11 Monate nicht anerkannte Rentenzeit, was machen die bei der zu erwartenden Rente aus?

5 Antworten

Der entsprechende Lohnsteuerbescheid für das Jahr mit den vollen Beträgen liegt mir noch vor, wurde aber nicht anerkannt und der Widerspruch jetzt abgelehnt.

Hey zauberball,

sorry - aber ein Lohnsteuerbescheid hat doch nichts mit der Rentenversicherung zu tun :-((

Du benötigst die Meldebescheinigung zur Sozialversicherung §25 DEÜV, welche im Fogejahr als Jahresmeldung innerhalb des 1. Quartals vom Arbeitgeber dir zugesandt wird!

Meine Frage ist, ob sich das lohnt und was die 11 Monate bei der Rente ausmachen...

11 Monate sind ca. 1 EP (Entgeltpunkt bei einem Durchschnitts-Bruttoverdienst) und kann aktuell bis 31€ mtl. Rente ausmachen.

Ja genau diese Meldebescheinigung fehlt ja, aber der Lohnsteuerjahresbescheid zeigt die volle Beschäftigung und mein Arbeitgeberzeugnis. Nach der Zurückweisung des Widerspruchs, sind mir jetzt auch noch alle monatl.Lohnabrechnungen für den betreffenden Zeitraum in die Finger gefallen.

Meine Frage ist ja auch was machen die 11 Monate an Rente ca. rechnerisch aus, wenn ich eh so wenig gearbeitet habe????? Es gibt für so Spezialfälle leider keine Berechnungsprogrammw.

@zauberball

Damit kannst du doch belegen, dass du versicherungspflichtig gearbeitet hast. Auf die Zahlung der Beiträge hattest du als Arbeitnehmer ja gar keinen Einfluss. Das kannst du gar nicht kontrollieren.

Oh, lieben Dank, dass ist genau das was ich wissen wollte. Kannst Du zu DM-Zeiten ca. sagen, was dass ausmacht wenn man Brutto 1.500 DM und 13 Gehälter bekommen hat? Ich war seinerzeit Steuerklasse 5 und Netto waren es ca. 1.000 DM.

@zauberball

Weder Steuerklasse noch Nettolohn helfen da weiter! Nur der Bruttojahresverdienst ist hier maßgebend:

Also 1.500 DM x 13 = 19.500 DM Bruttojahresverdienst entsprechen z.B. im Jahr 2000 etwa 19.500 DM / 54.256 DM = 0,36 EP (Entgeltpunkte) x Rentenwert ca. 25€ = 9 € mtl. Rentenanspruch.

Woher weißt Du sowas? Gibt es auch für den normalen Bürger ein Programm, womit man sich das ausrechnen kann?

@zauberball

Warum schreibst Du nicht einfach die wirklichen Daten, Es haben Dir doch schon einige gesagt wie es berechnet wird.

Was wir wissen ist 19.500 DM pro Jahr und es fehlen 11 Monate davon aber bitte welches Jahr oder schlag selber in der Tabelle nach.

Hallo Zauberball,

um zu berechnen, wie hoch der Rentenanteil für diese 11 Monate ist, brauchst du drei Werte:

  • das Durchschnittsentgelt für das Beschäftigungsjahr (Tabellen findet man im Internet)
  • und die Höhe deines Lohnes für diese 11 Monate
  • den aktuellen Rentenwert (31,03€)

Nun teilst du dein Entgelt durch das Durchschnittsentgelt. Das Ergebnis wird auf 4 Nachkommastellen gerundet. Das Ergebnis entspricht den Entgeltpunkten, die du für die 11 Monate bekommen würdest. Mit Entgeltpunkten wird später die Rentenhöhe berechnet.

Zur Zeit ist ein Entgeltpunk 31,03 € wert (im Westen). Der „aktuelle Rentenwert“ wird fast jedes Jahr zum 1. Juli erhöht. Nehme also den Rentenwert mal deine Entgeltpunkte. Das Ergebnis ist die Rente für die 11 Monate.

Durch die Berechnung erhältst du annähernd den Retenwert für diese 11 Monate. Tatsächlich kann der Wert abweichen, aber das ist so kompliziert, dass dir das niemand vorrechnen werden kann.

Allein mit dem Lohnsteuernachweis ist es fraglich, wie das Gericht entscheiden wird. Weil es ja nicht darum geht, ob du Steuern gezahlt hast, sondern ob die Rentenbeiträge gezahlt wurden. Wenn auf den monatlichen Lohnabrechnungen ein Abzug für die Sozialbeiträge ausgewiesen ist, hast du jedoch gute Chancen.

Genau so ist das. Wenn du beispielsweise in den 11 Monaten ein Einkommen nahe des Durchschnittsverdienstes aller Versicherten hattest, macht das ca. 28 € monatliche Rente aus.

