Steuerklassenänderung ohne Zustimmung des Partners

2 Antworten

Wenn Ehegatten dauernd getrennt leben, werden sie steuerlich wie Ledige behandelt, somit bekommen beide Steuerklasse 1 bzw. bei Vorlage der Voraussetzungen Steuerklasse 2.

Merkwürdig; bei uns war 4/4...

@Schuhsohle

Wenn die dauerhafte Trennung erst während des Kalenderjahrs eintritt, dann ist das richtig. Lebt ein Ehepaar z.B. seit 2013 dauernd getrennt, dann werden sie ab 2014 wie Ledige behandelt

@PatrickLassan

Ok, danke. Bei uns ist das schon über 8 Jahre her, insofern dachte ich, es hätte sich vielleicht etwas geändert.

Ja, auf jeden Fall. Du bist aber Ende des Jahres noch zu einer gemeinsamen Veranlagung verpflichtet.

Nein. Verpflichtet ist dazu niemand.

@PatrickLassan

Ok, "verpflichtet werden kann", wenn vom Partner so gewünscht.

Besser?

@Schuhsohle

Wenn ein Partner sich für eine Einzelveranlagung entscheidet, dann ist der andere Partner daran gebunden. Für eine Zusammenveranlagung ist die Zustimmung beider Ehegatten erforderlich (immer vorausgesetzt, dass überhaupt die gesetzlichen Voraussetzungen dafür vorliegen).

@PatrickLassan

Lieber PatrickLassan,

deine Antwort stimmt so nicht. Gib einfach mal bei google die Begriffe Zusammenveranlagung und erzwingen ein. Du wirst dich wahrscheinlich wundern....

@PatrickLassan

Also ich wurde vom Finanzamt dazu gezwungen, weil es der Partner so wollte. Das war allerdings 2007.

@Hefti15

Du irrst. Siehe § 26 Abs. 2 EStG:

"Ehegatten werden einzeln veranlagt, wenn einer der Ehegatten die Einzelveranlagung wählt. Ehegatten werden zusammen veranlagt, wenn beide Ehegatten die Zusammenveranlagung wählen."

Quelle: http://www.gesetze-im-internet.de/estg/__26.html

@Schuhsohle

Nein. Allerdings war bis 2012 hier derjenige, der durch die getrennte Veranlagung besser gestellt wurde, dem anderern Ehepartner zivilrechtlich ausgleichspflichtig.

Was möchtest Du wissen?