zuverdienst bei Rente mit Grundsicherung?

3 Antworten

Hallo,

Rentner mit geringer Rente sowie Grundsicherung im Alter, dürfen nur 30 Prozent behalten, ein Überhang kürzt die Grundsicherung. Nicht gleichzusetzen mit dem Zuverdienst während des Hartz4 Bezugs.

Ihr solltet berechnen, ob der Mutter evtl. schon mit den beiden Einkommen (Rente+Minijob) allein, sowie (zusätzlichen) Wohngeld schon geholfen ist.

Ansonsten bleiben ihr, wie schon gesagt, nur 30% vom Zuverdienst.

es wären unregelmäßige Zuverdienste. Nix festes. Es ist echt traurig in diesem Staat.

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Ergänzend zu @Gaenseliesels Antwort:

Wie sie schon schreibt: Bei Grundsicherung im Alter / Erwerbsminderung ist der Freibetrag vom Zuverdienst ab dem ersten Euro 30% = von 100 Euro sind 30 Euro frei. - Der Freibetrag ist gedeckelt bei 50% des Regelsatzes.

Regelsatz zur Zeit: 416 Euro. 50% = 208 Euro. Ist der Verdienst so hoch, dass dabei mehr als 208 Freibetrag ist, wird alles darüber hinaus angerechnet. Dann wäre man aber wohl sowieso schon raus aus der Grundsicherung, denn mit Wohngeld kommt man dann sicher mindestens genauso gut hin.

Spiel mal ein bißchen rum mit dem

Wohngeldrechner
https://www.geldsparen.de/wohngeld-rechner/

Um Wohngeld zu beziehen, muss man mindestens 80% des Betrages zur Verfügung haben, das Rente + Grundsicherung oder Rente + Verdienst ausmachen. - So habt Ihr einen Anhaltspunkt, wie hoch das Wohngeld sein könnte.

Bedenke dabei, dass bei Grundsicherungstransfer die Befreiung des Rundfunkbetrages hinzukommt, falls Deine Mutter jetzt Rundfunkbeitrag zahlen muss. Auch gibt es in verschiedenen Bundesländern Ermäßigung für die öffentlichen Verkehrsmittel für Sozialtransferbezieher. - Hat Deine Mutter mit Rente + Verdienst + Wohngeld ähnlich wenig wie mit Grundsicherung zur Verfügung, muss ihr auf Antrag ebenfalls die Rundfunkgebühr erlassen werden:

GEZ-Gebührenbefreiung für ärmere Bevölkerungsgruppen
https://www.juraforum.de/recht-gesetz/gez-gebuehrenbefreiung-fuer-aermere-bevoelkerungsgruppen-383315

Ermäßigung für Öffentliche Verkehrsmittel für Wohngeldbezieher gibt es leider nur sehr selten, so z.B. in Berlin:

Nahverkehr Sozialverkehr auch für Empfänger von Wohngeld und DDR-Opferrente
https://www.berliner-zeitung.de/berlin/verkehr/nahverkehr-sozialticket-auch-fuer-empfaenger-von-wohngeld-und-ddr-opferrente--29456046
(erkundige Dich bezüglich Wohnort Deiner Mutter).

.

Bitte gib Deiner Mutter dies zu lesen: Vorsorglich meine Hinweise für Arbeitslose (ALG 1 und ALG 2 / Hartz IV) und Aufstocker sowie Grundsicherungsbezieher - Du wirst leicht erkennen, was auf Deine Situation zutrifft:

Umgang mit Sozialbehörden

Mit dem Amt nichts telefonisch klären (das kann man später nie beweisen). Alles schriftlich machen. Am besten Schreiben, Belege und Anträge persönlich abgeben. - Den Erhalt des Schreibens lässt man sich auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel, Datum und Unterschrift bestätigen. (Dies verlangt man mit ruhigem, freundlichem Ton und reicht das Schreiben rüber, „und hier brauche ich noch Stempel mit Datum und Unterschrift“).

Wenn man nur etwas abgeben will, dann wie üblich ein Schreiben aufsetzen, in dem erklärt wird, was "als Anlage" überreicht wird - sind es mehrere Anlagen, diese mit Nummern versehen aufzählen. (Achtung! Anlagen immer als Kopie einreichen. Falls ausnahmsweise mal ein Original verlangt wird, dann davon für die eigenen Unterlagen eine Kopie machen.) - Wiederum dieses Anschreiben auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel und Unterschrift bestätigen lassen.

Diese Bestätigungen sind Gold wert, sie sind mehr wert als ein Einschreibebeleg (mit dem ja nur der Eingang eines Umschlags bestätigt wird).

