Zwangsversteigerung wichtig oder nicht ?

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Hallo lazyjo08,

bei dem Immobilienkauf aus einem Zwangsversteigerungsverfahren gibt es gegenüber einem regulären Kaufvorhaben Besonderheiten:

  • Vor dem Zwangsversteigerungstermin muss eine Sicherheitsleistung in Höhe von 10 % (in Bezug auf dem Verkehrswert) hinterlegt werden. Erst mit dieser Zahlung kann man überhaupt an so einer Versteigerung teilnehmen. Die Sicherheitsleistung muss in der Regel in Form einer Bankbürgschaft oder aus Eigenkapital erfolgen. Manche Banken finanzieren diesen Anteil im Nachhinein mit. Man muss jedoch im Vorfeld dafür selbst sorgen, dass die Teilnahmebedingungen erfüllt sind.
  • Weiterhin wird nicht der Verkehrswert laut Gutachten als Berechnungsgrundlage für die Finanzierung angesetzt sondern der Zuschlagswert. Wenn also die Immobilie zu einem sehr günstigen, weitaus niedrigeren Wert, gekauft wird, wird dieser Kaufpreis für die Konditionsermittlung herangezogen und nicht der höhere Verkehrswert laut Gutachten.

Wer sich im Vorfeld über Finanzierungsmöglichkeiten Gedanken macht, sollte auch einkalkulieren, dass viele Banken erst nach Zuschlagserteilung (also nach der Zwangsversteigerung) eine verbindliche Kreditentscheidung mitteilen, da auch erst dann geklärt ist, zu welchem Preis die Immobilie erworben wird und wer verbindlich Eigentümer der Immobilie ist.

Die Angabe bei einem Zwangsversteigerungsobjekt, dass diese aus einer Zwangsversteigerung erworben werden soll ist daher sehr wichtig. Ich hoffe, Dir damit Deine Frage beantwortet zu haben und wünsche Dir einen schönen Tag.

Meryem

Interhyp AG

Das ist keineswegs egal:

Zum einen wird die Finanzierung doch in der Regel schon vor dem Versteigerungstermin angefragt. Ganz einfach weil man ja irgendwie den Ersteigerungspreis finanzieren können muß. Zu diesem Zeitpunkt ist eine Werteinschätzung im üblichen Verfahren oftmals unmöglich weil der Vollstreckungsschuldner in vielen Fällen die Tür nicht aufmacht. Aus genau diesem Grunde sind auch die im Vollstreckungsverfahren selber eingeholten Gutachten mit Vorsicht zu genießen. Die Bank weiß also nicht, worauf sie sich einläßt.

Sodann gibt es bei der Zwangsversteigerung keine Gewährleistung. Bei einem normalen Verkauf aber besteht diese in jedem Falle bei arglistigem Verschweigen von Mängeln.

Schließlich und endlich pflegen Pleitiers ihre Immobilie nicht, was zu Renovierungsstau führt. Dass es nicht gerade ein gutes Zeichen ist, wenn eine Immobilie nicht freihändig verkauft werden kann, sei nur abschließend erwähnt.

Um eine Immobilie aus der Zwangsversteigerung zu erwerben muss man verschiedene Punkte beachten: - Liegt das Gerichtliche Gutachten vollumfänglich vor? - Kann die finanzierende Bank in das Objekt zur Beleihungsprüfung besichtigen? Wenn nicht, was passiert dann (aus Bankensicht) Die 10% Sicherheitsleistung wird in der Regel die Bank nicht vorfinanzieren. Deswegen muss dieser Betrag in der Regel aus Eigenkapital vorfinanziert werden vom geplanten Käufer. Doch oft ist das Geld nicht vorhanden.

Kann (muss) die Bank hier einen Treuhandauftrag aufgeben?

Hallo erstmal,

ich habe eine Frage, die sich erstmal seltsam anhört. Aber folgende Situation stellt sich derzeit dar : Meine aktuelle Baufi mit den Kontonummern X,Y und Z sind derzeit als Grundbuchschuld im Grundbuch meines Einfamilienhauses eingetragen. Beim Erwerb dieser Immobilie wurde eine ETW verkauft, deren Verkauferlös (notariell beurkundet !) direkt zum Ausgleich einer aktuellen Baufi mit der Kontonummer X verwendet wurde.

ERGEBNIS : Bei der Bank stehen noch die Finanzierunngen Y und Z abzgl. derbisherigen Abtragungen offen.

Nun meine Frage : Kann ( muß ) die Bank eine Löschungsbewilligung mit Treuhandauftrag für die Finanzierungen Y und Z vergeben, wenn ich die aktuelle Immobilie verkaufen will und der Notar zwecks Löschung der Grundschuld eine Löschungsbewilligung beantragt, oder ist eine Grundbuchlöschung nur bei Zahlung eines durch die Bank individuell zu bestimmenden Betrages möglich ?

Danke schonmal im Voraus...

LG,lazyjo...

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Hallo erstmal,

mir stellt sich seit vorgestern folgendes Problem, als mich meine derzeitige Bank nach weiterem Vorgehen fragte : Die aktuelle Baufinanzierung ( 320.000.,- Euro ) ist in 3 einzelne Kreditverträge mit unterschiedlichen Laufzeiten unterteilt ( 85.000,- , 100.000,- , 135.000,- Euro ). Alle 3 Verträge stehen als eine gesamte Grundschuldsumme erstrangig im Grundbuch. Nun könnte zum 31.12.2015 die Finanzierung über 135.000,- umfinanziert werden, da hier die Zinsbindung endet.

Gibt es überhaupt eine Möglichkeit , durch irgend eine Bank die 135.000,- Euro umzuschulden ? Müßte ihr im Grunbuchrang dieser Betrag erstrangig durch die jetztige Bank eingeräumt werden, oder bleibt mir nur die Möglichkeit eines Forwarddarlehens ab Ende aller Zinsbindungsfristen, so daß mir nichts anderes übrig bliebe, als jetzt auf günstigere Konditionen zu verzchten ?

Danke schonmal.

LG, lazyjo...

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