Hast du mal bei der Krankenkasse nachgefragt, ob die aus der Zeit noch Daten gespeichert haben? Auch wenn die Aufbewahrungsfrist abgelaufen ist, könnten noch Daten vorhanden sein.

@okieh56

Die Kasse hat auch keine Beträge gemeldet, obwohl ich dort in der Zeit voll grmeldet war. Ist mir auch ein Rätzel warum das damals dort niemanden aufgefallen ist, dass die kein Geld vom Arbeitgeber bekommen. 11 Monate lang????

Lieben. Genau diese Lohnabrechnungen habe ich jetzt per Zufall gefunden. Leider nachdem der Widerspruch abgelehnt worden ist, so dass ich jetzt klagen muss vor dem Sozialgericht.

@zauberball

Ruf mal bei der Rentenversicherung an. Vielleicht erübrigt sich eine Klage, wenn du jetzt offizielle Nachweis liefern kannst. Es ist ja noch ein laufendes Verfahren.

@zauberball

Wie Okieh56 schreibt, anstatt einer Klage beim Sozialgericht könntest du einen Überprüfungsantrag bei der Rentenversicherung stellen. Wird der Antrag abgelehnt, bleibt wieder die Möglichkeit von Widerspruch und Klage...

Die Klage vor dem Sozialgericht ist KOSTENLOS und es besteht auch keine Anwaltspflicht.

Wenn du belegen kannst, wo du gearbeitet hast, war der ARBEITGEBER für die ordnungsgemäße Abführung der Beiträge verantwortlich (und haftbar !!).

Die Rentenlücke müsste also geschlossen werden können.

Na ja beweispflichtig bin ich und nicht mein Arbeigeber gegenüber der Rentenversicherung. Die Klage ist kostenlos ja, aber wenn ich einen Anwalt nehmen würde, kostet das sicher mehr wie 500 €. Für das Widerspruchsverfahren waren es schon 380 €. Und ich will einfach wissen, ob es irgendeine Formel gibt, mit der ich mir als normaler Bürger ausrechnen kann, ob sich die Klage dahingehend lohnt, dass diese fehlenden 11 Monate nicht nur am Ende 50 Cent mehr monatliche Rente bringen. Wenn ich das weiß, würde ich entscheiden, ob ich Klage einreiche.

@zauberball

Ein Anwalt ist im Sozialgerichtsverfahren überflüssig. Der Rechtspfleger wird dir bei der Abfassung der Klage behilflich sein., KOSTENLOS Auch das Widerspruchsverfahren war natürlich kostenlos.

es wurde dir ja schon geschrieben, dass sich deine Rente um ca 30 € monatlich reduziert.

In dem Lohnsteuerbescheid steht auch nicht drin, wie viele Beiträge du da mtl. geleistet hast.

Was steht denn in der Meldebescheinigung zur Sozialversicherung steht.

Wie hoch war denn der Gesamtbeitrag an die Rentenversicherung (steht ja auch auf deiner Gehaltsabrechnung).

Ich würde das auch nicht vor Gericht bringen. Du kannst ja nachweisen, wie viel du bzw. dein Arbeitgeber jeden Monat überwiesen hat.

Dass für den entsprechenden Zeitraum Lohnsteuer entrichtet wurde, zeigt aber, dass ein versicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis vorlag.

Für die ordnungsgemäße Abwicklung der Sozialbeiträge ist der ARBEITGEBER haftbar.

@DerHans

das stimmt ganz genau.

@DerHans

Ja gegebüber der Rentenversicherung bin ich aber beweispflichtig. Der Arbeitgeber hat nix mehr, da der Zeiraum vor über 20 Jahren verjährt ist. Mir gegenüber hat er nur geäußert, dass sein Steuerberater zuverlässig war.

@zauberball

Dass Lohnsteuern für den Zeitraum gezahlt wurden, reicht als Beweis aus.

@DerHans

ja der Rentenversicherungsanstalt leider nicht

@Heidrun1962a

Stimmt leider im Verhältnis nicht. Ich bin beweispflichtig gegenüber der Rentenversicherung, nicht mein alter Arbeitgeber, dass ist leider tatsache. Ungerecht aber ist so. Ich habe damals einfach nicht gemerkt, dass ich für dieses Jahr kein Versicherungsbeleg bekommen habe.

Die Meldebescheinigung fehlt ja, dass ist ja das grosse Problem.

@zauberball

dann hole dir die von deinem Arbeitgeber.

Woher weisst du denn, das die Beiträge überhaupt überwiesen wurden?

@Heidrun1962a

Das kann der AN gar nicht kontrollieren. Geprüft wird das nur von der zuständigen Krankenkasse.