Mit einer solchen Bestätigung kann von Seiten der Behörde nicht behauptet werden, Schreiben und Belege seien nicht eingegangen. Und wenn doch, eine Fotokopie von deren Bestätigung vorlegen (das Original unbedingt wie eine Kostbarkeit hüten). - Nicht (oder angeblich nicht) abgegebene Unterlagen kann als Verstoß gegen die Mitwirkungspflicht gedeutet werden, was zu Sanktionen führen kann = Kürzung von Geld. - Und: Werden so die Unterlagen / Belege abgegeben, wird erfahrungsgemäß allgemein die Sache zügiger bearbeitet.

Falls Du meinst, ich würde übertreiben, google mit jobcenter unterlagen verloren und lies auch dies: Hartz IV: Verschwundene Unterlagen mit System? http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-verschwundene-unterlagen-mit-system.php

.

Im Gespräch mit den Mitarbeitern immer korrekt und konzentriert sein. Wenn die Mitarbeiter freundlich und zugewandt sind: Auch Infos im Vertrauen landen in der Akte und können später gegen den „Kunden“ (wie es vollmundig bei Sozialbehörden heißt) verwendet werden. - Lies auch

Wichtige Tipps für Hartz-IV-Betroffene http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/wichtige-tipps-fuer-hartz-iv-betroffene.php

und

Die häufigsten Hartz IV Fehler der Jobcenter http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/die-haeufigsten-hartz-iv-fehler-der-jobcenter.php

.

Oft ist es ratsam, zum Amt einen Beistand / Ämterlotsen als Begleitung mitzunehmen. Dieser Ämterlotse muss nur zuhören und kann dabei Protokoll führen, oder hinterher macht man gemeinsam ein Erinnerungsprotokoll. Der Beistand kann aber auch für Dich Erklärungen abgeben, dazu § 13, Absatz 4 SGB X (google mit 13 sgb 10):

  • (4) Ein Beteiligter kann zu Verhandlungen und Besprechungen mit einem Beistand erscheinen. Das von dem Beistand Vorgetragene gilt als von dem Beteiligten vorgebracht, soweit dieser nicht unverzüglich widerspricht.

Für einen ehrenamtlichen Behördenbegleiter = Beistand google jeweils mit Deinem Wohnort (oder dem nächstgrößeren, wenn Deiner klein ist) mit

  • Ämterlotsen
  • Behördenlotsen
  • Behördenbegleiter
  • Hartz IV Mitläufer

Diese Ämterbegleiter sind wertvolle Hilfen und notfalls auch Zeugen, und (die meisten? alle?) haben für diesen ehrenamtlichen Dienst eine kleine Ausbildung genossen und kennen sich bestenfalls mit den Gesetzen aus. (Sag beim Amt niemals, Du hättest einen Zeugen dabei! Zeugen dürfen des Raumes verwiesen werden - Beistände dagegen nicht, auf die hast Du ein Recht.)

In Hamburg z.B. bietet die Diakonie Begleitung durch Ämterlotsen an.

Lebst Du in einer Bedarfsgemeinschaft (oder Haushaltsgemeinschaft): Andere Mitglieder solch einer Gemeinschaft können für Dich kein Beistand sein, denn sie sind nicht neutral, sondern automatisch selbst Betroffene.

Google mit

legitimation eines beistands pdf (die Wörter genau so)

und lade Dir die Datei vom elo-forum runter. Darin erfährst Du die gesetzliche Grundlage für Beistände und dass jeder Bürger ein Recht darauf hat, sich bei Behördengängen von einem Beistand begleiten zu lassen.

In der Info erfährst Du unter anderem, dass wenn Dein Beistand für Dich etwas sagt, und Du widersprichst nicht, gilt es so, als hättest Du selbst es gesagt.

Jeder darf soviel verdienen wie er kann.

Muss sie nichts davon abgeben wegen der Grundsicherung?

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@Andy24

das sind so typische Antworten von @correct, ohne auf die Fragestellung konkret einzugehen !

Nicht ständig von Grusi abhängig zu sein, wäre ja auch schon ein Stück Freiheit mehr !

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@Gaenseliesel

Aber Du gehst drauf ein - da lachen doch die Hühner.

War wäre Dir wohl lieber - ein Verdienst von 100.000 ohne Grusi oder umgekehrt !!

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@correct

Lachende Hühner würde ich gerne einmal selbst sehen, ich kenne nur Hühner die gackern und Hähne die krähen.

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@correct

Quatsch....bleib sachlich !

Sei einfach nur froh, dass du finanziell sorgenfrei bist ....

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