Zwei Minijobs oder Gleitzone, was für Änderungen ergibt das für den Arbeitgeber?

2 Antworten

Da es keine sv-pflichtige Hauptbeschäftigung gibt, werden beide "Minijobs" zusammengerechnet. Ein Job LSt-Klasse 1, der zweite auf LSt-Klasse 6. Das löst auch Abgabepflicht einer Einkommensteuererklärung aus. Bei beiden Jobs werden Sozialabgaben durch den Arbeitgeber abgeführt. Bei regelmäßigen Entgelt aus beiden Jobs bis 850 € monatlich bewegst du dich in der Gleitzone.
Würde ein Job sv-pflichtig sein (Verdienst > 450 € mtl.), würde der andere, soweit regelm. bis 450 €, als Minijob abgerechnet werden.
Werbungskosten können nur für individuell versteuerte Jobs geltend gemacht werden, nicht für pauschal abgerechnete Minijobs.

Hier findest Du eine gute Erklärung zur Gleitzonenregelung:

http://arbeits-abc.de/beschaeftigungsverhaeltnisse-mit-anwendung-der-gleitzonenregelung/

Dankeschön.

Ich hätte also eine Steuerfreiheit, aber Sozialabgaben. Diese würden in der Höhe von 5,4% (Krankenversicherung) + 0,65% (Pflegeversicherung) + 1% (Arbeitslosenversicherung) ausfallen.

Würde ich hingegen über 850€ verdienen, fiele ich in die Steuerklassen (mit Steuerklasse I = keine Abgaben) und würde etwa 50% höhere Sozialabgaben zahlen.

Liege ich soweit richtig?

Jetzt stellt sich mir die Frage, ob ich mich von der Rentenversicherung befreien kann, wie es beim Minijob der Fall ist und ob das sowohl in der Gleitzone, als auch in einem normalen Beschäftigungsverhältnis der Fall wäre?

Eine weitere, mir wichtige Frage ist, ob ich durch die Gleitzone oder einem Überschreiten dieser zu einem teureren Mitarbeiter werden würde, und daher unattraktiver als reine Minijobber. Falls ja, wie viel macht das aus?

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@Anonym268

1. Innerhalb der Gleitzone besteht in allen Zweigen der      Sozialversicherung grundsätzlich Versicherungspflicht nach den  allgemeinen Vorschriften.

2. Nein, durch die Gleitzone wirst Du für den Arbeitgeber nicht teurer.

Selbst wenn Du bei nur bei einem Arbeitgeber auf Midijobbasis arbeitest, wäre es für den Arbeitgeber sogar günstiger, da sich  der Arbeitgeberbeitragsanteil bei einem Midijob senkt.

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@Primus

Ganz genau habe ich das jetzt leider nicht verstanden. Kann ich damit auf die Rentenversicherung verzichten (wie beim Minijob), oder muss ich ab 450€ die 10% Abgabe leisten?
Für die restlichen Antworten danke ich Dir schon einmal.

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@Anonym268

Nein, ab 450,01 € besteht Sozialabgabenpflicht.

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