Zusammenhang Risiko Rendite?

3 Antworten

Mal an einem vereinfachten Beispiel dargestellt:

Du hast 2 Freunde.

  • Der eine ist zuverlässig
  • Der andere ist unzuverlässig

Beide brauchen Geld, Du leihst es ihnen und verlangst dafür Zinsen.

  • Beim zuverlässigen Freund weisst Du ziemlich sicher, dass Du kein Risiko hast, das Geld komplett wieder zurückzubekommen
  • Bei ihm verlangst Du deshalb nur geringe Zinsen
  • Bei unzuverlässigen Freund hast Du das Risiko, dass Du mindestens einen Teil des geliehenen Geldes nicht mehr zurückbekommmst
  • Für dieses Risiko verlangst Du höhere Zinsen, um damit einen eventuellen Ausfall bereits vorab zu kompensieren

Diese Zinsen sind die Rendite

  • Beim zuverlässigen Freund ohne Risiko ist die Rendite gering
  • Beim unzuverlässigen Freund mit Risiko ist die Rendite höher

Compris?

26

Wobei man den Ausfall des Kredits wohl kaum über die Rendite finanzieren kann, wenn dann die Rückzahlung entfällt.

Um beim Beispiel der zwei Freunde zu bleiben: Dem unzuverlässigen Freund will er eher keinen Kredit geben, dieser verspricht dann aber x% Rendite. Ob nun mit oder ohne stretchlimousine in den Clubs... Der Kreditgeber geht jedenfalls nur angesichts der in Aussicht gestellten hohen Rendite das Risiko ein. Das Ergebnis liegt dann in der Zukunft, es kann ja auch klappen.

1
24
@Andri123

Wenn er vorher definitiv weiss, dass er es nicht mehr bekommt, dann gibt er natülich keinen Kredit.

Wenn er aber nur das mögliche Risiko eines Ausfalls hat, dann lässt er sich dieses Risiko über höhere Zinsen zahlen.

Beispiel:

Damit die Türkei eigene Staatsanleihen verkaufen kann muss sie einen höheren Zinssatz zahlen als wenn Deutschland eigene Staatsanleihen verkauft.

Die Rendite der türkischen Anleihe, aber auch das Ausfallrisiko ist damit höher als bei der deutschen Anleihe.

0

Salopp erklärt, finden Invenstments die hohe Risiken haben halt nur Investoren, wenn man eine hohe Rendite verspricht. Wenn man diese Rendite dann nicht liefern kann, fällt das Investment aus. Hängt halt damit zusammen, das Zinsen, Dividenden erst nachträglich gezahlt werden. Somit kommen Ausfälle immer erst später zum tragen.

Die Vergangenheit hat ja gezeigt, das bei scheinbar hohen Renditen das Ausfall-Risiko erheblich ist. Es gibt halt eine Menge Firmen, die Geld benötigen, dann hohe Renditen ausloben. Wenn die Zinsen/Dividenden dann gezahlt werden sollen sind die pleite.

Hallo Frederik,

Deine Frage würde ich "umdrehen": Wieso steigt das Risiko bei höheren Renditen. Das ist ein kleiner aber feiner Unterschied. Man findet nämlich durchaus auch Angebot die niedrige Renditen mit hohem Risiko verbinden ;-)

Wenn Du eine garantierte Rendite haben möchtest, also quasi kein Risiko, dann schau Dich am Markt um, bekommst Du derzeit eigentlich kaum Zinsen. Bei Angeboten mit höheren Renditen ist das Investieren keine Einbahnstraße. Das heißt, dass Du oftmals auch ein Verlustrisiko hast, bis hin zum Totalausfall. Davon ausgehend, dass der Markt "klug" ist (was nicht immer, aber oft, der Fall ist), wirst Du eine höhere Rendite nur angeboten bekommen, wenn Du auch ein höheres Risiko eingehst. Das Risiko ist also quasi der "Preis" für Deine Ertragserwartung.

Bezogen auf Aktien wird ein Unternehmen das "langweilig" ist, also ein stabiles Geschäft hat, ohne die Aussicht auf große Veränderungen, wenig im Kurs schwanken, aber eben auch nicht plötzlich im Kurs steigen. Ein Unternehmen mit der Chance auf großes Wachstum oder eine große Innovation verbindet viel Hoffnung mit dem Risiko des Scheiterns. Du hast Du Chance im positiven Fall eine hohe Rendite zu erzielen, scheitert das Unternehmen, kannst Du aber auch große Verluste machen.

Ich hoffe, dass ich Dir ein bisschen Klarheit verschaffen konnte.

VG JP

Woher ich das weiß:
eigene Erfahrung
1

Perfekt, danke! Also kann man sagen, dass die Rendite die Belohnung dafür ist, dass man so mutig war das höhere Risiko einzugehen?

LG

0

Extrem hohe Dividendenrendite als Zeichen eines großen Risikos?

Sind Aktien, deren regelmäßige Dividende (exklusive Sonderausschüttungen) aktuell jenseits der 10% liegt, also vielfach höher als der Durchschnitt, im Gegensatz zur anerkannten Rehel, dass Dividendenwerte in der Regel solider sind als nichtausschüttende Aktien, bei weitem riskanter als der Markt im Durchschnitt?

Auf welchen Argumenten begründet ihr eure Antwort (Meinung???)?

Extrem hohe Dividenden findet man derzeit im US-Index S&P500 bei Pitney-Bowes (11%), in Europa bei Portugal Telecom (16%) und France Telecom (13%) und in Deutschland bei Freenet (10%). Telefonica mit rund 15% fällt ja bekanntlich nicht mehr darunter, da man hier auf Grund der eklatanten Schieflage die Dividende komplett strich. Aber Telefonica alleine ist ja nur ein Beispiel und kein Argument, warum hohe Dividende hohes Risiko bedeuten soll.

...zur Frage

Was ist eine Risikoprämie?

Hi,

kann mir hier jemand aushelfen. Habe gehört, dass Aktien zur Zeit generell recht zu empfehlen seinen, da sie hohe Risikoprämien beinhaltet. Und kann mir in diesem Zuge auch noch jemand sagen, was dann ein SIcherheitsequivalent ist? Immer diese Fachwörter ;) Danke

...zur Frage

maximales Risiko bei Call Optionsscheinen ?

Hallo,

soweit ich verstanden habe ist das maximale Risiko bei Call Optionsscheinen (nicht short calls) der Verlust der investierten Summe!

ist das korrekt so?

stimmt das z.B. für folgende Scheine:

SG EFF. CALL12 N225 SG3RN3

HSBC T+B CALL13 DBK TB7MVT

DEUT.BANK CALL12 DAX DB7F51

BNP PAR.EHG CALL12 SX5E BN5JZA

danke

...zur Frage

Bedeuten ETFs die in US Dollar notiert sind ein höheres Risiko?

Bedeuten ETFs die in US Dollar notiert sind automatisch auch ein höheres Risiko?

...zur Frage

Woran sehe ich wie riskant eine Aktie ist?

Wenn ich mich für eine Aktie entscheide, dann würde ich gerne eine nehmen, welche relativ sicher ist. Wie aber kann ich sehen, welche Aktienkurse in der Vergangenheit relativ stabil waren und welche eher riskant?

...zur Frage

Unterschiede in Chancen und Risiken zwischen Rentenanlagen und Aktien?

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?