Zusatzkosten Zahnklammer?

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2 Antworten

Hallo,

der höhere Verdienst des Kindesvaters allein ist nicht unbedingt Maßgebend ! 

Die Kosten für eine kieferorthopädische Behandlung kann nach der Rechtsprechung allerdings einen Sonderbedarf rechtfertigen. Entscheidend ist hier, ob die anfallenden Kosten vorausschauend kalkulierbar waren oder ob diese plötzlich und unerwartet aufgetreten sind. 

Es kommt also u.a. auch darauf an, dass der Kindesvater so früh wie möglich über den bevorstehenden "Sonderbedarf" informiert wird. Ihm muss die Möglichkeit eingeräumt werden, sich finanziell darauf einstellen zu können. Kann der Kindesvater wegen der Kürze der Zeit keine Rücklagen bilden, dann ist auch ein Wegfall des Anspruchs auf diesen Sonderbedarf möglich. 

Deshalb solltet ihr euch möglichst einvernehmlich absprechen, ab welchen Zeitpunkt welche Kosten anfallen. 

Ist dies so nicht möglich und bleibt der Kindesvater unkooperativ, diese notwendige (!!!) kieferorthopädische Behandlung mitzutragen, dann würde ich den Behandlungsplan kopiert per Einschreiben mit Rückschein zum KV senden. Mit der Info, die anteiligen Kosten ggf. gerichtlich einzuklagen ! 

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Prima1 10.10.2017, 20:35

Vielen Dank für Ihre Antwort Der Kindsvater hat das Schreiben über die Notwendigkeit erhalten, an seine Private Versicherung geschickt und diese will die Kosten nicht übernehmen. Somit sagt der Vater, er halte diese Form der Klammer nicht für notwendig und weigert sich zu zahlen. Ich habe ihn jetzt angeschrieben, dass ich die Kosten gerichtlich einklagen wolle ( ich wollte das ohne Anwalt versuchen, da ich diesen nicht bezahlen kann - habe gerade aufgrund eines unverschuldeten Autounfalls meinen Job verloren ... er selber hat jetzt einen Anwalt eingeschaltet. Wie liegen da meine Chancen? Muss er wenigstens die Hälfte zahlen?

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Gaenseliesel 10.10.2017, 21:11
@Prima1

Ob der Kindesvater eine

n o t w e n d i g e   kieferorthopädische Korrektur ( sie muss zwingend für medizinisch notwendig bescheinigt werden ! ) bei seinem Kindes nun für richtig hält oder nicht, ist völlig unwichtig oder ist er Kieferorthopäde ? 

"Für einen Anwalt kein Geld" ......ist auch nicht unbedingt ein Hinderungsgrund, die Rechte des Kindes durchzusetzen ! 

Das er einen Anwalt hat,  k a n n Einschüchterungstaktik sein. Laß dich davon nicht all zu sehr beeindrucken. 

lies dir diesen Link einmal ganz genau durch, bevor du in dieser Sache resignierst:

http://www.bmjv.de/DE/Themen/GerichtsverfahrenUndStreitschlichtung/Prozesskostenhilfe/Prozesskostenhilfe\_node.html

Es geht um das gesundheitliche Wohlergehen deines Kindes ! 

Du könntest aber auch, betreffend der medizinischen Indikation um ganz sicher zu gehen, vorher noch eine zweite Meinung vom Facharzt dazu einholen. Wäre sogar anzuraten, denn auch Ärzte empfehlen manchmal Unsinniges !

Gruß  ! 

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Der Nettoverdienst des Vaters liegt bei rund 14.000 Euro

Monatlich oder jährlich?? Und was kosten die innenliegenden Brackets im Vergleich zu den außenliegenden?

Der Unterschied zwischen innen- und außenliegenden Brackets ist in der Sache nur ein kosmetischer und im Preis eine Freude des Zahnarztes. Hat dich der Zahnarzt entsprechend aufgeklärt?

Bei einem Jahresgehalt von 14.000 EUR kann man den Vater verstehen. Beim Monatsgehalt eher nicht.

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Prima1 11.10.2017, 23:32

Das Einkommen ist monatlich! Zusatzkosten 2400 Euro. Über die Notwendigkeit wurde ich aufgeklärt, der Vater ist nicht zum Termin erschienen ...

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