0.87 Promille , mit was muss ich rechnen?

5 Antworten

Nunja, war der (Privat-)Parkplatz mit einer Kette oder Schranke versehen, so handelt es sich gar nicht um öffentlichen Verkehrsraum--->Du dürftest da auch noch mit 3 Promille ein Autorennen veranstalten ohne mit Konsequenzen rechnen zu müssen.

Dieses Detail ist wichtig. Wenn da eine Schranke war, hast du Glück gehabt, dich erwartet in diesem Falle keine Strafe.

Anders sieht es aus, wenn der Parkplatz öffentlicher Verkehrsraum ist, vielleicht kannst du dich noch etwas rausreden vor Gericht, dadurch, dass es ja ein Privatparkplatz war, jedoch siehts dann eher Düster aus--->Crack nannte die Konditionen....

LG

Aufgrund der Einbehaltung Deines Führerscheins gehe ich davon aus das man das Ganze als Straftat wertet.

Dein Fahrmanöver stellt einen Unfall dar, damit sind Ausfallerscheinungen nachgewiesen und man macht Dir den Vorwurf der Trunkenheit im Verkehr nach §316StGB.

Du siehst dich also einem Strafverfahren ausgesetzt. Die Folgen sind regelmäßig:

 ➤ Geldstrafe 30 - 60 Tagessätze

 ➤ Entziehung der Fahrerlaubnis für mindestens 6 Monate, meist aber um die 10 Monate

Stimmt soweit, außer...

mit Unfall ist es ein § 315c StGB ;-)

@AntonAntonsen

Und: War der Parklatz mit einer Schranke gesichert, so erwartet ihn absolut keine Strafe. Da darf er auch noch mit 3 Promille ein Rennen fahren da die StVO dort nicht gilt.

LG

@roboboy

Entschuldigung!!! Die Stelle, an der von einer Schranke die Rede war, habe ich dummerweise überlesen.

Ach nein... die ist ja gar nicht vorhanden!!!

Offensichtlich haben auch die Polizisten keine Schranke bemerkt.

Sie * es war ein öffentlicher Parkplatz mit einem Haus Nebendran wo ein Privatparkplatz vorhanden war ...

Crack hat bereits kurz, kompetent und korrekt geantwortet. Hier nur noch ein paar Ergänzungen:

Wenn an deinem Auto oder an der Begrenzungsmauer ein Schaden entstanden ist, handelt es sich um einen Unfall und es liegt eine Straftat nach § 315c StGB vor.

Falls kein Schaden entstanden ist, wertet man das Ganze wohl so, dass du das Auto nicht unter Kontrolle hattest und somit Ausfallerscheinungen gezeigt hast. Dann liegt eine Straftat nach § 316 StGB vor.

In beiden Fällen dürftest du mit von Crack genannten Strafe rechnen.

Ohne Unfall und Ausfallerscheinungen wäre das alles nur eine Ordnungswidrigkeit mit der Folge: 500 € Strafe + 28,50 € Kosten, 2 Punkte, 1 Monat Fahrverbot. Davon geht die Polizei aber erstmal nicht aus, sonst hätten sie deinen Führerschein nicht beschlagnahmt.

Einen Unfall wird man schwer weg argumentieren können, aber Ausfallerscheinungen bieten einem Anwalt evtl. einen Angriffspunkt.

Eine MPU ist meiner Kenntnis nach je nach Bundesland erst ab 1,1 bzw. 1,6 ‰ fällig. Allerdings weiß ich nicht, ob das auch im Falle eines Unfalles oder von Ausfallerscheinungen gilt.

Die Blutprobe wird nicht so weit vom Pustwert abweichen, als dass sich an dieser Einschätzung etwas ändern wird.

Es ist schonmal äußerst ungeschickt, dass du diese Aussage bei der Polizei gemacht hast.

Wenn du es wirklich nur umparken wolltest und was getrunken hast, hättest du auch argumentieren können, dass du den Gang rausgenommen hast und es rüberschieben wolltest, das wäre dann legal gewesen, weil du das Auto nicht gefahren hast.

So wird es aber schwer da rauszukommen.

Die haben es gesehen in zivil.

Wenn du Glück hast, wird das Ganze nicht als Straßenverkehrsgefährdung gewertet und du kommt mit 500€ Bußgeld, 2 Punkten und 1 Monat Fahrverbot da wieder raus.

Ansonsten wird es etwas schwieriger und du musst wohl die nächsten paar Monate und vielleicht länger aus das Auto verzichten.

Zur MPU muss man erst ab 1,5 oder 1,6 Promille.

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