Zuvor Privat über meinem Vater versichert und jetzt zurück in die gesetzliche Krankenkasse. Möglich?

3 Antworten

Es ist so, wie Livetc schreibt. Optierst Du zu Beginn des Studiums in die PKV bist Du auch während des Studiums an dieses Wahlrechr gebunden. Nun solltest Du Dich inhaltlich mit dem Vertrag auseinandersetzten. Manche Tarife sind nämlich deutlich unter Niveau der GKV. Insbesondere der von der Debeka. Jedoch hast die Möglichkeit bei Beitragsanpassungen oder entsprechend den Kündigungsfristen auch die PKV zu wechseln. Bei Studententarifen ist das als unkritisch einzustufen, hier ist sogar ein Wechsel bei Leistungslücken dringend empfohlen.

Als Student ist man grundsätzlich versicherungspflichtig, kann sich aber von dieser Versicherungspflicht befreien lassen. Wenn man das getan hat, gibt es zunächst kein Zurück. Dir bleibt also nur die studentische private Krankenversicherung.

Nach dem Studium wirst Du Dich vermutlich irgendwann anstellen lassen undam Anfang unterhalb der Versicherungspflichtgrenze verdienen. Dann wirst Du wieder versicherungspflichtig und kannst Dich gar nicht dagegen wehren, gesetzlich versichert zu werden.

Hallo,

wenn die Eltern eine private Krankenversicherung (PKV) haben, besteht bei Beginn des Studiums eine Wahlmöglichkeit zwischen PKV und GKV. Wenn man in der PKV bleiben möchte, muss man sich vor Beginn des Studiums von der Versicherungspflicht in der GKV befreien lassen. Diese Befreiung nach § 8 SGB V gilt dann für die gesamte Dauer des Studiums. Auch bei Heirat, Tod eines Elternteils, Ende des bisherigen günstigen PKV-Tarifes oder Wegfall der Beihilfe über die Eltern bleibt man weiter in der PKV.

Nach dem Ende des Studiums kann man in die GKV wechseln, wenn man als Arbeitnehmer mehr als 400, aber weniger als 4237 Euro brutto monatlich verdient. Als Selbständiger, Beamter/Beamtenanwärter oder Arbeitsloser bleibt man weiterhin in der PKV.

Sinnvoll ist es, wenn man sich vor Studienbeginn sehr genau über Vor- und Nachteile der GKV und PKV informiert.

Gruß

RHW

Nicht ganz. Bei Abschluss der Studiums hat man einmalig das Wahlrecht zwischen PKV oder GKV zu entscheiden, sofern das die erste qualifizierende Ausbildung darstellt. Das ist eine Besonderheit, aber nicht ganz unwichtig. Gilt auch für Beamte und Selbständige.

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@alfalfa

Ergänzend zu meiner obigen Antwort:

Wenn man nach Ende des Studiums eine Arbeitnehmertätigkeit aufnimmt und brutto mehr als 50850 Euro (2012) jährlich verdient, kann man innerhalb von 3 Monaten zwischen GKV und PKV entscheiden. Eine mögliche Tücke: Man muss dennoch die (normale) Kündigungsfrist in der PKV einhalten.Diese Wahlmöglichkeit besteht nur, wenn man vor dem Studium nicht als Arbeitnehmer tätig gewesen ist.

Beamte und Selbständige haben nach dem Studium keine Wahlmöglichkeit:

Absatz 1 Nr. 3: Personen, die erstmals eine Beschäftigung im Inland aufnehmen und nach § 6 Absatz 1 Nummer 1 versicherungsfrei sind; Beschäftigungen vor oder während der beruflichen Ausbildung bleiben unberücksichtigt,

Quelle: http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__9.html

Für die Zeit zwischen Studienende und Beschäftigungsbeginn bleibt man auf jeden Fall in der PKV (auch wenn der "Studententarif" der PKV nicht mehr gelten sollte).

Bei einem Wechsel von einem PKV-Unternehmen zu einem anderen sollte man die Gesundheitsfragen im Versicherungsantrag immer zu 100% korrekt angeben.

.test.de/Formulare-der-Privaten-Krankenversicherer-Diagnose-unklar-1669604-1669862/

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