Spekulationssteuern?

2 Antworten

Veräußert ein Steuerpflichtiger ein von ihm errichtetes Hausgrundstück, dessen Grund und Boden er vor mehr als zwei Jahren angeschafft hat, dann liegt kein Spekulationsgeschäft vor, auch wenn die Frist zwischen der Fertigstellung des Hauses und der Veräußerung des Hausgrundstücks weniger als zwei Jahre beträgt (BFH-Urteil vom 12.12.1956 - BStBl 1957, Teil III, Seite 51).

Stellt ein Steuerpflichtiger ein Gebäude her und veräußert er es zusammen mit dem zuvor erworbenen Grund und Boden oder einem grundstücksgleichen Recht innerhalb von zwei Jahren nach dessen Anschaffung, dann liegt ein Spekulationsgeschäft nur hinsichtlich des Grund und Bodens oder des Rechts vor. In Bezug auf das Gebäude fehlt es an der erforderlichen Anschaffung (BFH-Urteil vom 30.11.1976 - BStBl 1977, Teil II, Seite 384).


wenn der verkaufspreis den kaufpreis übersteigt, fällt sie an

is zwar falsch, aber hauptsache, Du hast was geschrieben ...

Spekulationssteuer auch fällig, wenn neues Eigentum erworben wird?

Ein frohes neues Jahr allerseits!

Wir haben folgende - etwas verzwickte - Eigentumssituation: Im Jahr 2000 sind wir in ein Haus als Mieter eingezogen, das wir dann 2007 käuflich erworben haben. 2010 haben wir uns beruflich verändert und mussten wegziehen - haben aber unser Eigentum behalten und seitdem vermietet. 2010 sind wir an unserem neuen Lebensort widerum zuerst zur Miete eingezogen und haben dann 2013 auch dieses Haus gekauft. Nun - 2015 - steht möglicherweise wieder ein Umzug an und damit möglicherweise ein erneuter Erwerb eines Hauses.

Da wir aber nicht Vermieter von zwei Häusern sein möchten, kommt jetzt unser Problem... unser Lebensweg ist so verlaufen, dass wir lieber das Haus verkaufen möchten, das wir 2000-2010 bewohnt und seit 2007 gekauft bzw. seit 2010 vermietet haben.

Das jetzige Haus möchten wir gerne behalten und langfristig vermieten.

Da wir das Haus am ersten Ort ja bisher nur 8 Jahre besitzen (2007-2015), davon 5 Jahre nun vermieten, wird wahrscheinlich "Spekulationssteuer" fällig, die in unserem Fall wahrscheinlich richtig wehtun würde.

Daher die Frage: ist es möglich, die Kosten für den Hauskauf 2015 dem "Gewinn" aus dem Verkauf des anderen Hauses gegenüberzustellen?

Heißt: wenn wir aus dem Verkauf von A) einen Gewinn von 100.000,- € haben, müssten wir ja normalerweise 40% - also 40tsd Euro an Steuern abdrücken. Wenn wir aber nun C) zu einem Preis von ca. 350tsd erwerben... - fällt dann die Steuer auf die 100.000,- € weg, weil man ja letztlich 250tsd mehr ausgegeben als eingenommen hat (in 2015)?

Oder bleibt uns nichts anderes übrig, als B) zu verkaufen, also das Haus, in dem wir jetzt wohnen und das uns seit 2013 gehört, das wir eigentlich behalten und vermieten wollen?

Wirtschaftlich gesehen macht halt langfristig das Behalten von B) viel mehr Sinn als das Behalten von A). Wenn allerdings so viel "Spekulationssteuer" fällig wird, dann...

kann mir einer diese Frage beantworten?

(kurz gefasst: wie vermeide ich die Spekulationssteuer bei einem Haus, das ich noch keine 10 Jahre besitze?)

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?