Vertragsanpassung bei Beförderung?

Hallo,

Ich möchte folgende Frage in die Runde stellen:

Meine Kollegen und ich arbeiten im IT-Support für eine große Firma. Der IT-Support ist, ähnlich dem allgemeinen Kundendienst (Energie-/Telefonanbieter uä), in verschiedene Level und Abteilungen aufgeteilt.

Level 1 bezeichnet den Anwender-Erstkontakt (durch Anruf, Chat, E-Mail, Formular). Hier werden Anfragen angenommen und wenn möglich kleinere Anfragen direkt gelöst. Größere Anfragen werden an die Fachabteilungen weitergeleitet. Damit hat Level 1 die gerinste Verantwortung und den geringsten Arbeitsaufwand (trotzdem nicht zu unterschätzen, es gibt Strafzahlungen, wenn ein bestimmter Zeitrahmen zur Lösung oder Ticketerstellung nicht eingehalten wird).

Wir - insgesamt 23 Personen wurden vor >1/2 Jahr von Level 1 zum nächsthöheren Level - zu einer Fachabteilung - befördert und entsprechend geschult. Wir erhalten nun die Anfragen, passend zu unserer Abteilung, und kontaktieren den Anwender um das Problem genauer zu begrenzen und schnellstmöglich zu lösen. Dies sorgt für eine größere Verantwortung, sowie auch für höhere Strafzahlungen (Zeitüberschreitung/schlechte Performance/Beschwerden von Anwendern etc)

Uns wurde bereits zum Anfang unserer Weiterbildung mitgeteilt, dass es eine Vertragsanpassung geben wird. Zuerst zum Dez 19 - die Verträge sind nicht fertig, dann zum März 20 - Anfang März wurden uns Verträge vorgelegt, die nie beim GBR - nach der Ablehnung der Verträge unsererseits wurde uns gesagt, bis Mitte März seien diese überarbeitet.

Seitdem variieren Aussagen von "Die Verträge sind noch nicht fertig" über "Die Verantwortlichen müssen noch absegnen", "Wir werden die Verträge während der Pandemie nichtsenden, über die Post ist nicht beeinflussbar, das alle den Vertrag zeitgleich erhalten" bis hin zu "Das ist uns nicht bekannt".

Diese Antworten, können auf alle gestellten Fragen übertragen werden.

  • Wann bekommen wir die Verträge vorgelegt?
  • Was ändert sich Ihrerseits, in den Verträgen?
  • Wie sieht es mit einer neuen Vergütung aus?
  • Zu welcher Gehaltsklasse zählen wir jetzt?
  • Wird, gesetzt dem Fall, dass es eine Gehaltsdifferenz gibt, diese auch Rückwirkend und wenn wie weit Rückwirkend und auf welchem Wege Rückwirkend geleistet? In Teilabschnitten auf das Monatsgehalt in der nächsten Zeit heraufgerechnet oder als ganzes?

Wie lange darf ein AG einem AN einen neuen, angekündigten Vertrag vorenthalten? Gibt es eine Gesetzeslage, die bestimmt in welchem Maße Vergütungsanpassungen geschehen sollten/müssen/dürfen? Gibt es eine Gesetzeslage dazu wie weit rückwirkend, gegebene Gehaltsanpassungen/Urlaubsanpassungen etc geleistet werden müssen? Gibt es eine Gesetzeslage, innerhalb welchen Zeitraumes eine Angekündigte (AG-seitig) Vertragsanpassung tatsächlich geschehen muss

Ich hoffe ich konnte unsere Situation und die aufkommenden Fragen einigermaßen deutlich machen und freue mich auf hilfreiche Hinweise; Antworten; Tipps uä

Marik

arbeitsrecht, Vertrag
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