Da der Widerspruch abgelehnt wurde und somit auch die bisherigen Beweis habe ich jetzt eine Frist von 4 Wochen um Klage einzureichen, so ist der Werdegang, sonst bleibt die Zeit nicht anerkannt. Leider ist es so, dass andere Leute Fehler gemacht haben und ich jetzt den Stress habe, es zu beweisen.

@zauberball

Willst du das nicht glauben?

Mit deinem Lohnsteuerbescheid kannst du belegen, dass du versicherungspflichtig gearbeitet hast. Außerdem wirst du doch wissen, wo du damals krankenversichert warst. Die Krankenkasse hat solche Vorgänge selbstverständlich noch gespeichert.

@zauberball

Du kannst dir doch vom Arbeitgeber eine Kopie dieser Meldebescheinigung über den Bruttojahresverdienst ausstellen lassen...

@DerHans

@derhans

Die Krankenkasse wurde sicherlich schon befragt und hat vermutlich eine Beitragszahlung verneint. Was also im Lohnsteuerbescheid oder sonstwo spielt ist dann egal. Etwas anderes wäre es, wenn die Krankenkasse keine Unterlagen mehr für diese Zeit hat, dann könnte man mit den genannten Nachweisen etwas bewirken. Aber so nicht.

@derajax

Ich schreibe es gerne noch mal.#

Der ARBEITGEBER war für die Beitragszahlung verantwortlich und HAFTBAR.

Der Arbeitnehmer hat darauf ja gar keinen Einfluss.

@DerHans

Das stimmt! Haftbar ist der AG für die Beitragsabführung. Dies ist vielleicht geschehen.

Nun geht es um den Nachweis der Abführung. Wenn die Krankenkasse nicht helfen kann, ist der Versicherte in der Beweispflicht gegenüber der Rentenversicherung.

@DerHans

Das habe ich auch gar nicht angezweifelt. Sicherlich kann man den AG verklagen auf das dieser die Beiträge entrichten muss.

Bis dahin wird jedoch die RV die Beitragszeit weiterhin ablehnen, da die KK bestätigt hat das keine Beiträge gezahlt wurden. Da kann man 10 mal mit dem Lohnsteuerbescheid ankommen. Wenn die KK bestätigt das keine Beiträge gezahlt wurde, dann wird die Beitragszeit nicht anerkannt.

Es gibt jetzt keinen anderen Weg mehr wie die Klage vor dem Sozialgericht,da mein Widerspruch von der Rentenstelle abgelehnt wurde.

@zauberball

Das kannst du natürlich machen. Bis es zum Prozess kommt vergehen 2-3 Jahre und deinen eigenen Anwalt musst du natürlich auch selber bezahlen. Bekommst du nur erstattet, wenn du gewinnst. Das sehe ich in deinem Fall aber nicht.

Die Reha hilft ja nur etwas, wenn eine ärztliche Behandlung abgeschlossen ist. Du musst aber doch Medikamente für deine Schilddrüse nehmen, oder sehe ich da etwas falsch?

@Heidrun1962a

Beim Sozialgericht braucht man keinen Anwalt. Der Rechtspfleger wird bei der Klageerhebung behilflich sein.Das ist ebenfalls kostenlos

Hallo zauberball,

Sie schreiben:

11 Monate nicht anerkannte Rentenzeit, was machen die bei der zu erwartenden Rente aus?

Antwort:

Die nächstgelegene DRV-Beratungsstelle sollte Ihnen den Fehlbetrag individuell ausrechnen können und dort fragen Sie ganz einfach nach, ob Sie die Lücke durch freiwillige Beiträge schließen können!

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

KOnrad

Auf keinen Fall zahl ich irgendwas. Mein unverschämter und ignoranter Exchef, ein Rechtsanwalt, hat das zu verschulden, dem soll das Sozialgericht nochmal aufs Dach steigen.

Das eine rückwirkende Zahlung freiwilliger Beiträge nicht möglich ist, solltest du eigentlich wissen. Diese sind nur im laufenden Kalenderjahr möglich und müssen dann bis zum 31.3. des Folgejahres bezahlt werden.

Und um einen ganzen Punkt aufzuholen, muss man schon sehr tief in die private Tasche greifen.

@DerHans
Das eine rückwirkende Zahlung freiwilliger Beiträge nicht möglich ist, solltest du eigentlich wissen.

Antwort:

Wer hat das behauptet, denn mein HInweis war wie folgt:

Die nächstgelegene DRV-Beratungsstelle sollte Ihnen den Fehlbetrag individuell ausrechnen können und dort fragen Sie ganz einfach nach, ob Sie die Lücke durch freiwillige Beiträge schließen können!

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

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