Zulagenstelle oder Anbieter von Riester-Vertrag die Geburt eines Kindes melden?

1 Antwort

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Unmittelbar nach Geburt wird die Familienkasse informiert (wegen Kindergeld). Normalerweise erfolgt über das Standesamt auch die Meldung an die Rentenversicherung und über diese auch an die Zulagenstelle, aber es kann nichts schaden, der Zulagenstelle eine Geburtsurkunde noch direkt zuzuschicken.

Tut mir leid wenn ich die hilfreichste Antwort kritisieren muss, aber das ist Unsinn!

Das neue Kinde hat direkte Auswirkungen auf den Riester-Vertrag. Wenn man bisher mittelbar zulagenberechtigt war, muss man den Mindesteigenbeitrag bezahlen. Wenn man unmittelbar berechtigt ist, führt das Kind zu einer erhöhten Zulage und Minderung des Eigenbeitrags. Dazu muss der Dauerzulagenantrag entsprechend geändert werden.

Alles läuft über den Anbieter/Betreuer des Vertrags. Der leitet den geänderten Dauerzulagenantrag an die Zulagenstelle weiter.

Es läuft also alles über den Anbieter. Wenn sich Rentenversicherung und Zulagenstelle kurz schließen ist das Kind schon in den Brunnen gefallen. Auch die Idee, dass jeder irgendwelche Unterlagen direkt an die Zulagenstelle schickt (wer soll das ablegen???) ist Unsinn. Die können damit ja nichts anfangen sondern brauchen eine Mitteilung auf der steht, in welchen Vertrag die Zulage gezahlt werden soll, die sie vom Anbieter bekommen.

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@Rat2010

Ich spreche hier aus eigener Erfahrung. Familienkasse und Riester-Anbieter wurden informiert. Die Rentenversicherung wußte auch davon, hat jedoch aufgrund einer fehlenden Kontenklärung (zu der noch Informationen fehlten) die Zulagenstelle nicht informiert. Der Riester-Anbieter hat zwar die Informationen gemeldet, jedoch von der Rentenversicherung nicht die Bestätigung erhalten, so daß Zulagen zurückgebucht wurden.

Es gab hier also zwei Optionen: Kontenklärung bei der Rentenversicherung (was in diesem Fall etwas komplizierter war) oder einfach die Geburtsurkunde an die Zulagenstelle schicken. Letzteres hat zum Ergebnis geführt.

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@gandalf94305

Es kommt in meiner Praxis ungefähr 3 - 5 mal im Jahr vor, dass Riester-Sparer Zuwachs bekommen. Kunde ruft an und bekommt Dauerzulagenantrag, der um das neue Kind ergänzt, unterschreiben und (wegen Prüfung über mich) an den Anbieter gesendet wird.

Riester-Anbieter = (in deinem Fall) Rentenversicherung

Dass in deinem Fall der Wurm drin war ist ein Spezialfall. Wenn sich ein Kunde vor dem Anbieter an die Zulagenstelle wendet, kann es passieren, dass diese nichts anderes macht als die Zulage für drei Jahre zu streichen. Es ist nicht deren Sache, den (Dauer-)Zulagenantrag zu stellen. Sie haben nicht mal das Formular, sondern bekommen die Anträge vom Anbieter.

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@Rat2010

Yo, dem kann ich zustimmen. Die Zulagenstelle sollte nicht primär informiert werden, sondern nur, wenn es entlang gewöhnlicher Prozesse nicht funktioniert.

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