer rechtmäßigen Abmahnung haben, wenn er im Wiederholungsfall erneut abmahnen müsste, d.h. wenn er eine verhaltensbedingte Kündigung nicht mehr auf die Abmahnung stützen könnte. Hierzu hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) im Juli 2012 entschieden,[36] dass der Arbeitnehmer die Entfernung einer zu Recht erteilten Abmahnung aus seiner Personalakte nur dann verlangen kann, wenn das gerügte Verhalten für das Arbeitsverhältnis „in jeder Hinsicht bedeutungslos“ geworden ist. Das sei nicht automatisch schon dann der Fall, wenn der Arbeitgeber wegen des Zeitablaufs im Wiederholungsfall eine weitere Abmahnung aussprechen müsste, weil die ursprüngliche Abmahnung ihre Warnfunktion verloren habe. Nach diesem Urteil darf es dem Arbeitgeber auch erlaubt sein, berechtigte Abmahnungen über eine deutlich längere Zeit aufzubewahren als nur für zwei oder drei Jahre. Das BAG legt sich in der Aufbewahrungsfrist für Abmahnungen nicht fest, sondern macht die Frist von der Schwere einer Pflichtverletzung im Einzelfall abhängig.** Je schwerer eine Pflichtverletzung wiege, desto länger könne sie für die Beurteilung der Führung, der Leistungen und der Fähigkeiten des Arbeitnehmers und ggf. für seine Vertrauenswürdigkeit von Bedeutung sein.** Ein auf nur geringer Nachlässigkeit beruhender Ordnungsverstoß könne seine Bedeutung für das Arbeitsverhältnis deutlich eher verlieren. „Der Arbeitnehmer kann die Entfernung einer zu Recht erteilten Abmahnung aus seiner Personalakte nur dann verlangen, wenn sie für die Durchführung des Arbeitsverhältnisses unter keinem rechtlichen Aspekt mehr eine Rolle spielen kann. Das durch die Abmahnung gerügte Verhalten muss für das Arbeitsverhältnis in jeder Hinsicht rechtlich bedeutungslos geworden sein.“

Danke für den Stern.

Gekündigt werden kann auch ohne vorherige Abmahnungen - insofern ist die alte Geschichte von "2x Abmahnung und dann Kündigung" ein Märchen. Ob fristgerecht oder fristlos, ob zulässig oder nicht, ist immer vom Einzelfall abhängig.

Du hättest bereits statt der zweiten Abmahnung wegen Arbeitsverweigerung die fristlose Kündigung bekommen können.

Wer mehrfach zeigt, dass er sich den Gegebenheiten des Betriebes nicht fügen will, muss mit der Kündigung rechnen.

Eigentlich würde die Schwarzarbeit alleine schon für eine fristlose Kündigung reichen.

Da hat der Arbeitgeber es bereits gut mit dir gemeint.

Du bist ja schnell bei der Hand mit Deinen fristlosen Kündigungen - wenn man bedenkt, dass die in der Regel nur "das letzte Mittel" sein soll!

So schnell geht das wohl nicht, wie Du damit um Dich schmeißt!

SO ist Deine Antwort jedenfalls ziemlich übertrieben (um nicht "unsinnig" zu sagen)!

Das ist hier vllt. komisch rüber gekommen - ICH bin der dämliche ARBEITGEBER!

Oder muss 2x wegen des selben Deliktes abgemahnt werden?

Nein! Man muss nicht mehrmals das gleiche Vergehen abmahnen. Eine Abmahnung ist eine Aufforderung zur Änderung des Verhaltens des AN und eine Warnung, dass der Arbeitsplatz ansonsten gefährdet ist.

Mit einer Abmahnung dokumentiert der AG auch, dass dem AN die Folgen einer wiederholten Pflichtverletzung zur Kenntnis gebracht worden ist.

Eine Abmahnung ist somit ein milderes Mittel, einem AN klar zu machen, dass es so nicht weiter geht. Wenn der AN nach einer Abmahnung weiter seinen arbeitsvertraglichen Pflichten nicht nachkommt und sein vertragswidriges Verhalten wiederholt, kann man ihm kündigen. Dann hat er die Abmahnung als das mildere Mittel nicht verstanden oder verstehen wollen.

Man kann einen AN bei einer erneuten Pflichtverletzung wegen der schon einmal abgemahnt wurde dann verhaltensbedingt kündigen.

Bei der Zeitspanne zwischen Abmahnung und erneutem Verstoß kommt es auch auf den Einzelfall des "Vergehens" an.

beitrieb unter 10 Personen kann sofort ohne Abmahnung kündigen....in dem von die beschriebenen Fall wurde es auch höchste Zeit

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