1. Steuererklärung als Promojobber,welche Anlagen oder Zeilen fehlen noch?

2 Antworten

1. Es gibt kein Kleingewerbe, sondern nur Gewerbe als Haupt- oder Nebenerwerb.

2. Kleinunternehmen ist ein Begriff aus der Umsatzsteuer.

3. Es gibt keinen Freibetrag von 17.500,- Euro. 17.500,- Euro Umsatz im Vorjahr, ist die Grenze wo sich Kleinunternehmer (Umsatzsteuer wird nicht erhoben) von einem Regelbesteuerer unterscheidet.

5. Wer als "promo-Jobber" als Kleinunternehmer läuft, wurde falsch beraten. Es gibt keinen Promojobber, der für Privatleute arbeitet. Also ist es Deinem Auftraggeber egal, ob Du ihm 500,- Euro als Kleinunternehmer berechnest, oder 500,- Euro + 19 % =95,- Euro Umsatzsteuer = 595,- Euro. Die 95,- Euro Umsatzsteuer zieht er sich als Vorsteuer ab. Aber Du kannst dann aus Deinen Kosten und Investitionen selbst die Umsatzsteuer als Vorsteuer abziehen.

6. Nun ist es zu spät die Rechnungen aus 2014 zu ändern, aber ab 2016 solltest Du optieren.

7. Du brauchst nur eine Einnahmen-Ausgaben-Überschussrechnung zu machen udn das Ergebnis über die Anlage "G" in die Einkommensteuererklärung einzubringen.

Du musst auf alle Fälle eine EÜR machen. Und mit Pech gilt es nicht als Gewerbe sondern als nichtselbstständige Arbeit. 

Hey,
Wieso denn als nichtselbstständige Arbeit? Gibt doch jede Menge Promojobber und davon habe ich noch nie was gehört/gelesen. Zumal man doch eben selbstständig ist?

@michielaneun5

Du bist als Promojobber also nicht weisungsgebunden und entscheidest völlig frei und selbstständig wann und wo und zu welchen Urzeiten du arbeitest?

@ErsterSchnee

Ja, deswegen ja...
Also bei dem EÜR meinst du dann diese formlose Gewinnermittelung (Weil ich ja die 17500 Euro nicht erreicht habe), also quasi einfach nur einen Zettel mit meinen aufgelisteten Rechnungen und Einnahmen beim Finanzamt abgeben?

@michielaneun5

Also nochmal - nicht weisungsgebunden und völlig frei in der Gestaltung? Also ist es egal, ob du 4 oder 24 Stunden am Tag arbeitest? Du kannst genauso von null bis vier Uhr arbeiten wie von acht bis sechzehn Uhr? Und wieso hast du nichts abzusetzen? Arbeitest du von Zuhause aus? Am PC?

@ErsterSchnee

Ich kann mir die Jobs aussuchen, die ich machen will und rechne über Gewerbeschein ab.
Der Rest wird ja in der Steuererklärung nicht abgefragt, daher für mich gerade unerheblich.
Für das Jahr 2013 galt es im übrigen auch nicht als "nichtselbstständige Arbeit"
 
Aber danke für die Antwort

Was möchtest Du wissen?